Hotel Chez le Pacha, M’hamid el Ghizlane – Zagora – Marokko

Hotel Chez le Pacha, M’hamid el Ghizlane – Zagora – Marokko

Hotel Chez le Pacha, M’hamid el Ghizlane – Zagora – Marokko

Wohlfühlhotel mit einem direkten Draht zum Abenteuer

 Dieser Artikel enthält Werbung

Man nehme die gleißende Sonne der Sahara, das schönste und größte zusammenhängende Dünengebiet Marokkos, Palmen und Bougainvilleen, eine Herde Dromedare, einladende Plätze im Schatten um einen Pool herum gruppiert, schmackhaftes Essen aus natürlichen Zutaten, Nomadenzelte und Allradfahrzeuge sowie die ungezwungene, herzliche Gastfreundschaft der Berber – und man hat die Essentials des Maison d´hôtes Chez le Pacha in M’hamid.

Es war 1996, als die Brüder Houssine, Mohammed und Yussuf Dakhamat im Süden Marokkos, genauer gesagt in M’hamid El Ghizlane, einen kleinen Campingplatz eröffneten, aus dem sich im Laufe der folgenden Jahre das Hotel Chez le Pacha entwickelte.

Dort, am Rand der Sahara, wo die Touren in die Wüste beginnen oder enden, wartet ein Hotel, das fast keine Wünsche offenlässt.

Das Chez le Pacha hat Zimmer für jeden Geschmack

32 Zimmer, in drei unterschiedlichen Kategorien, stehen den Gästen zur Verfügung.

Die zehn afrikanischen Zimmer, Rundhütten ähnlich, sind in harmonischen Holztönen und eher sparsam möbliert. Selbstverständlich ist moderner Komfort, wie ein Bad und Aircondition vorhanden, dennoch sprechen diese Zimmer eher die Puristen an.

Anders dagegen die Superior-Zimmer, die im orientalischen Stil eingerichtet wurden, dessen Farben tiefes Rot, leuchtendes Blau oder fröhliches Gelb sind. Geschmackvolle Accessoires runden das Ambiente ab; hier kann man sich leicht wie Scheherazade in 1001 Nacht fühlen.

Wer es prunkvoll mag, wird sich in den vier luxuriösen Suiten wohlfühlen, die mit eigener, blickgeschützter Terrasse und separater Toilette sowie großem Duschbad dem Gast einige besondere Tage versprechen.

Die Zimmer sind in einem großen Garten eingebettet, der liebevoll angelegt ist und gepflegt wird. Die von Beginn an existierenden Olivenbäume wurden um Palmen und Mimosenbäume ergänzt. Rosen, Bouigainvilleen, Rosmarin und Hennapflanzen verströmen zusätzlich ihren aromatischen Duft. Es wundert nicht, dass bei dieser Pflanzenvielfalt sich viele heimische Singvögel wohl fühlen, die bereits am frühen Morgen ihren melodischen Gesang anstimmen.

Alle Wege führen zum zentral gelegenen Pool, an dem eine gut bestückte Poolbar, ein typisches Beduinenzelt oder ein gemütlicher Pavillon genügend Rückzugsorte gegen die heiße Wüstensonne oder auch gegen den gelegentlich im zeitigen Frühjahr auftretenden Sandsturm bieten.

Und wer landestypische Küche genießen will, findet im Restaurant mit seiner schönen Terrasse rund um den geschützten Innenhof am Abend eine Oase der lukullischen Freuden. Inklusive Alkoholausschank.

Wüstenfeeling de luxe – auch das bietet Chez le Pacha

Diese sachlichen Fakten können jedoch den besonderen Charme des Hotels nur unvollständig wiedergeben. Denn wer im Chez le Pacha logiert, wird unausweichlich auch die Sahara einmal hautnah erleben wollen. Und von einer Nacht in der Wüste träumen. Oder gleich mehreren.

Und diesen Wunsch erfüllt das Hotel nur zu gerne.

Aus nicht weniger als fünf Wüstencamps kann der Gast zurzeit wählen, das sechste ist am Entstehen.

Einfache Beduinencamps, mit Zelten, gewebt aus dunkelbrauner Ziegenwolle, bis hin zum Luxuscamp mit modernen, weißen und somit sonnenabweisenden Zelten, stehen zur Wahl. Selbstverständlich mit gepflegten Sanitär- und Versorgungsanlagen und einer Wüstenküche, die die landestypischen Gerichte anbietet. Wie wäre es mit Pizza Berbere zum Mittagessen oder einer Dromedartajine am Abend?

Ein Highlight wird das in der Entstehung begriffene Desertcamp Aladin werden. Bietet es seinen Gästen großzügige Zelte mit privater Dusche und WC. Welch ein Luxus, mitten in der Wüste.

Wie kommt man zu den Desert Camps des Chez le Pacha?

In der Wüste gehen die Uhren etwas anders, man hat Zeit. Und so ist ein Ritt auf einem Dromedar die entspannte und sanfte Möglichkeit, die Wüste mit all seinen Sinnen zu erleben. Langsam stapft das Wüstentier über die kleinen Dünen, der Reiter schaukelt in imposanter Höhe träumend über dem Sand. Wer es schneller mag, lässt sich mit einem der hoteleigenen Toyota Landcruiser zu den Wüstencamps chauffieren.

Rechtzeitig zum Sonnenuntergang kommt man im Camp an, hat Zeit sein Zelt zu beziehen und dann heißt es auch schon, die nächste Düne hinaufzuklettern, um im Westen den fast immer spektakulären Sunset zu genießen.

Offroad Klassiker neu aufgelegt

Das Hotel Chez le Pacha sucht ständig nach neuen Ideen und Anreizen für seine Gäste. Einer davon sind Offroadtouren oder die Teilnahme an spektakulären Wüstenrallyes. Seitdem es die Rallye Paris -Dakar nicht mehr gibt, haben sich mehr und mehr alternative Wüstenrallys etabliert.

Eine davon ist die Carta Rallye 2018, eine spektakuläre Offroad-Rallye über 8 Tage, an der Nichtprofis teilnehmen. Startend in Guelmim und endend in Merzouga, davon 2 Tage in und um M’Hamid.

Dieses Jahr richtete das Hotel Chez le Pacha an diesen zwei Tagen in einem eigens dafür gefertigten Zelt das Catering aus. Das Rallye-Team fand Platz auf dem hoteleigenen riesigen Parkplatz, der sich hinter der Anlage erstreckt. Aus diesem soll bis Ende 2018 ein voll erschlossener Campingplatz werden, mit großzügig angelegten Stellplätzen sowie einer modernen Sanitärausstattung. Ideal für alle Offroader, die von dort aus ihre Saharatouren starten können.

Carta Rallye 2018 – schaut mal rein

https://www.facebook.com/CartaRallyeOfficial/videos/923912767786104/

 

Houssine, Mohammed und Yussuf Dakhamat haben so eine Erlebniswelt geschaffen, die nach unserer Erfahrung in der marokkanischen Sahara bisher noch unübertroffen ist. Das Chez le Pacha ist ein Aufenthaltsort für Menschen, die Entspannung und Naturerlebnisse im Süden Marokkos, in der marokkanischen Wüste, suchen. Ohne dabei auf Komfort, Sicherheit und einen kompetenten deutschsprachigen Ansprechpartner verzichten zu wollen. Und zugleich eine lässige Destination, die nur zu gerne Wüstenabenteuer, spektakuläre Pistenerlebnisse und einen Einblick in die Lebensweise der marokkanischen Berber bietet.

Für unsere Bedürfnisse eine Symbiose, die uns total anspricht. Denn wenn wir Offroad unterwegs sind, können wir gut einige Zeit auf Luxus verzichten. Umso schöner ist es dann zu wissen, dass wir im Chez le Pacha alles vorfinden, was eine erholsame Pause von den verstaubten Pisten ausmacht. Und das noch verbunden mit der Möglichkeit, von hier aus, dank guter Internetverbindung, zu arbeiten. Was wollen wir mehr?

Werbung:

Wir waren zeitweise kostenfrei zu Gast im Hotel Chez le Pacha. Alles was wir hier darüber geschrieben haben, ist davon unabhängig unsere freie Meinung.

„Wir haben das Hotel als excellentes Kontrastproramm zu unseren Offroadtouren erlebt und vor allem sehr die Gastfreundschaft und den Service der Inhaber genossen. Wir können das Hotel uneingeschränkt empfehlen.“

 

Lucky Ways -Tipp:

Maison d´hôtes Chez le Pacha – M’hamid el Ghizlane – Zagora – Morocco

Reservierung: +212 524 84 82 07
Rezeption:      +212 524 84 86 96
Fax:                +212 524 84 86 95

info@chezlepacha.com
http://chezlepacha.com

r digitale Nomaden:

Im gesamten Hotelgelände finden sich schattige Plätze zum Arbeiten. Freies W-Lan ist vorhanden. Ganz unabhängig wie wir ist man mit einem zusätzlichen eigenen Router.

 

Desertcamps: http://chezlepacha.com/moroccan-desert-camp/

 

Marokko – ein wunderbares Reiseland

Willst du noch mehr wissen? Unser Roadtrip ging über 3 Monate und über 7000 km durch Marokko

Unserer Top 10 findest du hier:

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Warst du auch schon einmal in Marokko?

Was waren deine Erfahrungen und Erlebnisse?

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Lebe dein Abenteuer nach deinem Geschmack!

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Marokko und Tajine – ein unzertrennliches Paar

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So geht die richtige Zubereitung

Was wäre Marokko ohne seine Tajine? Überall im Land sieht man ab dem Vormittag die länglichen oder runden  Holzkohlebecken vor den Garküchen stehen, in denen langsam die Glut erhitzt.

Wenn diese dann heiß genug ist, wird der tönerne Tajinetopf mit seinem kegelförmigen Deckel daraufgestellt und dann heißt es abwarten und Tee trinken. Je nach Zutaten bis zu 60 Minuten.Aber das Warten lohnt sich. Denn nach geraumer Zeit steigt leckerer Duft aus der Öffnung oben im Deckel, es riecht verführerisch nach den verwendeten Kräutern, Gemüse- und Fleischarten. Dazu schmurgelt das heiße Olivenöl leise vor sich hin und erzeugt zusammen mit den Düften eine sinnliche Vorfreude auf dieses landauf-landab beliebte Essen.

 

  Lucky Ways -Tipp:  

Wir wurden schon mehrfach gefragt: Was ist überhaupt eine Tajine? Schnell merken wir, dass wir viel zuviel voraussetzen, nur weil wir das Land bereist haben. Deshalb hier eine Definition. Dazu bemühen wir Wikipedia.

„Die (auch der) TajineTagine oder auch Taschiin (arabisch طاجن, DMG ṭāǧin, pl. طواجن / ṭawāǧin, „Kasserolle“, Aussprache: [taˈdʒiːn][1] oder [tæˈʒiːn][2]) bezeichnet in der nordafrikanischen Küche sowohl ein rundes, aus Lehm gebranntes Schmorgefäß mit gewölbtem oder spitzem (konischem) Deckel als auch das darin gekochte Gericht.[3]

https://de.wikipedia.org/wiki/Tajine

Wir lernen, Tajine bezeichnet nicht nur gleichzeitig Gefäß und Gericht, es gibt auch noch ganz verschiedene Schreibweisen. Wir verwenden die Schreibweise: Tajine.

 

Doch was kommt nun hinein in die typische Tajine?

Das liegt wie überall auf der Welt an den kulinarischen Vorlieben des Kochs beziehungsweise der Köchin.

Fleisch, wie zum Beispiel Rind, Lamm, Huhn oder im Süden auch Dromedar ist die Regel. Aber auch Fisch wird als Zutat gerne verwendet

Dazu Gemüse. Und Gewürze. Und Kräuter.

Da Marokko zu jeder Zeit erntefrisches Gemüse im Überfluss hat, hat man die Qual der Wahl. Auf den Märkten findet der suchende Koch Tomaten, Zucchini, Auberginen, Erbsen, grüne Bohnen, Kartoffeln, Saubohnen und vieles mehr in bester Qualität. Auch hier spielt der persönliche Geschmack die wichtigste Rolle.

Doch die Hauptrolle kommt den Gewürzen und Kräutern zu. Im Orient herrscht kein Mangel davon. Zu groß ist das Angebot an exotischen Gewürzen, wie Pfeffer, Piment, Paprika, Koriander, Knoblauch, Zimt oder Kumin. Und ganz besonders Safran. Alleine die Zusammenstellung macht es hier. Und auch die ist wiederum Geschmackssache.

Also bleibt abschließend festzuhalten, dass es kein Rezept für DIE Tajine gibt. Stattdessen werden Fleisch, Gemüse und Gewürze je nach Gusto kombiniert. Was Köche, die sich nur ungern sklavisch an Rezepte halten, sehr freuen wird.

Präzise Vorstellungen über die Form der Zubereitung einer Tajine.

Je variabler die Zutaten sind, desto präziser ist jedoch die Form der Zubereitung.

Die Basis ist eine Marinade aus frischen Korianderblättchen und Petersilie, die feingehackt werden. Zusammen mit Olivenöl und dem Saft einer ganzen Zitrone sowie diversen Gewürzen ergibt das eine fruchtig-herbe Kräutermischung, in die die Fleisch- oder Fischstückchen eingelegt werden. Das muss nicht lange dauern, aber eine halbe Stunde sollte man dem Ganzen schon geben.

In der Zwischenzeit werden Kartoffeln geschält, gewaschen und in ca. ein Zentimeter dicke Scheiben oder in längliche Viertel geschnitten.

Zucchini werden ebenso der Länge nach halbiert oder geviertelt, mit Karotten geschieht das Gleiche. Tomaten werden in kleinfingerdicke Scheiben geschnitten.

Falls Erbsen oder Bohnen geplant sind, werden diese aus den Schoten herausgelöst und gewaschen.

In die Tajine, eine runde, tönerne Schale,

von der dieses Gericht seinen Namen hat, werden nun zuerst die Kartoffeln ordentlich kreisförmig geschichtet. Auf diese Grundlage kommen dann die einzelnen Gemüsestücke. Ebenfalls geordnet. Also zum Beispiel kreisförmig gefächert, kegelförmig geschichtet oder längs aneinandergereiht. Wie auch immer – Hauptsache optisch ansprechend.

Zum Schluss gibt man das marinierte Fleisch obenauf, so dass ein kleiner kegelförmiger Hügel entsteht.

Das Ganze übergießt man nun mit dem Rest der Marinade und legt zum Abschluss eine Scheibe Zitrone oben auf. Mancherorts werden auch die wunderbaren salzig eingelegten Zitronen in Viertel dazugelegt oder auch Backpflaumen.

Schließlich wird die Tajine mit dem hohen kegelförmigen Deckel verschlossen und auf die glühendweiße Holzkohle gestellt. Wer einen Gasherd hat, ist ebenfalls gut dran, ansonsten tut es auch der auf 200 Grad vorgeheizte Backofen. Anschließend kann man sie quasi vergessen und eine Stunde gemütlich abwarten. Und sich die Zeit mit einem marokkanischen Minztee versüßen.

Dann ist sie fertig, die original marokkanische Tajine und zusammen mit einem Fladenbrot sowie einem trockenen Rotwein ein köstliches und einfach zubereitetes Essen.

 

Das Rezept für die Tajine

Hier ein Rezept, das ich mit Aicha aus dem MonRiad in Marrakesch in ihrer Küche mit zubereiten durfte:

Für die Marinade:

  • 1/2 TL Pfeffer
  • 1 TL Kumin
  • 1 TL Paprika
  • Salz
  • 4 zerdrückte Knoblauchzehen
  • 2 EL Tomatenmark
  • 1 Zitrone ausgepresst
  • 2 El Petersilie und Korianderblättchen, fein gehackt
  • 4 El Olivenöl
  • einen Schuss Wasser

Alles gut in einer Schüssel vermischen. Fleisch oder Fisch einlegen und nach Geschmack ziehen lassen.

Für die Tajine:

Kartoffeln, Tomaten, Karotten, Auberginen ohne Haut, sonstiges Gemüse nach Lust und Saison. Fleisch, Fisch oder Huhn in handliche Stücke geschnitten, ebenfalls nach persönlichen Vorlieben. Vegetarier lassen dies weg und genießen fleischlos. 1 Stunde auf dem Gasherd oder im Backofen bei 200 Grad köcheln lassen, wer hat und kann gerne auf einem Holzkohlegefäß.

Guten Appetit.

Und hier live zum Nachkochen:

 

  Lucky Ways -Tipp:  

Das MonRiad, ein schönes Riad in Marrakesch bietet eine Cooking-Class an, an der wir teilgenommen haben.

Bei diesem Kocherlebnis bereitest du ein Gericht deiner Wahl zu. Aicha, die Küchenfee zeigt dir zunächst bei einem Besuch der Souks in der Medina, wo du die besten Zutaten bekommst und kauft mit dir zusammen ein.

Erst dann geht es in die Küche und du bereitest selbst eine Tajine deiner Wahl zu. Wir entschieden uns für eine Tajine mit Seeteufel. Nur lecker.

 

Kleine Tajine Kaufberatung

„Ich habe keine Tajine und komme auch nicht so schnell nach Marokko. Was mache ich?“

Keine Angst. Es gibt die Möglichkeit, sich bequem eine Tajine nach Hause zu bestellen. Da fehlt ganz sicher das Einkaufserlebnis vor Ort. Und ebenso sicher bezahlt man mehr als direkt in Marokko. Aber das Kocherlebnis zuhause ist keineswegs schlechter. Und mal ganz ehrlich, nicht jeder ist so wie wir mit dem Landrover Discovery in Marokko unterwegs und hat viel Platz, die Tajine auch bruchsicher nach Hause zu bringen?

Was für eine Tajine soll ich kaufen?

Erste Entscheidung: die Größe:
20 cm für eine Person, 25 cm für zwei Personen, für je weitere 2 Personen rechne 5 cm Umfang dazu.

Zweite Entscheidung: Die Art der Zubereitung bestimmt die Art der Tajine.
Die traditionelle Art in Marokko und anderen nordafrikanischen Ländern ist die Zubereitung auf dem Holzkohlefeuer. Wir benutzen beim Wild campen einen Petromax Atago. Es gibt aber auch Stövchen im Handel, die du ganz einfach auf dem Balkon benutzen kannst.

Im Backofen und auf dem Gasherd kannst du nahezu alle Tajines verwenden. Sie muss der Höhe nach nur reinpassen.

Wills du eine Tajine auf dem E-Herd zubereiten, muss der Boden besonders plan sein, ansonsten verteilt sich die Hitze nicht gleichmäßig und vielleicht bekommt der Topf sogar Risse.

Dritte Entscheidung: Glasiert oder unglasiert?
Unglasierte Tajines aus gebrannter Lehmerde sorgen für ein natürliches Aroma sowie in Marokko, sind preisgünstiger und du hast sicher damit das authentischere Kocherlebnis.

Glasierte Tajines sehen einfach schick aus und sind leichter zu reinigen. Manchmal gibt es auch Mischungen, außen glasiert, innen unglasiert. Kaufst du die glasierte Tajine direkt in Marokko, ist es durchaus möglich, dass die Farben Schwermetalle enthalten, da die Brennöfen in Marokko selten so hohe Temperaturen erreichen, um dies auszuschließen.

Wenn du auf das traditionelle Kocherlebnis durchaus verzichten kannst, ist vielleicht sogar eine Tajine aus Edelstahl eine Alternative für dich.

 

Lucky Ways -Tipp:  

Tajine für Holzkohle mit passendem Stövchen als Untersatz:

Tajine für Backofen, Gasherd und Holzkohle:

Traditionelle unglasierte marokkanische Tajine-Töpfe aus gebrannter Lehmerde:


Modelle mit besonders glattem Boden sind möglicherweise auch für den Elektroherd geeignet.

Traditionelle glasierte marokkanische Tajine-Töpfe aus gebrannter Lehmerde:
35 cm Durchmesser für 3-5 Personen


 

Keramik Tajine aus glasierter Spezialkeramik:
In den Größen: 25cm, 27cm und 32cm Durchmesser

Wenn es schnell gehen soll, nimm diese Tajine, sie ist ohne vorheriges Wässern sofort einsatzbereit.

Tajine mit Boden aus Gußeisen und Deckel aus glasierter Keramik:
Größen: 27cm und 31cm Durchmesser


Tajine aus Edelstahl, 24 cm Durchmesser

Nichts dabei. Dann flieg nach Marokko und kauf sie dort im Original ab 20 Dirham (2 Euro)

 

Marokko, ein wunderbares Reiseland

Schließlich gibt es nichts Schöneres, als die Tajine dort zu essen, wo sie herkommt. In Marokko. Hast du schon einmal eine Tajine mit Kamelfleisch probiert. Unvergleichlich gut.

Warum planst du nicht selbst mal einen Roadtrip nach Marokko? Die Highlights haben wir dir hier zusammengestellt:

Urlaub in Marokko – Die Top 10 für deinen Roadtrip

Hast du selbst schon einmal Tajine probiert oder sogar selbst gekocht. In Marokko oder daheim?

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Es ist irgendwie die Quadratur des Kreises, wenn man Marokko 3 Monate bereist hat, rund 7000 km mit dem Geländewagen unterwegs war, in die hintersten Winkel des Landes vorgedrungen ist und dann, ja dann sich konzentrieren soll, auf das wirklich Sehenswerte, die Highlights Marokkos, das, was man unbedingt gesehen haben sollte. Wir machen das, indem wir an einem Roundup unserer Bloggerkollegen Gina und Marcus von 2onthego teilnehmen. Schließlich hat nicht jeder soviel Zeit wie wir. Manche wollen in ein bis zwei Wochen einen schönen Roadtrip durch Marokko machen und sich eine erlebnisreiche Tour zusammenstellen. Nun, eines ist klar. Das ist dann ein Urlaub, der wesentlich touristischer ist als unser Offroad-Abenteuer.

Wir haben den Vergleich, denn vor fünf Jahren haben wir auf ähnliche Weise den Einstieg in dieses so facettenreiche Land gefunden. Damals sind wir mit dem Leihwagen, einem Ford Focus, von Marrakesch bis nach M´Hamid in die Wüste gefahren und wieder zurück. Das Ergebnis dieser kurzen Reise war: Wir kommen wieder und dann mit dem eigenen Auto, möglichst einem Geländewagen. Daraus wurde dann unser Roadtrip mit dem Landrover Discovery mit Dachzelt.

Offroad – Die schönste Begegnung mit Marokko

Um es vorwegzunehmen, die schönste und intensivste Begegnung mit Marokko haben wir auf unseren Offroad-Touren erlebt.

Wenn du allein unter einem klaren Sternenhimmel am Feuer sitzt, wenn in der Entfernung lediglich noch Nomaden mit ihren Ziegenherden unterwegs sind, wenn du plötzlich Adler siehst oder ein Wüstenfuchs deinen Weg kreuzt, wenn die Sonne nur für dich untergeht, dann verspürst du ein unbeschreibliches Glück und verschmilzt mit einer gigantisch schönen Natur.

Wir wurden bereits gefragt, kann man solche Strecken auch mit einem normalen Auto fahren? Wir geben dazu mal folgende Orientierungshilfe: Nimm ein Michelinkarte von Marokko. Meide die Autobahnen und die rot eingezeichneten Nationalstraßen. Dann nimmt die Touristendichte schon deutlich ab. Die gelben Straßen sind meist gut befahrbar und werden auch noch von Wohnmobilen genutzt. Die kleinen weißen Straßen sind dann interessant. Diese sind oft in schlechtem Zustand mit vielen Schlaglöchern und manchmal auch nur Pisten. Aber es sind immer noch Straßen, die die Einheimischen mit ihren alten Autos benutzen. Wir sind damals solche Straßen auch mit dem Leihwagen gefahren, es geht dann halt sehr langsam voran und wird ein bisschen abenteuerlicher.

Lucky Ways -Tipp:

Buche einen Flug nach Marrakesch und einen Leihwagen und organisiere den Rest vor Ort.

Als Unterkünfte gibt es alles vom schicken Riad in der Medina von Marrakesch bis zum einfachen Guesthouse in Imlil am Djebel Toubkal. Viele Campingplätze bieten zusätzlich auch einfache Zimmer an oder du kannst im Nomadenzelt übernachten, je nach Gusto.

Gute Adressen findest du im Marokko Führer von Astrid und Erika Därr. * 

Für so einen Trip brauchst du: den gerade genannten Reiseführer. Hier sind Routen und Übernachtungsmöglichkeiten perfekt beschrieben. Eine gute Karte. Die von Michelin oder die aus dem Reise Know How Verlag. Einen gültigen Reisepass. Und sehr erleichternd wäre noch ein wenig französischer Wortschatz.

Für dein Reisegepäck nimmst du einen Tagesrucksack mit Fotoausrüstung als Handgepäck und ein zweites Gepäckstück, z.B. einen größeren Rucksack (falls Wandern, Trekking oder Wüste für dich interessant ist) oder eine Reisetasche für dein Gepäck.

Denke dran, je nach Reisezeit und Reiseziel innerhalb des Landes sind Tage in Marokko sehr warm und Nächte oft noch empfindlich kalt. Je nach Gestaltung der Reise brauchst du auch warme Sachen, Merinowäsche und evtl. einen Schlafsack, denn Zimmer sind in der Regel ohne Heizung und vielleicht willst du ja in der Wüste auch mal unter dem Sternenhimmel schlafen.

Hier findest du günstige Flüge, Hotels und Mietwagen!*

Marokko Tipp 1:

Marrakech

Es gehört zu einem Aufenthalt in Marrakesch einfach dazu, in einem Riad zu übernachten. Solltest du in deinem Wunschriad kein Zimmer mehr bekommen, was in Marokkos Hauptsaison gut möglich ist, dann versuche es über booking.com. * Die Riads dürfen nämlich ihr Kontingent bei booking.com nicht auf anderem Weg vermieten. Auf diesem Weg haben wir z.B. noch ein Zimmer im wunderschönen in der Medina in der Nähe des Bahia Palastes gelegenen MonRiad bekommen.

Besuche den großen Djemaa el Fna abends und genieße frisches Streetfood in einer der Garküchen. Streife tagsüber durch die Souks und sammle Eindrücke. Doch bedenke, dass du, je nachdem wo du noch unterwegs bist, authentischer, qualitativ besser und preisgünstiger einkaufen kannst. Chille ein wenig im Cafe des Espices oder im Cafe Clock oder oder oder…. Je nach Zeit gibt es Sehenwürdigkeiten wie den Bahia Palast, die Saadier Gräber oder den Jardin Majorelle von Yves St. Laurent. Und besuche unbedingt einen Hammam. In Marokko eine sehr schöne Erfahrung.

Marrakesch ist ein guter Ausgangspunkt, um sternförmig Touren in die Umgebung zu machen. Genügend Agenturen bieten das an. Dauer 1-3 Tage, je nachdem, was man macht.

 

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Marokko Tipp 2

Trekking am Djebel Toubkal

Wenn du willst, kannst du diesen 4000er besteigen. Aber nicht so schnell. Um nach Süden zu kommen, musst du über den Atlas, die Alpen Marokkos, nur viel höher und spektakulärer. Du kannst über den Tizi n`Tichka fahren, zurzeit – Stand 2018 –  eine einzige große Baustelle. Oder du fährst über den Tizi n’Test. Eine spektakuläre Strecke mit teilweise noch ein wenig Pistencharakter, aber mit normalem Leihwagen machbar.

Zurück zum Toubkal Trekking. Sehr eindrucksvoll ist diese Variante:

Erst etwas Kunst und Kultur: Du besuchst Anima, den Garten von Andre Heller. Von hier fährst du durch das sehenswerte Ourika-Tal rüber nach Imlil. In Imlil gibt es jede Klasse von Hotel. Solltest du aber eine Trekking-Tour machen, sind die Übernachtungen auf der Tour seeehr einfach. Am günstigsten ist es, sich direkt im Bergführerbüro in Imlil eine Tour zusammenzustellen, das kann eine Wanderung durch Seitentäler auf etwa 2500 m Höhe sein. Angeboten wird aber auch die Gipfelbesteigung des Djebel Toubkal. Sinnvollerweise hast du für so etwas einen kleinen Rucksack und passende Kleidung dabei. Sonstiges Equipment kann man vor Ort leihen. Und nach diesem kleinen Abenteuer fährst du über den Tizi n’Test weiter nach Süden.

3 Highlights in 4-5 Tagen. Schon jetzt wirst du glücklich sein.

Marokko Tipp 3:

Essaouira

Wer hat nicht schon die blauen Fischerboote gesehen, eines der marokkanischen Postkarten-Motive. In Essaouira kannst du in einer modernen Bar Lounge sitzen, vor dir den Strand und die Surfer oder das Geschehen von der Dachterrasse eines hippen Straßencafés in der Medina beobachten. Vorher hast du den Hafen mit seinen Fischerbooten angeschaut und die Unmengen an Möwen bestaunt und später bist du gemütlich durch die Medina gebummelt. Zum Abendessen suchst du dir direkt am Hafen fangfrisches Seafood aus und lässt es dir gegrillt mit Pommes und einem Salat marrocaine servieren.

Wer will, stellt sein Auto auf einen bewachten Parkplatz am Hafen und übernachtet in einem Riad in der Medina. In der Umgebung kauft ihr Arganöl direkt bei einer Frauenkooperative und auch ein Weingut – ja ihr habt richtig gelesen – gibt es nicht weit entfernt.

Marokko Tipp 4:

Aït-Ben-Haddou

Aït-Ben-Haddou ist ein sogenanntes Ksar,  ein Lehmziegeldorf, das aus mehreren eng aneinander gebauten und teilweise ineinander verschachtelten Wohnburgen besteht. Bekannt deswegen, weil es bereits als Filmkulisse für unzählige Historienfilme diente. Das erste Mal bereits 1970 für den Film Jesus von Nazareth teilrestauriert. Auf jeden Fall sehr sehenswert. Es ist immer noch von einigen Familien bewohnt und wird inzwischen auch weiter restauriert. Früher diente Aït-Ben-Haddou als Durchgangslager für die Karawanen von Timbuktu nach Marrakesch. In Ait Ben Haddou gibt es kompetente Führungen.

Übernachten kann man fußläufig z.B. im Dar Mouna. Das gemütliche Haus hat eine tolle Terrasse direkt mit Blick auf das Ksar (siehe Foto) .Wenn die schönen Fotomotive in der Abendsonne im Kasten sind, wartet hier eine leckere Tajine zum Abendessen. Und man kann z.B. auch mal einen marrokanischen Weißwein probieren.

 

Lucky Ways -Tipp:

Wer über den Tizi n’Test kommt, muss jetzt etwas nach Osten. Es bietet sich unterwegs die Gelegenheit, in Taliouine direkt im Anbaugebiet echten Safran zu kaufen.

45 km durch das Ounila-Tal über Telouet und Tamdakht nach Aït-Ben-Haddou:
Wer über den Tizi n’Tizka fährt, sollte direkt nach dem Paß nach Telouet abbiegen und sich das wunderschöne Hinterland bis Aït-Ben-Haddou nicht entgehen lassen. Inzwischen ist das eine geteerte Straße und mit dem Leihwagen gut befahrbar.

Für Filmfreunde: In Ouarzazate nicht weit entfernt kann man beide Filmstudios besuchen.  

 

Marokko – Tipp 5

Paradise Valley

Es gibt noch eine dritte Möglichkeit, in den Süden zu kommen, entlang am Atlantik in Richtung Agadir. Wer das raue Klima des Atlantiks liebt, sich gerne an Surfern erfreut oder es selbst mal probieren möchte, wer es mag, wenn sich spektakuläre Wellen an bizarren Felsformationen brechen, der ist hier richtig. Schon in den 70er Jahren haben Mick Jagger, Bob Marley und Co. das Paradise Valley für sich entdeckt und hier viel Zeit verbracht. Heute ist es eine schöne Tagesrundtour nordöstlich von Agadir. Auf dieser Strecke gibt es auch einen sehenswerten Wasserfall. Meist hat er nur im Februar nach der Schneeschmelze Wasser. Aber auch ohne Wasser ist dieser Ort interessant. Der grandiose Felsen heißt dann der Brautschleier und mutige Marokkaner springen hier 45 m in die Tiefe in ein natürliches Wasserbecken.

Übrigens, wenn dich Marokko als Land nicht großartig interessiert, dann buche deinen Flug nach Agadir (Hier findest du günstige Flüge und Hotels!*), miete dich in eines der Strandhotels ein und genieße eine Woche am Strand und die sonst sich auf europäischem Niveau bewegende Stadt mit ihrem City- und Nightlife.

Agadir ist so beliebt, weil das Klima sehr konstant ist und die Temperaturen sich meist zwischen angenehmen 25-30 Grad bewegen. Aus diesem Grund ist es auch die Gegend der Wohnmobil-Rentner, die hier mehrere Monate überwintern und entsprechend ihren Platz und ihren „Vorgarten“ gestaltet haben. Natürlich hat auch jedes Wohnmobil eine Sat-Schüssel mit Fernsehempfang in jeweiliger Landessprache. Fährst du durch das Paradise Valley, dann kannst du Agadir über kleine Strecken durch wunderschöne Berglandschaft großzügig umfahren.

Marokko – Tipp 6

Mandelblüte in Tafraoute, Painted Rocks, Igmir-Schlucht, Mansour-Schlucht

Wenn du die Route über den Tizi n´Test oder entlang des Atlantiks nach Süden nimmst, dann lohnt es sich, Tafraoute und sein Umland anzuschauen. Tafraoute ist am schönsten zur Zeit der Mandelblüte, also im Februar/März. Aber auch sonst ist das Mandeltal eine schöne Landschaft. Hier musst du deshalb mit Reisebustourismus von Agadir aus rechnen.

Kurz hinter Tafraoute machst du einen Abstecher zu den Painted Rocks. Hier hat sich der belgische Künstler Jean Veran ein Denkmal gesetzt. Das Ganze nennt man Land Art. Mit dem Leihwagen kommt man hin und kann dann die schöne Gegend weiter zu Fuß erkunden oder ein bisschen in den Felsen herumklettern, mit dem 4x4 gibt es eine tolle Strecke von etwa 30 Minuten durch diese bizarre Felslandschaft.

Anschließend fährst du durch die Mansourschlucht oder durch die Igmirschlucht weiter Richtung Süden. Was früher den Offroadern vorbehalten war, ist heute eine überwiegend gut geteerte Straße. Landschaftlich absolut grandios, also viel Zeit für Fotos einrechnen.

Marokko – Tipp 7

Foum Zguid – ein Tor zur Wüste

Wir lieben Foum Zguid, weil die Stadt so schön lässig ist. Alles ist irgendwie easy going. Hier lernten wir Mustapha kennen, der uns unterhaltsam beibrachte, wie man einen Turban bindet. Willst du in die Wüste, dann brauchst du einen, nicht nur gegen Sonne sondern vor allem gegen Wind. Stehst du nicht auf Turban, ist vielleicht ein Buff (oder zwei) eine Alternative. Das solltest du dann dabeihaben. Mustapha organisiert individuelle Touren, mit oder ohne Dromedar, in die Wüste. Informieren kannst du dich hier: Desertsland

Perfekt übernachten kannst du im Hotel Bab Rimal. Ein Kashbah Hotel mit kleinen Bungalows auf dem Gelände und einem großartigen Swimmingpool, der ein, zwei Tage zum Relaxen einlädt. Bari und Naji, die Besitzer nehmen dich auch gerne mit in ihr Wüstencamp und organisieren dir einen unvergesslichen Sonnenuntergang auf einer großen Düne im Erg Chegaga.

Dieses schöne Wüstencamp wird organisiert von Wild Morocco.

Marokko – Tipp 9

Erg Chebbi oder Erg Chegaga

Erg Chebbi hat die höchste Düne Marokkos mit etwa 150 m Höhe, Erg Chegaga ist das größte zusammenhängende Wüstenareal Marokkos. Die Dünen erreichen hier etwa 80 – 100m Höhe. Natürlich ist es ein wunderschönes Erlebnis, früh morgens auf Erg Chebbis höchster Düne zu sitzen und etwas zu meditieren. Zu unserer Reisezeit ging das, in der Hochsaison wirst du dir den Platz auf Erg Chebbi mit anderen Touristen teilen. Merzouga, der Ort an der Düne, ist sehr touristisch und die Wahrscheinlichkeit, hier viele, besonders asiatische Nationalitäten zu treffen, steigt ab April sehr stark an. Dazu kommen dann noch die ganzen Quad-Fahrer, die auch ihren Spaß haben wollen. Auch liegt Erg Chebbi weit im Osten.

Wir persönlich empfehlen Erg Chegaga. Nur weil die Dünen etwas weniger hoch sind, ist das Wüstenerlebnis nicht unspektakulärer. Die Wahrscheinlichkeit, einen idyllischen Platz zum Genießen zu finden ist deutlich höher, denn hier verläuft sich alles ein bisschen. In beiden Fällen kann man sich eine Tour mit dem Dromedar dazu buchen. Wer die Erfahrung machen möchte, es sind sehr kontemplative 2 Stunden bis zum Wüstencamp.

 

Lucky Ways -Tipp:

Nach Erg Chebbi über die Straße der Kashbahs:
Wenn du gerne nach Erg Chebbi möchtest, kannst du dir eine schöne Tour organisieren, indem du von Ouarzazate die Straße der Kashbahs in Richtung Errachidia fährst (N10) und dann weiter nach Merzouga.

Unter dem Namen „Straße der 1.000 Kasbahs“ ist das Valleé du Dades zwischen Ouarzazate und Errachidia berühmt geworden. Oasengärten sind üppig grün. Die umliegenden Berge schimmern in Rot- und Brauntönen. All das verschmilzt mit den archaischen Formen der jahrhundertealten Lehmburgen zu Bildern einzigartiger Schönheit. Auf diesem Weg liegen eine Menge sehenswerter Highlights. Neben dem Dades-Tal an sich die Todra-Schlucht, das Valleé des Roses (Rosenwasser kaufen nicht vergessen) und die sehr sehenswerte Kashbah Amerhidil in Skoura.

 

Marokko – Tipp 10

Die Königsstädte Rabat, Meknes und Fes

Die vierte ist Marrakesch, siehe Tipp 1. Marokko ist eine tolle Mischung aus grandioser Landschaft, Berge, Meer und Wüste und der Kultur in den Städten. Um das Land in seiner vollen Schönheit und Sinnlichkeit zu erfahren, musst du beides gesehen haben. Wem die Medina von Marrakesch für den Einstieg zu anstrengend ist, der beginne in Rabat, der heutigen Hauptstadt. Die Stadt begegnet dir sauber und gepflegt und in den Souks der Medina geht alles sehr harmonisch zu. Touristen werden weitgehend zufriedengelassen.

Alle 3 Königsstädte sind von Marrakesch über die Autobahn sehr schnell zu erreichen, sodass auch der Norden des Landes bei der Reiseplanung mit einbezogen werden kann. Wir verzichten hier auf die Nennung der vielen Sehenswürdigkeiten. Sie werden in den Reiseführern ausführlich beschrieben. Bei Meknes kannst du dir zusätzlich noch die römischen Ruinen von Volubilis anschauen, seit 1997 Unesco Weltkulturerbe. Wenn du ein Gerberviertel sehen willst, schau es dir in Fes an, aus unserer Sicht das schönste.

 

 

Lucky Ways -Tipp:

Die Medina von Fes ist sehr unübersichtlich. Wir haben hier das Geld für einen deutschsprachigen Führer investiert. Wir waren mit Mohamed Laasri, einem promovierten Germanisten, sehr zufrieden. Die 500 Dh, etwa 45 €, für 4 Stunden waren gut investiert. Wir hatten ihn für uns allein und konnten sehr gut absprechen, was wir sehen wollten und was nicht.

Mohamed Laasri Mobil: 0675 33 06 55

 

Zusammenfassung:

Unsere 10 Tipps beschreiben Reisebausteine, die du dir zu einer individuellen Tour zusammenstellen kannst. Alle sind lohnenswert und sehenswert und je nach deinen persönlichen Vorlieben kannst du bzw. musst du sogar einfach Schwerpunkte setzen. Willst du ausführlich die Königsstädte besichtigen, kommt der Süden ganz sicher zu kurz. Oder umgekehrt. Du hast die Qual der Wahl. Unser ganz persönliches Highlight war ganz sicher die Faszination der Wüste. Das empfehlen wir dir deshalb unbedingt. Darüber hinaus gibt es noch so viel mehr in Marokko zu sehen und zu entdecken. Wir werden noch detaillierter über unsere Reise berichten. Jetzt sind wir gespannt auf deine Erfahrungen.

Warst du schon mal in Marokko?

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Akka Nait Sidi – Marokko Desert Camp in spektakulärer Umgebung

Akka Nait Sidi – Marokko Desert Camp in spektakulärer Umgebung

Akka Nait Sidi – Desert Camp in spektakulärer Umgebung

Wir sind im Süden Marokkos unterwegs und fahren von Tata in Richtung Foum Zguid. Die letzten Tage waren wir Offroad unterwegs. Es ging durch atemberaubende einsame Landschaften.  Die letzte Nacht verbrachten wir unvorhergesehen inmitten von Mandelbäumen, nachdem sich die von uns gewählte Piste als Sackgasse erwies. Und nun die gut ausgebaute N12. Sie kommt uns wie ein Fremdkörper vor. Dunkel und schnurgerade zerschneidet sie die ockerfarbene Wüste. Dafür kommen wir schnell voran.

Nachdem wir uns in Tata auf dem sonntäglichen Markt mit superfrischem Fladenbrot und verschiedenem Obst und Gemüse eingedeckt hatten, sind wir erneut auf der Suche nach einem Stellplatz in the Middle of Nowhere.

Wir lesen im Marokko Reiseführer von Erika und Astrid Därr aus dem Reise Know How Verlag über das Dörfchen Akka Nait Sidi kurz vor Tissint.  Dort in der Nähe soll es ein Wüstencamp geben. Gegen 15 Uhr, bei gleißender Sonne kommen wir im Dörfchen an und überqueren die Betonbrücke über ein Oued, die Bezeichnung für ein normalerweise ausgetrocknetes Flussbett. Doch dieses Oued führt jetzt im Winter genug Wasser, sodass die Frauen des Dorfes ihre Teppiche waschen können.

Das Dorf Akka Nait Sidi in Marokko

Es ist beschaulich, die Sonne scheint, ein Reiher steht im hohen Gras, ein Ochse im flachen Wasser und entlang des Oueds säumen tausende von Palmen die Straße.

Das Dorf Akka Nait Sidi selbst liegt etwas höher, eine ruppige, schmale Piste führt hinauf, entlang einem steilen Abhang. Für normale Pkws gerade so machbar, allerdings nichts für schwache Nerven.

Im Dorf ist es menschenleer, kein Wunder bei der Hitze. Lediglich an einem Gebäude arbeiten zwei Männer, einer davon kommt auf uns zu und fragt, ob wir vorhin angerufen hätten, wegen des Camps.

Mohamed, der Leiter des Wüstencamps, wie wir später erfahren.

Wo ist das Desert Camp?

Wir wissen, dass das Desert Camp nur auf Voranmeldung zu nutzen ist und fragen höflich, ob wir vielleicht uns dort irgendwo hinstellen könnten. Nur für diese Nacht. Mohamed gibt uns die Erlaubnis und wir fahren die letzten drei Kilometer über die Piste.

Doch wo ist das Desert Camp? Weit und breit nur Sand und Felsen. Und ein alter Turm. Das Rätsel löst sich, als wir über einen Felsen blicken. In der Ebene unter uns liegen vierzehn Beduinenzelte. Ein herrlicher Duft nach Tajine steigt uns in die Nase.

Das Desert Camp Akka Nait Sidi lässt keinen Komfort vermissen

Wir steigen die in den Fels gehauenen Treppen hinunter und finden uns in einem Camp der besonderen Art wieder. Zusätzlich zu den Zelten gibt es ein Sanitärgebäude, das Duschen und Toiletten beherbergt. Inmitten des Platzes steht ein großes Restaurantzelt, davor einladende Sitzgelegenheiten mit Kissen und Teppichen.

Der verlockende Duft kommt aus einem weiteren, in den Stein gehauenen Gebäude, in dem sich die Küche befindet. Dort kochen mehrere Frauen unter Gelächter das Abendessen für heute Abend vor, eben die lecker duftende Tajine. Denn Mohamed und seine Mitarbeiter erwarten heute Abend mehr als 20 Gäste im Bivouac.

Wir schauen uns um, alles ist äußerst geschmackvoll eingerichtet. Ob die Duschen, die Toiletten oder das Restaurantzelt. Nicht bunt und überladen, sondern harmonisch und mit viel natürlichen Baumaterialien. Und, wir wollen es ausdrücklich erwähnen, die Sanitärräume sind extrem sauber. Da kennen wir mittlerweile leider andere.

 Ein toller Stellplatz in der Nähe des Desert Camps

Wir suchen uns nun auf der Hochebene etwas entfernt vom Desert Camp unseren Platz für die Nacht und richten den Wagen nach Norden aus. Die Markise zeigt gegen Westen, zum Sonnenuntergang, der Zelteingang nach Osten, um die Morgensonne gleich nach dem Wachwerden einzufangen.

Während ich das Abendessen zubereite, fotografiert Bruno die grandiose Landschaft um uns herum. Wir sitzen lange eingemummelt in unseren Decken und schauen in den unglaublichen Sternenhimmel. Ab und zu fliegt eine Sternschnuppe vorbei, die Chance, sich etwas zu wünschen. Sprächen wir unsere Gedanken aus, wären sie das Einzige, was wir hören könnten. Ansonsten ist es vollkommen still.

Sternenhimmel in der Wüste Marokkos

In dieser Nacht entstehen unsere ersten Nachtfotos mit beleuchtetem Auto, unter dem gigantischen Sternenhimmel Nordafrikas.

Informationen zum Desert Camp Akka Nait Sidi

Das Desert Camp Akka Nait Sidi liegt in Süd-Marokko unmittelbar bei Tissint. Es wird umgeben von den Orten Foum Zguid, Tlit, Aguinane und Tata. Im Süden kommt recht bald die algerische Grenze.

Tissint und Foum Zguid sind wichtige Verbindungspunkte der Provinzen Marrakesch, Ouarzazate, Taroudant and Agadir.

Der Franzose Patrick Simon führt das Desert Camp Akka Nait Sidi, das Gasthaus Chez Lahcen im gleichen Ort und das sehr sehenswerte, gemütliche Gasthaus Dar Infiniane in Tata.

 

Lucky Ways – Tipp:

Desert Camp Akka Nait Sidi

Buchbar ab 4 Personen

Ansprechpartner Mohamed

Mobil: + 212 676 05 05 17

Tel:       +212 528 802 104

Fax :     +212.528 802 408

E-Mail Booking: campakkanaitsidi.resa@gmail.com

Email Manager: patricksimon@cans-akkanaitsidi.net

www.cans-akkanaitsidi.net

 

GPS: Desert Camp 29.925546, -7.344161 oder 29°55’31.96‘‘ N, 07°20’38,98‘‘ W

 

 

Lucky Ways – Tipps:*

Lucky-Ways Tipp Reiseführer Marokko

Marokko, Astrid Därr, Erika Därr, 13. Auflage 2016

Südmarokko mit Marrakesch und Agadir, Astrid Därr, Erika Därr 7. Auflage 2015.

City Trip Marrakesch, Astrid Därr, Reihe Reise Know How, 7. Auflage 2017

City Trip Tanger-Asilah-Tetuan, Astrid Därr, Reihe Reise Know How, 1. Auflage 2014

Lucky Ways Tipp – Abenteuerreisen

Irgendwann erwischt’s dich dann! , Klaus Därr, 1. Auflage 2015.

Marokko ist ein Traum

Freut euch auf den nächsten Artikel.

 

Warst du auch schon einmal im Süden Marokkos unterwegs? Vielleicht sogar in der Wüste?

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Il Maresciallo – Agricampeggio in Kalabrien

Il Maresciallo – Agricampeggio in Kalabrien

Il Maresciallo – ein Agriturismo in Kalabrien

Heute mittag werden wir überraschenderweise in Il Maresciallo sein, einem Agriturismo in Italien, genauer in Kalabrien. Doch nicht so schnell. Unser Startpunkt heute ist Crotone an Kalabriens Adriaküste. Viele von euch kennen sich in Italien gut aus. Doch wer von euch kennt diese Gegend soweit im Süden? Könnte man über die Adria schauen, sähe man Korfu und die Grenze zwischen Albanien und Griechenland. Alle Autobahnen sind weit weg. Wir fahren gemütlich entlang der Küste Richtung Norden und wann immer möglich benutzen wir die kleinen weißen Straßen auf unserer Michelin-Karte, die oft ganz direkt am Meer entlang führen. Hier und da halten wir, trinken einen Espresso und genießen diesen wunderbaren, warmen und wolkenlosen Tag.

Irgendwann unterwegs im Niemandsland kommt es, das Hungergefühl. Das bedeutet dann, abbiegen und einen schönen Picknickplatz direkt am Wasser suchen. Denn wir wollen Meerblick beim Essen und vielleicht sogar Sand unter den Füßen spüren. Von diesem Ziel waren wir etwa noch 500 m entfernt, als wir ein Hinweisschild sahen:

 

Agriturismo Il Maresciallo

Spontan fahren wir hin. Denn ein Agriturismo hier im Süden verspricht nach unserer Erfahrung oft eine Stellplatzmöglichkeit oder gar gute Produkte, die man direkt ab Hof kaufen kann. Und so stehen wir wenige Minuten später auf der kleinen Farm von Giuseppe.

Im ersten Moment scheint niemand da zu sein. Es gibt einen kleinen Olivenhain mit tatsächlich ein paar Stellplätzen für Wohnmobile. Eines steht sogar dort und ein Biker hat sich mit seiner Harley auch hierher verirrt. Im Eingangsbereich steht ein größeres Haus, dem sich ein wunderschöner Sitzbereich angliedert. Es wirkt wie ein Restaurant, sehr schön gestaltet mit Sitzgruppen aus Holz unter einem Laubdach aus Weinreben. Wir waren sprachlos. Gerade erst staubte unser Geländewagen über karge Pisten in ebenso trockener Landschaft und jetzt das hier. Das Gelände wirkte wie eine Oase in der Wüste.

Giuseppe Fazio

Ein Traktor kommt um die Ecke. Ein freundlicher Süditaliener begrüßt uns mit breitem Grinsen. Wir haben Glück, Giuseppe spricht ein bisschen Englisch, was selten vorkommt in dieser Gegend. Sagen wir Giuseppe spricht etwa so gut Englisch wie wir Italienisch, doch ihr glaubt nicht, wie gut man sich unterhalten kann, wenn man noch Hände und Füße dazu nimmt. Als erstes führt uns Giuseppe zu einem Baum in der Nähe, an dem große dunkle wie riesige Brombeeren aussehende Früchte hängen und lädt uns zum Probieren ein. Es ist ein Maulbeerbaum. Mit zunehmender Verzückung verfärben sich unsere Finger und Giuseppe nimmt das zum Anlass kurz zu verschwinden. Zurück kommt er mit einem Glas frischer Maulbeermarmelade. Dreimal dürft ihr raten, ob das die Reise überlebt hat.

Azienda Agrituristica Biologica Il Maresciallo

Hört sich gut an oder? So steht es auf Giuseppes Flyer, den er uns später noch mitgibt. Und sein Slogan:

La nostra unica partner: Madre Natura!

I prodotti tipici locali biologici preparati con tutto quello che la terra offre

Was das bedeutet, zeigt er uns anschließend: seinen großen Gemüsegarten. Hier ist wirklich alles Bio. Je mehr wir uns für seinen Garten begeistern, desto mehr fängt Giuseppe an zu ernten. Wir bekommen die größten und aromatischsten Gemüsezwiebeln, Auberginen, Tomaten und sogar ein paar ungespritzte Orangen. Der Geruch in unserem Auto wird uns noch lange an diesen Besuch erinnern. Eine Gemüsezwiebel, zumindest ein süditalienische, kann bis zu 1 kg schwer werden, schwärmt Giuseppe. Die Kartoffeln lehnen wir dann dankend ab. Die Kapazitätsgrenze unseres Autos an Proviant ist langsam erreicht.

Natürlich gibt es außer Gemüse eigenen Wein, Orangen und Olivenöl und natürlich selbstgemachte Marmeladen. Wer hierher kommt, sollte also ein bisschen Kleingeld mitbringen.

Die traditionelle Küche Kalabriens auf Il Maresciallo

Wenn ihr glaubt, das war jetzt alles, weit gefehlt. Als wir erwähnten, dass wir ja ursprünglich nur einen Picknickplatz für unsere Mittagspause suchten, lud uns Giuseppe sofort ein, doch den herrlichen Freisitz seines kleinen Ristoros, wie er es nennt, zu benutzen. So entstand noch eine herrliche und unterhaltsame Siesta. Wir deckten den Tisch mit Salami, Brot und Oliven und Giuseppe spendierte einen halben Liter Vino Rosso della Casa dazu.

Im Gespräch erschloss sich jetzt so langsam die Dimension dieser schönen Oase im Niemandsland Kalabriens. Tatsächlich sitzen wir hier in einem Restaurant, in dem es genauso Bio und alles frisch zubereitet traditionelle landestypische Küche gibt. Wir sind in einem Familienbetrieb und das Restaurant ist das Refugium der Ehefrau und der Mutter. Leider, leider nur am Wochenende geöffnet. Hier hätten wir uns zu gerne mal einen Abend verwöhnen lassen.

Hier ein Auszug aus der Speisekarte, in Italienisch klingt das besser als deutsche Übersetzungen wie z.B. Sardellensalat oder Karottenfleisch:

„Da non perdere sono i nostri piatti tipici come le melanzane ripiene alla cariatese, i ricchi piatti delle paste fatta in casa, la soppressata (salame calabrese  stagionato di forma schiacciata), la sardella salata, la pitta ccù ri jiti, le olive alla cebere e infine per chi ama l’insolito si consiglia di scegliere la carne alla carriola.“

Il Maresciallo ist auch ein schöner Agricampeggio

Neben ein paar Zimmern im Haus ist der Platz unter den steinalten Olivenbäumen tatsächlich eingerichtet mit Strom für Camper, Wohnmobile oder Geländewagen mit Dachzelt. Giuseppe zeigt uns auch noch einen supersauberen Sanitärraum mit zwei warmen Duschen und Möglichkeiten zum Geschirrspülen. Wenn wir nicht andere Pläne hätten, würden wir jetzt hier glatt stehen bleiben. 

 

Lucky Ways – Begriffe:

Agriturismo in Italien ist vergleichbar mit Ferien auf dem Bauernhof, einem Landgut oder Weingut. Ein Agriturismo bietet mehrere Zimmer an, in der Regel mit Frühstück, oft auch mit Halb- oder Vollpension. Dann gehört meistens auch ein Restaurant oder in Italienisch Ristorante oder Ristoro mit dazu. Die eigenen Produkte stehen überwiegend auch zum Verkauf ab Hof.

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Wenn, so wie hier auch Plätze für Camper, Wohnmobile, Biker oder Zelte, natürlich auch Dachzelte vorhanden sind, nennen es die italiener Agricampeggio, in Deutsch also eine Form von Camping oder angegliedertem Campingplatz. So ein Stellplatz hat oft eine Stromversorgung und einen Sanitärraum mit ein bis zwei Duschen
und Toiletten.

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Zum Meer und den endlos schönen Stränden sind es von hier etwa 500 Meter. Und wie uns Giuseppe noch erzählt, sind die Strände so lang und einsam, dass sogar Reiter hier ausgiebig auf ihre Kosten kommen. Und wer lieber wandern will, der fährt ca. 80 km und ist mitten im Sila Nationalpark.

Für eine Nacht auf dem Platz würden wir zu zweit mit Geländewagen und Dachzelt 15 € bezahlen. Das ist natürlich der Preis für die Nebensaison. Ich finde, da kann man nichts sagen.

Wo sind wir eigentlich?
Wie erreicht man Il Maresciallo?

Erst später schauen wir auf die Karte und stellen fest, wir befinden uns ein paar km vor einem kleinen Ort namens Cariati. Crotone, die nächst größere Stadt liegt etwa 60 km hinter uns. Autobahnen sind weit weg und der nächste Flughafen ist Lamezia Terme Airport etwa 150 km entfernt. Alles klar? Die beste Reiseform, um hierher zu kommen, ist somit der Geländewagen mit Dachzelt, ok ein normales Auto, ein Mietwagen oder ein Camper tut’s auch.

Wir geben euch daher am besten die Koordinaten:

 

Lucky Ways – Tipp:

Azienda Agrituristica Biologica di Giuseppe Fazio

Villari Cariati Marina – Italien

Tel.: +39 0983 91416 oder mobil 339.3503148

Koordinaten: 39°28’42.3″N 17°00’33.6″E

Wer möchte kann sich zur Musik von Van Morrison – Into the mystic hier inspirieren lassen.

 

Nach unserer ausgedehnten Mittagspause verabschieden wir uns von Giuseppe als wären wir bereits alte Freunde. Und wir versprechen ihm, wiederzukommen, wann immer wir wieder in Kalabrien sind.

Ein schönes Erlebnis – ein schöner Tag – eine tolle Bekanntschaft wieder einmal mit einem interessanten und zuvorkommenden Süditaliener – la dolce Vita.

Italien im Mai – ein Rausch der Sinne

Hier geht es zur Übersicht zu unserem Roadtrip Italien. Wir sind sehr interessanten Menschen begegnet und haben schöne und besuchenswerte Locations gefunden, Orte die uns inspiriert haben und die wir gerne empfehlen.

Warst du auch schon einmal in Kalabrien unterwegs?

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3 Lieblings-Reiseziele in Italien – die Qual der Wahl

3 Lieblings-Reiseziele in Italien – die Qual der Wahl

Unsere 3 Lieblingsziele in Italien

In Italien 3 Lieblingsziele auswählen – geht das?

Alle die uns kennen, wissen es. Wir können täglich auf Instagram posten und auf dem Blog einen Artikel nach dem anderen schreiben, der Gesprächsstoff über Italien und auch das Fotomaterial gehen nicht aus. Dann postest du irgendetwas über Italien in verschiedenen Facebookgruppen und plötzlich merkst du, du bist genau mit dem Thema überhaupt nicht allein.

So landete ich bei einem Blogpost mit der Headline

 „2×3 Traum-Reiseziele in Italien: Wo ich unbedingt (noch) mal hin will!“

und tauchte wieder mal ein in dieses schöne Land. Ilona vom Blog Wandernd beschreibt sich als italienverliebte Bloggerin und mit ihrem Artikel nimmt sie teil an einer Blogparade von Julia. Julias Blog wiederum dreht sich nur um das Thema Italien. Was liegt also näher als auch an ihrer Blogparade teilzunehmen, wo wir doch gerade so einen fantastischen Roadtrip durch Italien hinter uns haben. Deadline ist wann? Morgen. Na dann los.

Sich auf 3 Ziele in Italien zu einigen ist schwer

Wir waren schon oft in Italien mit ganz unterschiedlichen Zielen und Zielsetzungen und damit reisten wir auch auf ganz unterschiedliche Art und Weise. Der Lago Maggiore entwickelte sich zu unserem Lieblingssee. Da sind wir gerne chic und mit dem Cabrio unterwegs. Unsere Wanderziele waren bisher die Dolomiten, das Val Grande oder die Cinque Terre. Das hat dann eher rustikalen Charakter. Um Zeit für Florenz zu haben, buchst du eher eine Ferienwohnung in der Nähe. Da hätten wir bereits 3 tolle Ziele, wenn da nicht noch unser Roadtrip wäre. Mit Geländewagen und Dachzelt fuhren wir durch ganz Italien, umrundeten Sizilien und ließen uns dazu 5 Wochen Zeit.

Eine Übersicht unserer Reise und eine Zusammenfassung unserer Eindrücke schildern wir in

Italien im Mai – ein Rausch der Sinne

Allein zu Sizilien gab es so viel zu berichten, dass es insgesamt vier Artikel geworden sind:

Roadtrip Italien – Rund um Sizilien – Teil 1, Teil2, Teil3, Teil4

Ihr könnt euch vorstellen, wieviel es noch über den weiteren Roadtrip Italien zu schreiben gibt.

 

Venedig – Canale Grande

Insofern können wir als Fazit vorwegnehmen. Eine Auswahl von drei Zielen wird Italien niemals gerecht. Schon Dagmar und ich waren uns nicht einig. Ich fragte so ganz beiläufig:

Dagmar, was waren eigentlich deine 3 Lieblingsziele in Italien?

Die Antworten:

Syrakus, Pompeji, Ostuni

Und warum?

„In Ostuni hat mich das Weiß der Stadt und ihr Flair unheimlich fasziniert. Pompeji ist einfach ein unglaublicher Kulturschatz und Syrakus hat mit seiner Altstadt Ortygia nicht nur Sehenswürdigkeiten und Kunstschätze, sondern lädt mit seinem Citylife unheimlich zum Wohlfühlen ein“

Und bei dir Bruno, was waren deine 3 Lieblingsorte?

Ich überlegte kurz, worauf ich mich festlegen sollte und sagte: „Bei mir sind es Regionen und Städte. Bei Syrakus würde ich zustimmen. Dennoch ist Sizilien insgesamt so schön gewesen, dass ich eher Sizilien als Region nennen würde. Ein besonderes Highlight wäre für mich die Gegend um San Vito Lo Capo mit dem Zingaro Nationalpark. Auch Ostuni ist klasse, aber Apulien als Ganzes so sehenswert, dass ich die Weiße Stadt nicht einzeln herausgreifen würde. Als Städte wären für mich die Highlights ganz klar Venedig und unheimlich begeistert hat mich Perugia mit dem Charme dieser unglaublichen Altstadt.“

Ihr seht, noch nicht mal wir kamen auf einen gemeinsamen Nenner.

Da wir zu Sizilien schon ausführlich berichtet haben, greife ich diese drei Highlights ohne Rangfolge heraus:

Perugia – historische Altstadt

Venedig

Venedig ist einfach eine Perle. Viele lassen sich gerne von den Touristenmassen abschrecken. Wir sagen, blende sie einfach aus. Oder mach es wie wir. Wir sind in den frühen Morgenstunden oder am sehr späten Abend in der Stadt. Wenn du Glück hast, hast du die Rialtobrücke für dich allein. Wenn du deinen Espresso nicht gerade im Café Florian trinken willst, sondern es machst wie die Italiener, in einer Bar etwas abseits im Stehen, bekommst du ihn auch für einen Euro. So ist es auch mit schönen Restaurants und diesen idyllischen versteckten Plätzen, die du findest, wenn du dich etwas abseits der Touristenströme bewegst. Wir nehmen gerne ein Taxiboot und besuchen auch die umliegenden sehr sehenswerten Orte wie z. B. das wunderschöne Burano. Und natürlich nicht zu vergessen , die fantastischen Sonnenuntergänge über der Lagune.

Perugia

Quartiere dich ein am Lago di Trasimeno und besuche von dort aus Perugia, eine der schönsten Städte in Italien. Das mittelalterliche Perugia mit seinen verwinkelten Gassen, schmalen Treppen, Brunnen, und Rundbögen liegt auf einem sanften Hügel. Von dem hast du einen grandiosen Blick über die umliegenden Berge, den Lago di Trasimeno und das fruchtbare Tibertal. Die Altstadt ist autofrei. Ein Straßencafé reiht sich an das andere. Hier sollst du angeblich die schönsten Frauen Italiens sehen können. Wir probierten es aus bei Aperol und Fingerfood. Tatsache ist, durch die etwa 6000 internationalen Studenten hat Perugia ein unheimlich buntes Stadtleben ganz unterschiedlicher Nationalitäten.

Apulien

Ganz klar, die weiße Stadt Ostuni ist unheimlich schön. Wir werden auch nicht vergessen, wie wir mit unserem Geländewagen durch diese schmalen Gassen zirkelten. Aber neben Ostuni hat Apulien mit der Trullistadt Alberobello ein weiteres Highlight zu bieten. Auch siehst du nirgends so viel alte Olivenbäume wie in dieser Region Italiens. So ist es naheliegend neben dem ausgesprochen guten Wein auch Olivenöl zu verkosten und sich mit Vorrat einzudecken. Apulien hat neben seinen tollen und in unserer Reisezeit im Mai sehr leeren Stränden ein wunderschönes Hinterland zu bieten und mit dem Nationalpark Gargano auch ein noch sehr ursprüngliche Wanderregion.

Ostuni – die weiß Stadt

Welche 3 Ziele in Italien wollen wir noch sehen?

Ganz klar Rom

Rom haben wir bei unserer Reiseform mit Geländewagen und Dachzelt ausgeklammert. Rom wäre für uns ein Citytrip. Wir würden ein AirBnB mieten, vermutlich hinfliegen und uns dann ganz in Ruhe die Stadt ansehen. Und uns vor allem Zeit dabei lassen.

Ganz klar Palermo

Auch diese Stadt bereist man am besten, indem man fliegt und sich direkt in der City ein Hotel nimmt oder ein AirBnB mietet. Hierzu hat Barbara Riedel vom Reiseblog Barbaralicious gerade vor kurzem einen Gastartikel geschrieben und wertvolle Tipps zu Palermo gegeben.

Palermo – Siziliens Alternative für digitale Nomaden

Palermo hat so viele Sehenswürdigkeiten und Kulturschätze, dass man es einfach gesehen haben muss. Barbara gibt hier auch wertvolle Hinweise, wie man gleichzeitig neben dem Eintauchen in die Stadt auch arbeiten kann. Das kommt uns ganz besonders entgegen, weil wir immer öfter unsere Reisen deutlich verlängern, weil wir auch von unterwegs aus arbeiten.

Und natürlich ist Sizilien an sich es absolut wert, sich alles das noch anzuschauen, was wir bisher noch gar nicht gesehen haben.

Und zu guter Letzt ein Wanderziel überwiegend in Italien: Der GTA

Auf den historischen Wegen der Grande Traversata delle Alpi in ca. 60 Tagen 1000 km bis zum Mittelmeer laufen. Inspiriert durch die sehr sehenswerte Multivisionsshow von Iris Kürschner und Dieter Haas ist das etwas, was auch noch auf unserer Bucketlist steht.

Die Grande Traversata delle Alpi ist ein faszinierender Trekkingweg in den einsamen Bergen des Piemont und gilt mit als der schönste Weitwanderweg der Alpen. Die Tour führt am gesamten nordwestitalienischen Alpenbogen entlang vom Monte Rosa im Wallis bis zu den Ligurischen Alpen ans Mittelmeer. Man übernachtet in urigen familiären Hotels oder einfachen Etappenunterkünften und genießt am Abend die hervorragende Küche des Piemonts.

 

 Was sind deine Lieblingsziele in Italien?

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