Urlaub  in Marokko – die Top 10 für deinen Roadtrip

Urlaub in Marokko – die Top 10 für deinen Roadtrip

Die Top 10 für 14 Tage Urlaub als Roadtrip in Marokko

Es ist irgendwie die Quadratur des Kreises, wenn man Marokko 3 Monate bereist hat, rund 7000 km mit dem Geländewagen unterwegs war, in die hintersten Winkel des Landes vorgedrungen ist und dann, ja dann sich konzentrieren soll, auf das wirklich Sehenswerte, die Highlights Marokkos, das, was man unbedingt gesehen haben sollte. Wir machen das, indem wir an einem Roundup unserer Bloggerkollegen Gina und Marcus von 2onthego teilnehmen. Schließlich hat nicht jeder soviel Zeit wie wir. Manche wollen in ein bis zwei Wochen einen schönen Roadtrip durch Marokko machen und sich eine erlebnisreiche Tour zusammenstellen. Nun, eines ist klar. Das ist dann ein Urlaub, der wesentlich touristischer ist als unser Offroad-Abenteuer.

Wir haben den Vergleich, denn vor fünf Jahren haben wir auf ähnliche Weise den Einstieg in dieses so facettenreiche Land gefunden. Damals sind wir mit dem Leihwagen, einem Ford Focus, von Marrakesch bis nach M´Hamid in die Wüste gefahren und wieder zurück. Das Ergebnis dieser kurzen Reise war: Wir kommen wieder und dann mit dem eigenen Auto, möglichst einem Geländewagen. Daraus wurde dann unser Roadtrip mit dem Landrover Discovery mit Dachzelt.

Offroad – Die schönste Begegnung mit Marokko

Um es vorwegzunehmen, die schönste und intensivste Begegnung mit Marokko haben wir auf unseren Offroad-Touren erlebt.

Wenn du allein unter einem klaren Sternenhimmel am Feuer sitzt, wenn in der Entfernung lediglich noch Nomaden mit ihren Ziegenherden unterwegs sind, wenn du plötzlich Adler siehst oder ein Wüstenfuchs deinen Weg kreuzt, wenn die Sonne nur für dich untergeht, dann verspürst du ein unbeschreibliches Glück und verschmilzt mit einer gigantisch schönen Natur.

Wir wurden bereits gefragt, kann man solche Strecken auch mit einem normalen Auto fahren? Wir geben dazu mal folgende Orientierungshilfe: Nimm ein Michelinkarte von Marokko. Meide die Autobahnen und die rot eingezeichneten Nationalstraßen. Dann nimmt die Touristendichte schon deutlich ab. Die gelben Straßen sind meist gut befahrbar und werden auch noch von Wohnmobilen genutzt. Die kleinen weißen Straßen sind dann interessant. Diese sind oft in schlechtem Zustand mit vielen Schlaglöchern und manchmal auch nur Pisten. Aber es sind immer noch Straßen, die die Einheimischen mit ihren alten Autos benutzen. Wir sind damals solche Straßen auch mit dem Leihwagen gefahren, es geht dann halt sehr langsam voran und wird ein bisschen abenteuerlicher.

Lucky Ways -Tipp:

Buche einen Flug nach Marrakesch und einen Leihwagen und organisiere den Rest vor Ort.

Als Unterkünfte gibt es alles vom schicken Riad in der Medina von Marrakesch bis zum einfachen Guesthouse in Imlil am Djebel Toubkal. Viele Campingplätze bieten zusätzlich auch einfache Zimmer an oder du kannst im Nomadenzelt übernachten, je nach Gusto.

Gute Adressen findest du im Marokko Führer von Astrid und Erika Därr. * 

Für so einen Trip brauchst du: den gerade genannten Reiseführer. Hier sind Routen und Übernachtungsmöglichkeiten perfekt beschrieben. Eine gute Karte. Die von Michelin oder die aus dem Reise Know How Verlag. Einen gültigen Reisepass. Und sehr erleichternd wäre noch ein wenig französischer Wortschatz.

Für dein Reisegepäck nimmst du einen Tagesrucksack mit Fotoausrüstung als Handgepäck und ein zweites Gepäckstück, z.B. einen größeren Rucksack (falls Wandern, Trekking oder Wüste für dich interessant ist) oder eine Reisetasche für dein Gepäck.

Denke dran, je nach Reisezeit und Reiseziel innerhalb des Landes sind Tage in Marokko sehr warm und Nächte oft noch empfindlich kalt. Je nach Gestaltung der Reise brauchst du auch warme Sachen, Merinowäsche und evtl. einen Schlafsack, denn Zimmer sind in der Regel ohne Heizung und vielleicht willst du ja in der Wüste auch mal unter dem Sternenhimmel schlafen.

Hier findest du günstige Flüge, Hotels und Mietwagen!*

Marokko Tipp 1:

Marrakech

Es gehört zu einem Aufenthalt in Marrakesch einfach dazu, in einem Riad zu übernachten. Solltest du in deinem Wunschriad kein Zimmer mehr bekommen, was in Marokkos Hauptsaison gut möglich ist, dann versuche es über booking.com. * Die Riads dürfen nämlich ihr Kontingent bei booking.com nicht auf anderem Weg vermieten. Auf diesem Weg haben wir z.B. noch ein Zimmer im wunderschönen in der Medina in der Nähe des Bahia Palastes gelegenen MonRiad bekommen.

Besuche den großen Djemaa el Fna abends und genieße frisches Streetfood in einer der Garküchen. Streife tagsüber durch die Souks und sammle Eindrücke. Doch bedenke, dass du, je nachdem wo du noch unterwegs bist, authentischer, qualitativ besser und preisgünstiger einkaufen kannst. Chille ein wenig im Cafe des Espices oder im Cafe Clock oder oder oder…. Je nach Zeit gibt es Sehenwürdigkeiten wie den Bahia Palast, die Saadier Gräber oder den Jardin Majorelle von Yves St. Laurent. Und besuche unbedingt einen Hammam. In Marokko eine sehr schöne Erfahrung.

Marrakesch ist ein guter Ausgangspunkt, um sternförmig Touren in die Umgebung zu machen. Genügend Agenturen bieten das an. Dauer 1-3 Tage, je nachdem, was man macht.

 

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Marokko Tipp 2

Trekking am Djebel Toubkal

Wenn du willst, kannst du diesen 4000er besteigen. Aber nicht so schnell. Um nach Süden zu kommen, musst du über den Atlas, die Alpen Marokkos, nur viel höher und spektakulärer. Du kannst über den Tizi n`Tichka fahren, zurzeit – Stand 2018 –  eine einzige große Baustelle. Oder du fährst über den Tizi n’Test. Eine spektakuläre Strecke mit teilweise noch ein wenig Pistencharakter, aber mit normalem Leihwagen machbar.

Zurück zum Toubkal Trekking. Sehr eindrucksvoll ist diese Variante:

Erst etwas Kunst und Kultur: Du besuchst Anima, den Garten von Andre Heller. Von hier fährst du durch das sehenswerte Ourika-Tal rüber nach Imlil. In Imlil gibt es jede Klasse von Hotel. Solltest du aber eine Trekking-Tour machen, sind die Übernachtungen auf der Tour seeehr einfach. Am günstigsten ist es, sich direkt im Bergführerbüro in Imlil eine Tour zusammenzustellen, das kann eine Wanderung durch Seitentäler auf etwa 2500 m Höhe sein. Angeboten wird aber auch die Gipfelbesteigung des Djebel Toubkal. Sinnvollerweise hast du für so etwas einen kleinen Rucksack und passende Kleidung dabei. Sonstiges Equipment kann man vor Ort leihen. Und nach diesem kleinen Abenteuer fährst du über den Tizi n’Test weiter nach Süden.

3 Highlights in 4-5 Tagen. Schon jetzt wirst du glücklich sein.

Marokko Tipp 3:

Essaouira

Wer hat nicht schon die blauen Fischerboote gesehen, eines der marokkanischen Postkarten-Motive. In Essaouira kannst du in einer modernen Bar Lounge sitzen, vor dir den Strand und die Surfer oder das Geschehen von der Dachterrasse eines hippen Straßencafés in der Medina beobachten. Vorher hast du den Hafen mit seinen Fischerbooten angeschaut und die Unmengen an Möwen bestaunt und später bist du gemütlich durch die Medina gebummelt. Zum Abendessen suchst du dir direkt am Hafen fangfrisches Seafood aus und lässt es dir gegrillt mit Pommes und einem Salat marrocaine servieren.

Wer will, stellt sein Auto auf einen bewachten Parkplatz am Hafen und übernachtet in einem Riad in der Medina. In der Umgebung kauft ihr Arganöl direkt bei einer Frauenkooperative und auch ein Weingut – ja ihr habt richtig gelesen – gibt es nicht weit entfernt.

Marokko Tipp 4:

Aït-Ben-Haddou

Aït-Ben-Haddou ist ein sogenanntes Ksar,  ein Lehmziegeldorf, das aus mehreren eng aneinander gebauten und teilweise ineinander verschachtelten Wohnburgen besteht. Bekannt deswegen, weil es bereits als Filmkulisse für unzählige Historienfilme diente. Das erste Mal bereits 1970 für den Film Jesus von Nazareth teilrestauriert. Auf jeden Fall sehr sehenswert. Es ist immer noch von einigen Familien bewohnt und wird inzwischen auch weiter restauriert. Früher diente Aït-Ben-Haddou als Durchgangslager für die Karawanen von Timbuktu nach Marrakesch. In Ait Ben Haddou gibt es kompetente Führungen.

Übernachten kann man fußläufig z.B. im Dar Mouna. Das gemütliche Haus hat eine tolle Terrasse direkt mit Blick auf das Ksar (siehe Foto) .Wenn die schönen Fotomotive in der Abendsonne im Kasten sind, wartet hier eine leckere Tajine zum Abendessen. Und man kann z.B. auch mal einen marrokanischen Weißwein probieren.

 

Lucky Ways -Tipp:

Wer über den Tizi n’Test kommt, muss jetzt etwas nach Osten. Es bietet sich unterwegs die Gelegenheit, in Taliouine direkt im Anbaugebiet echten Safran zu kaufen.

45 km durch das Ounila-Tal über Telouet und Tamdakht nach Aït-Ben-Haddou:
Wer über den Tizi n’Tizka fährt, sollte direkt nach dem Paß nach Telouet abbiegen und sich das wunderschöne Hinterland bis Aït-Ben-Haddou nicht entgehen lassen. Inzwischen ist das eine geteerte Straße und mit dem Leihwagen gut befahrbar.

Für Filmfreunde: In Ouarzazate nicht weit entfernt kann man beide Filmstudios besuchen.  

 

Marokko – Tipp 5

Paradise Valley

Es gibt noch eine dritte Möglichkeit, in den Süden zu kommen, entlang am Atlantik in Richtung Agadir. Wer das raue Klima des Atlantiks liebt, sich gerne an Surfern erfreut oder es selbst mal probieren möchte, wer es mag, wenn sich spektakuläre Wellen an bizarren Felsformationen brechen, der ist hier richtig. Schon in den 70er Jahren haben Mick Jagger, Bob Marley und Co. das Paradise Valley für sich entdeckt und hier viel Zeit verbracht. Heute ist es eine schöne Tagesrundtour nordöstlich von Agadir. Auf dieser Strecke gibt es auch einen sehenswerten Wasserfall. Meist hat er nur im Februar nach der Schneeschmelze Wasser. Aber auch ohne Wasser ist dieser Ort interessant. Der grandiose Felsen heißt dann der Brautschleier und mutige Marokkaner springen hier 45 m in die Tiefe in ein natürliches Wasserbecken.

Übrigens, wenn dich Marokko als Land nicht großartig interessiert, dann buche deinen Flug nach Agadir (Hier findest du günstige Flüge und Hotels!*), miete dich in eines der Strandhotels ein und genieße eine Woche am Strand und die sonst sich auf europäischem Niveau bewegende Stadt mit ihrem City- und Nightlife.

Agadir ist so beliebt, weil das Klima sehr konstant ist und die Temperaturen sich meist zwischen angenehmen 25-30 Grad bewegen. Aus diesem Grund ist es auch die Gegend der Wohnmobil-Rentner, die hier mehrere Monate überwintern und entsprechend ihren Platz und ihren „Vorgarten“ gestaltet haben. Natürlich hat auch jedes Wohnmobil eine Sat-Schüssel mit Fernsehempfang in jeweiliger Landessprache. Fährst du durch das Paradise Valley, dann kannst du Agadir über kleine Strecken durch wunderschöne Berglandschaft großzügig umfahren.

Marokko – Tipp 6

Mandelblüte in Tafraoute, Painted Rocks, Igmir-Schlucht, Mansour-Schlucht

Wenn du die Route über den Tizi n´Test oder entlang des Atlantiks nach Süden nimmst, dann lohnt es sich, Tafraoute und sein Umland anzuschauen. Tafraoute ist am schönsten zur Zeit der Mandelblüte, also im Februar/März. Aber auch sonst ist das Mandeltal eine schöne Landschaft. Hier musst du deshalb mit Reisebustourismus von Agadir aus rechnen.

Kurz hinter Tafraoute machst du einen Abstecher zu den Painted Rocks. Hier hat sich der belgische Künstler Jean Veran ein Denkmal gesetzt. Das Ganze nennt man Land Art. Mit dem Leihwagen kommt man hin und kann dann die schöne Gegend weiter zu Fuß erkunden oder ein bisschen in den Felsen herumklettern, mit dem 4x4 gibt es eine tolle Strecke von etwa 30 Minuten durch diese bizarre Felslandschaft.

Anschließend fährst du durch die Mansourschlucht oder durch die Igmirschlucht weiter Richtung Süden. Was früher den Offroadern vorbehalten war, ist heute eine überwiegend gut geteerte Straße. Landschaftlich absolut grandios, also viel Zeit für Fotos einrechnen.

Marokko – Tipp 7

Foum Zguid – ein Tor zur Wüste

Wir lieben Foum Zguid, weil die Stadt so schön lässig ist. Alles ist irgendwie easy going. Hier lernten wir Mustapha kennen, der uns unterhaltsam beibrachte, wie man einen Turban bindet. Willst du in die Wüste, dann brauchst du einen, nicht nur gegen Sonne sondern vor allem gegen Wind. Stehst du nicht auf Turban, ist vielleicht ein Buff (oder zwei) eine Alternative. Das solltest du dann dabeihaben. Mustapha organisiert individuelle Touren, mit oder ohne Dromedar, in die Wüste. Informieren kannst du dich hier: Desertsland

Perfekt übernachten kannst du im Hotel Bab Rimal. Ein Kashbah Hotel mit kleinen Bungalows auf dem Gelände und einem großartigen Swimmingpool, der ein, zwei Tage zum Relaxen einlädt. Bari und Naji, die Besitzer nehmen dich auch gerne mit in ihr Wüstencamp und organisieren dir einen unvergesslichen Sonnenuntergang auf einer großen Düne im Erg Chegaga.

Dieses schöne Wüstencamp wird organisiert von Wild Morocco.

Marokko – Tipp 9

Erg Chebbi oder Erg Chegaga

Erg Chebbi hat die höchste Düne Marokkos mit etwa 150 m Höhe, Erg Chegaga ist das größte zusammenhängende Wüstenareal Marokkos. Die Dünen erreichen hier etwa 80 – 100m Höhe. Natürlich ist es ein wunderschönes Erlebnis, früh morgens auf Erg Chebbis höchster Düne zu sitzen und etwas zu meditieren. Zu unserer Reisezeit ging das, in der Hochsaison wirst du dir den Platz auf Erg Chebbi mit anderen Touristen teilen. Merzouga, der Ort an der Düne, ist sehr touristisch und die Wahrscheinlichkeit, hier viele, besonders asiatische Nationalitäten zu treffen, steigt ab April sehr stark an. Dazu kommen dann noch die ganzen Quad-Fahrer, die auch ihren Spaß haben wollen. Auch liegt Erg Chebbi weit im Osten.

Wir persönlich empfehlen Erg Chegaga. Nur weil die Dünen etwas weniger hoch sind, ist das Wüstenerlebnis nicht unspektakulärer. Die Wahrscheinlichkeit, einen idyllischen Platz zum Genießen zu finden ist deutlich höher, denn hier verläuft sich alles ein bisschen. In beiden Fällen kann man sich eine Tour mit dem Dromedar dazu buchen. Wer die Erfahrung machen möchte, es sind sehr kontemplative 2 Stunden bis zum Wüstencamp.

 

Lucky Ways -Tipp:

Nach Erg Chebbi über die Straße der Kashbahs:
Wenn du gerne nach Erg Chebbi möchtest, kannst du dir eine schöne Tour organisieren, indem du von Ouarzazate die Straße der Kashbahs in Richtung Errachidia fährst (N10) und dann weiter nach Merzouga.

Unter dem Namen „Straße der 1.000 Kasbahs“ ist das Valleé du Dades zwischen Ouarzazate und Errachidia berühmt geworden. Oasengärten sind üppig grün. Die umliegenden Berge schimmern in Rot- und Brauntönen. All das verschmilzt mit den archaischen Formen der jahrhundertealten Lehmburgen zu Bildern einzigartiger Schönheit. Auf diesem Weg liegen eine Menge sehenswerter Highlights. Neben dem Dades-Tal an sich die Todra-Schlucht, das Valleé des Roses (Rosenwasser kaufen nicht vergessen) und die sehr sehenswerte Kashbah Amerhidil in Skoura.

 

Marokko – Tipp 10

Die Königsstädte Rabat, Meknes und Fes

Die vierte ist Marrakesch, siehe Tipp 1. Marokko ist eine tolle Mischung aus grandioser Landschaft, Berge, Meer und Wüste und der Kultur in den Städten. Um das Land in seiner vollen Schönheit und Sinnlichkeit zu erfahren, musst du beides gesehen haben. Wem die Medina von Marrakesch für den Einstieg zu anstrengend ist, der beginne in Rabat, der heutigen Hauptstadt. Die Stadt begegnet dir sauber und gepflegt und in den Souks der Medina geht alles sehr harmonisch zu. Touristen werden weitgehend zufriedengelassen.

Alle 3 Königsstädte sind von Marrakesch über die Autobahn sehr schnell zu erreichen, sodass auch der Norden des Landes bei der Reiseplanung mit einbezogen werden kann. Wir verzichten hier auf die Nennung der vielen Sehenswürdigkeiten. Sie werden in den Reiseführern ausführlich beschrieben. Bei Meknes kannst du dir zusätzlich noch die römischen Ruinen von Volubilis anschauen, seit 1997 Unesco Weltkulturerbe. Wenn du ein Gerberviertel sehen willst, schau es dir in Fes an, aus unserer Sicht das schönste.

 

 

Lucky Ways -Tipp:

Die Medina von Fes ist sehr unübersichtlich. Wir haben hier das Geld für einen deutschsprachigen Führer investiert. Wir waren mit Mohamed Laasri, einem promovierten Germanisten, sehr zufrieden. Die 500 Dh, etwa 45 €, für 4 Stunden waren gut investiert. Wir hatten ihn für uns allein und konnten sehr gut absprechen, was wir sehen wollten und was nicht.

Mohamed Laasri Mobil: 0675 33 06 55

 

Zusammenfassung:

Unsere 10 Tipps beschreiben Reisebausteine, die du dir zu einer individuellen Tour zusammenstellen kannst. Alle sind lohnenswert und sehenswert und je nach deinen persönlichen Vorlieben kannst du bzw. musst du sogar einfach Schwerpunkte setzen. Willst du ausführlich die Königsstädte besichtigen, kommt der Süden ganz sicher zu kurz. Oder umgekehrt. Du hast die Qual der Wahl. Unser ganz persönliches Highlight war ganz sicher die Faszination der Wüste. Das empfehlen wir dir deshalb unbedingt. Darüber hinaus gibt es noch so viel mehr in Marokko zu sehen und zu entdecken. Wir werden noch detaillierter über unsere Reise berichten. Jetzt sind wir gespannt auf deine Erfahrungen.

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Akka Nait Sidi – Marokko Desert Camp in spektakulärer Umgebung

Akka Nait Sidi – Marokko Desert Camp in spektakulärer Umgebung

Akka Nait Sidi – Desert Camp in spektakulärer Umgebung

Wir sind im Süden Marokkos unterwegs und fahren von Tata in Richtung Foum Zguid. Die letzten Tage waren wir Offroad unterwegs. Es ging durch atemberaubende einsame Landschaften.  Die letzte Nacht verbrachten wir unvorhergesehen inmitten von Mandelbäumen, nachdem sich die von uns gewählte Piste als Sackgasse erwies. Und nun die gut ausgebaute N12. Sie kommt uns wie ein Fremdkörper vor. Dunkel und schnurgerade zerschneidet sie die ockerfarbene Wüste. Dafür kommen wir schnell voran.

Nachdem wir uns in Tata auf dem sonntäglichen Markt mit superfrischem Fladenbrot und verschiedenem Obst und Gemüse eingedeckt hatten, sind wir erneut auf der Suche nach einem Stellplatz in the Middle of Nowhere.

Wir lesen im Marokko Reiseführer von Erika und Astrid Därr aus dem Reise Know How Verlag über das Dörfchen Akka Nait Sidi kurz vor Tissint.  Dort in der Nähe soll es ein Wüstencamp geben. Gegen 15 Uhr, bei gleißender Sonne kommen wir im Dörfchen an und überqueren die Betonbrücke über ein Oued, die Bezeichnung für ein normalerweise ausgetrocknetes Flussbett. Doch dieses Oued führt jetzt im Winter genug Wasser, sodass die Frauen des Dorfes ihre Teppiche waschen können.

Das Dorf Akka Nait Sidi in Marokko

Es ist beschaulich, die Sonne scheint, ein Reiher steht im hohen Gras, ein Ochse im flachen Wasser und entlang des Oueds säumen tausende von Palmen die Straße.

Das Dorf Akka Nait Sidi selbst liegt etwas höher, eine ruppige, schmale Piste führt hinauf, entlang einem steilen Abhang. Für normale Pkws gerade so machbar, allerdings nichts für schwache Nerven.

Im Dorf ist es menschenleer, kein Wunder bei der Hitze. Lediglich an einem Gebäude arbeiten zwei Männer, einer davon kommt auf uns zu und fragt, ob wir vorhin angerufen hätten, wegen des Camps.

Mohamed, der Leiter des Wüstencamps, wie wir später erfahren.

Wo ist das Desert Camp?

Wir wissen, dass das Desert Camp nur auf Voranmeldung zu nutzen ist und fragen höflich, ob wir vielleicht uns dort irgendwo hinstellen könnten. Nur für diese Nacht. Mohamed gibt uns die Erlaubnis und wir fahren die letzten drei Kilometer über die Piste.

Doch wo ist das Desert Camp? Weit und breit nur Sand und Felsen. Und ein alter Turm. Das Rätsel löst sich, als wir über einen Felsen blicken. In der Ebene unter uns liegen vierzehn Beduinenzelte. Ein herrlicher Duft nach Tajine steigt uns in die Nase.

Das Desert Camp Akka Nait Sidi lässt keinen Komfort vermissen

Wir steigen die in den Fels gehauenen Treppen hinunter und finden uns in einem Camp der besonderen Art wieder. Zusätzlich zu den Zelten gibt es ein Sanitärgebäude, das Duschen und Toiletten beherbergt. Inmitten des Platzes steht ein großes Restaurantzelt, davor einladende Sitzgelegenheiten mit Kissen und Teppichen.

Der verlockende Duft kommt aus einem weiteren, in den Stein gehauenen Gebäude, in dem sich die Küche befindet. Dort kochen mehrere Frauen unter Gelächter das Abendessen für heute Abend vor, eben die lecker duftende Tajine. Denn Mohamed und seine Mitarbeiter erwarten heute Abend mehr als 20 Gäste im Bivouac.

Wir schauen uns um, alles ist äußerst geschmackvoll eingerichtet. Ob die Duschen, die Toiletten oder das Restaurantzelt. Nicht bunt und überladen, sondern harmonisch und mit viel natürlichen Baumaterialien. Und, wir wollen es ausdrücklich erwähnen, die Sanitärräume sind extrem sauber. Da kennen wir mittlerweile leider andere.

 Ein toller Stellplatz in der Nähe des Desert Camps

Wir suchen uns nun auf der Hochebene etwas entfernt vom Desert Camp unseren Platz für die Nacht und richten den Wagen nach Norden aus. Die Markise zeigt gegen Westen, zum Sonnenuntergang, der Zelteingang nach Osten, um die Morgensonne gleich nach dem Wachwerden einzufangen.

Während ich das Abendessen zubereite, fotografiert Bruno die grandiose Landschaft um uns herum. Wir sitzen lange eingemummelt in unseren Decken und schauen in den unglaublichen Sternenhimmel. Ab und zu fliegt eine Sternschnuppe vorbei, die Chance, sich etwas zu wünschen. Sprächen wir unsere Gedanken aus, wären sie das Einzige, was wir hören könnten. Ansonsten ist es vollkommen still.

Sternenhimmel in der Wüste Marokkos

In dieser Nacht entstehen unsere ersten Nachtfotos mit beleuchtetem Auto, unter dem gigantischen Sternenhimmel Nordafrikas.

Informationen zum Desert Camp Akka Nait Sidi

Das Desert Camp Akka Nait Sidi liegt in Süd-Marokko unmittelbar bei Tissint. Es wird umgeben von den Orten Foum Zguid, Tlit, Aguinane und Tata. Im Süden kommt recht bald die algerische Grenze.

Tissint und Foum Zguid sind wichtige Verbindungspunkte der Provinzen Marrakesch, Ouarzazate, Taroudant and Agadir.

Der Franzose Patrick Simon führt das Desert Camp Akka Nait Sidi, das Gasthaus Chez Lahcen im gleichen Ort und das sehr sehenswerte, gemütliche Gasthaus Dar Infiniane in Tata.

 

Lucky Ways – Tipp:

Desert Camp Akka Nait Sidi

Buchbar ab 4 Personen

Ansprechpartner Mohamed

Mobil: + 212 676 05 05 17

Tel:       +212 528 802 104

Fax :     +212.528 802 408

E-Mail Booking: campakkanaitsidi.resa@gmail.com

Email Manager: patricksimon@cans-akkanaitsidi.net

www.cans-akkanaitsidi.net

 

GPS: Desert Camp 29.925546, -7.344161 oder 29°55’31.96‘‘ N, 07°20’38,98‘‘ W

 

 

Lucky Ways – Tipps:*

Lucky-Ways Tipp Reiseführer Marokko

Marokko, Astrid Därr, Erika Därr, 13. Auflage 2016

Südmarokko mit Marrakesch und Agadir, Astrid Därr, Erika Därr 7. Auflage 2015.

City Trip Marrakesch, Astrid Därr, Reihe Reise Know How, 7. Auflage 2017

City Trip Tanger-Asilah-Tetuan, Astrid Därr, Reihe Reise Know How, 1. Auflage 2014

Lucky Ways Tipp – Abenteuerreisen

Irgendwann erwischt’s dich dann! , Klaus Därr, 1. Auflage 2015.

Marokko ist ein Traum

Freut euch auf den nächsten Artikel.

 

Warst du auch schon einmal im Süden Marokkos unterwegs? Vielleicht sogar in der Wüste?

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Landrover Discovery Umbau im Autohaus Kölsch Teil 2

Landrover Discovery Umbau im Autohaus Kölsch Teil 2

Landrover Discovery Umbau Teil2 im Autohaus Kölsch

Der Artikel enthält Werbung*

Das haben wir auch noch nicht gemacht. Eine Geschichte irgendwo in der Mitte angefangen. Aber so ist es nun mal, wenn sich etwas entwickelt. Wir nennen die Vergangenheit einfach Teil 1 und den werden wir irgendwann nachholen. Teil 1 wird also davon handeln, warum unsere Wahl nach ausgiebiger Suche nach einem Reisemobil auf einen Landrover Discovery fiel. Teil 1 wird im Jahr 2014 beginnen. Ein Besuch auf der Abenteuer Allrad führte dazu, dass wir zuerst ein Dachzelt von Autocamp hatten und noch kein passendes Auto dazu. 2015 fanden wir unseren Landrover Discovery 4 und statteten ihn zu allererst mit einem Doppelbatteriesystem aus, um unsere Kühlbox zu betreiben. Dann ging es sofort in den ersten Urlaub, so wie er war. Gleich Anfang 2016 folgte ein Offroad-Training bei TC-Offroad-Trekking, alles noch ohne Veränderungen, denn wir wollten wissen, was er bereits ohne Umbau drauf hat. Und er hat die Herausforderungen des Trainings schon sehr bravourös gemeistert.

Landrover Discovery Umbau Teil 1

Nach dem Offroad-Training ging es los mit dem Umbau. Peter Löwenhaupt von Discovery Parts lieferte die Teile und mit dem Autohaus Kölsch in Neustadt an der Weinstraße lernten wir eine kompetente Werkstatt kennen, die sich mit dieser Art von Umbauten gut auskannte. Der Discovery bekam geländetaugliche Felgen und Bereifung, eine Spurverbreiterung, eine Anitas Höherlegung um bis zu 7,5 cm, einen Asfir Unterfahrschutz für das Getriebe, einen Reservereifen plus Halterung am Heck. Damit ging es dann nach Albanien und wir waren mit unserem Geländewagen im Theti Nationalpark schon sehr zufrieden.

Das Autohaus Kölsch – Your Discovery Partner

Das Autohaus Kölsch ist spezialisiert auf Landrover-Fahrzeuge und besonders auf Landrover Discovery 3 & 4. Es nennt sich „Your Discovery Partner“ und das zurecht. Alle Fragen und Probleme rund um unser Auto hat das Team um Rüdiger Kölsch äußerst zufriedenstellend, ideenreich und teils sehr kreativ gelöst. Warum ideenreich und kreativ, wird nachher weiter unten noch deutlich.

Landrover Discovery Umbau Teil 2

Unser Geländewagen sollte sich sukzessive den Anforderungen anpassen. Dazu müssen wir sagen, wir sind nicht die Hardcore-Offroadfahrer, für die der Tag nur dann ein guter Tag war, wenn sie sich stundenlang durch den Dreck gewühlt haben und die Bedingungen möglichst extrem waren.  Unser Ziel ist es jedoch, viele Pisten abseits der Straßen fahren zu können und so gut ausgerüstet zu sein, dass wir, wenn es drauf ankommt, den Anforderungen gewachsen sind.

Unser nächster Trip geht nach Marokko und hier wollen wir einige Treks aus dem Offroad Führer Marokko von der Pistenkuh fahren. Also war es Zeit für die nächsten Veränderungen am 4x4 und für einen neuen Besuch im Autohaus Kölsch in Neustadt an der Weinstraße.

 

Rüdiger Kölsch hat uns beim Umbau gut beraten.

Der Discovery bekommt

 

  • Einen Safari-Schnorchel mit Zyklon-Vorfilter.
  • Einen Expeditionsdachgepäckträger Slimline II von Frontrunner.
  • Eine Easy-Out-Markise ebenfalls von Frontrunner.
  • Je 2 Frontrunner Arbeitsscheinwerfer vorne und hinten
  • Neue Positionierung und Befestigung des Dachzeltes

Der Safari-Schnorchel mit Zyklon-Vorfilter

Wer nicht gerade offroad unterwegs ist, der fragt dann schon mal, wofür braucht man einen Schnorchel? Die Installation einer erhöhten Luftansaugung ist natürlich notwendig bei Wasserdurchquerungen. Doch nur Offroader wissen meist, dass der Schnorchel auch unverzichtbar beim Durchfahren von Schlamm und vor allem Staub-Passagen ist – ein „must have“  in der Wüste. Er lässt also einen Geländewagen nicht nur besser aussehen, sondern sorgt vor allem für saubere und kühle Verbrennungsluft für den Motor. Der Schnorchel macht durch seine aerodynamische Formgebung kaum Windgeräusche und im Gelände keine Probleme mit Ästen oder Gestrüpp. Ein Schnorchel ist allerdings kein Ersatz, sondern nur eine Verlängerung des vorhandenen Luftfilters.

Dank Rüdiger Kölsch haben wir jetzt zusätzlich noch einen Zyklon-Vorfilter. Dieser wird zum Schutz der Staubbelastung des Hauptluftfilters vor diesem platziert, d.h. in der Wüste oder im staubigen Gelände einfach oben auf den Ansaugstutzen gesetzt. Während der Fahrt sammelt sich der überwiegende Sand im Zyklon und kann am Ende des Tages einfach ausgeleert werden. Hierdurch verlängern sich Wartungsintervalle erheblich.

Expeditionsdachgepäckträger von Frontrunner

Braucht man sowas? Der Thule-Träger hat es doch vorher auch getan. Das stimmt. Der Thule-Träger tut es sicherlich unter normalen Bedingungen. Wer Fotos von unserem Landrover Discovery kennt – und hier auf dem Blog gibt es einige, z.B. im Artikel „Wild campen in Italien“ – der kann die bisherige Konstruktion sehen. Der Thule-Querträger sitzt auf einer langen Dachreling. Das Dachzelt hat 2 Querstreben, die an 4 Punkten mit dem Querträger verschraubt sind.

Unsere Erfahrung war, die Verschraubung mit dem Querträger hält bombenfest. Allerdings besteht die Gefahr, dass sich die Bolzen im Befestigungsschuh auf der Dachreling lösen können. Beim Offroad-Training, das wir bewusst mit Dachzelt machten, um die Stabilität unter erschwerten Bedingungen zu testen, haben wir einen dieser Bolzen verloren. Und auch jetzt, beim Umbau, stellte sich heraus, dass die Befestigungsschuhe wiederum die Schwachstelle waren. Das heißt, es besteht die Gefahr, dass dir in Extremsituationen das Zelt mitsamt dem Träger vom Dach saust. Nächster Schwachpunkt, die Reling. Das Frontrunner-Rack wird direkt mit dem Dach verschraubt, also kam die Reling runter. Dass sich dabei eine gebrochene Schraube offenbart, hätten wir nicht erwartet.

Front Runner aus Südafrika

ist einer der bekanntesten Anbieter für Offroad- und Outdoor-Equipment. Alle Produkte sind offroadtauglich und auf Dachträger gibt es lebenslange Garantie. Und alles ist so gemacht, dass es für eine Afrika-Expedition geeignet ist. Die Entstehungsgeschichte liest sich so schön, dass ich hier einen Absatz von ihrer Website zitieren möchte:

„Die Legende besagt, dass Front Runner zwischen einem 1988er Land Cruiser 70 und einem Mercedes G in Botswana gegründet wurde: Am Lagerfeuer, nahe eines majestätischen Baobabs, zwischen Elefantenspuren und umgeben von einer Handvoll Freunden aus Südafrika, die mit Know-How in Technik, Design, Produktion und einem Faible für Geländeausfahrten ausgestattet waren. Nach zahlreichen leidvollen Erfahrungen, dass das vorhandene Equipment während ihrer Reisen um die Welt nicht standhielt, entwickelten sie – geleitet von ihrer gemeinsamen Passion für fahrzeugbasierte Abenteuerreisen – neue und patentere Ausrüstungen und konstruierten sie stabiler als… wie sie es nennen, „stärker als die Elefanten am Wasserloch“.“

Rüdiger Kölsch schwört auf Frontrunner und das Schöne ist, als passionierter Offroadfahrer kann er seinen eigenen 4x4, einen umgebauten Discovery 3 zur Beratung heranziehen und uns die Systeme direkt am Auto zeigen und vorführen. Am Ende unseres ausführlichen Gesprächs kauften wir ein Frontrunner Slimline II Dachträgersystem.

 

Lucky Ways – Tipp:

Die Vorteile des Frontrunner Racks in einem Satz:

Der Träger besteht aus hochwertigem Aluminium, ist modular und variabel für alle Fahrzeugtypen anpassbar, ist langlebig, robust, funktional und hat ein flaches Profil. Und wenn eine Frau mitentscheidet, dann rückt auch das Entscheidungskriterium „Aussehen“ deutlich nach oben. Seid also versichert, er sieht auch sehr stylisch aus.

 

 

 

Wie schnell geht so ein Umbau am Landrover Discovery?

Stellt sich diese Frage überhaupt? Das Fahrzeug zwei Tage zum Autohaus Kölsch in die Werkstatt bringen, Inspektion machen, Schnorchel dran, Dachträger drauf, Beleuchtung installieren, Zelt und Markise anbringen, fertig. So war jedenfalls der Plan.

Ok, die Inspektion war etwas aufwendiger, weil wir nicht nur das Motoröl und die Bremsflüssigkeit, sondern auch alle Achsöle erneuern ließen, um hier auf der sicheren Seite zu sein. Schnorchel anbringen und Kabel verlegen für die Scheinwerfer, Routinearbeiten für das Autohaus Kölsch.

Doch zu früh gefreut, das Dachzelt passte mit seinen Querträgern nicht auf das Frontrunner-Rack. Jede normale Werkstatt hätte dich jetzt schnell mit diesem Problem allein gelassen. Nicht so, wenn du einen Discovery-Partner hast.

Eine neue Lösung musste her. Das Autohaus Kölsch reagierte einfallsreich und kreativ. Nach Rücksprache bekam das Dachzelt drei stabile Längsprofile, liegt komplett auf dem Dachträgerrahmen und ist nun an neun Punkten mit dem Frontrunner-Rack verschraubt. Was sich so einfach anhört, bedeutete viel Kreativität, d.h. eine Schlosserei stellte mal eben schnell verzinkte Profile her und das Autohaus Kölsch hat alles noch schön schwarz gespritzt.

Frontrunner Easy out Markise

Wenn du ein Dachzelt mit Vorzelt hast, brauchst du dann noch eine Markise?

Inzwischen klares Ja aufgrund unserer eigenen Erfahrungen.

Nicht immer, wenn du Schatten suchst, willst du das Zelt aufklappen. Vor allem in Gegenden ohne Bäume, also zum Beispiel in der Wüste, ist somit eine Markise, die schnell und einfach zu handhaben ist, eine Bereicherung. Für eine mittägliche Siesta genauso wie für einen Schattenplatz fürs Notebook. Aber was jeder leicht vergisst, die Markise schützt auch vor leichtem Regen. Wie schön wäre es doch in Albanien gewesen, wenn wir im Dauernieselregen am Lake Shkodra eine Markise von 2,50 x 2m gehabt hätten. Das erleichtert das Outdoor-Leben ungemein.

Auf dem Globetrottertreffen 2017 hatten wir uns die 270 Grad Markise von Rhinorack angeschaut. In der Beratung mit Rüdiger Kölsch haben wir dann noch eine Schippe drauf gelegt und ein freischwebendes System, die Eezi Awn bestellt. Dann lag das Teil da in der Werkstatt, mächtig und satte 18 kg schwer. Und am Ende hatten wir die Rechnung ohne das Dachzelt gemacht. Unser Dachzelt von Autocamp ist ja gewollt ein Hartschalenzelt und hat die Liegefläche von 1,40m x 2m auf dem Dach und nicht wie bei anderen Versionen zur Hälfte in der Luft. Das Dachzelt steht also über die Ränder des Racks leicht über.

Damit hatten wir das nächste Problem. Die Markise konnte nicht montiert werden. Auch hier trafen wir gemeinsam mit dem Autohaus Kölsch eine schnelle und pragmatische Entscheidung. Rüdiger recherchierte eben kurz nach Halterungen, die passen könnten und 10 Minuten später war klar, die Eezi Awn geht zurück und die Easy out von Frontrunner kommt dran. Das Autohaus Kölsch hat die Halterungen noch leicht modifiziert, sodass sie nun auch mit unserem Dachzelt harmonieren. Im Endeffekt sind wir froh, wir verzichten zwar auf die 270 Grad, haben aber jetzt ein System, das schlanker ist, deutlich weniger wiegt und entsprechend weniger Windgeräusche macht.

 

*Fit für die Reise nach Marokko

Das Autohaus Kölsch hat seinen Zusatz „Discovery Partner“ voll verdient und wir sagen danke für die Unterstützung und die kreativen Lösungen für unser Dachzelt.

Nicht nur jetzt, sondern von Beginn an wurde unser Landrover Discovery hier fachmännisch und professionell betreut. Der Komplettumbau für unser Fahrzeug ist noch nicht ganz vollendet. Wichtige Dinge wie eine Seilwinde oder ein Zweittank fehlen noch. Aber wir wollen ja noch nicht in die Mongolei sondern erstmal nach Marokko und da gibt es spätestens nach 500 km eine Tankstelle. Unser 4x4 wird sich daher auch weiterhin mit den Herausforderungen entwickeln. Und auch für die nächsten Schritte wissen wir wo wir hinfahren, zu unserem Discovery Partner nach Neustadt an der Weinstraße.

Für Produkte und Dienstleistungen, von denen wir überzeugt sind, machen wir auch gerne Werbung. In diesem Fall erhielten wir als Dankeschön für unseren Bericht einen kleinen Rabatt auf unsere Rechnung. Das hat jedoch in keinster Weise unsere Berichterstattung beeinflusst. Diese ist immer unabhängig von einer Gegenleistung.

 

Lucky Ways – Tipp:

Das Autohaus Kölsch – dein Landrover Discovery Partner

Auszug aus dem Leistungsspektrum

  • Umfassender Offroad-Service
  • Komplettumbau für Offroad-Abenteuer
  • Montage von Seilwinden
  • Nachrüstung Differentialsperren
  • Doppelbatteriesysteme
  • LED-Zusatzscheinwerfer
  • Offroad-Reifen und Felgen
  • Ausrüstung & Dachzelte
  • Montage & Aktivierung Standheizung
  • Lackierung & Fahrzeugfolierung
  • Update und Freischaltungen
  • Diagnose & Fehlersuche
  • Wartung Luftfederung
  • Motorinstandsetzung
  • Sondereintragungen

Website

Ansprechpartner: Rüdiger Kölsch

Tel: +49 171 8033899

 

Roadtrip Marokko

Zu Marokko gibt es schon einiges hier auf dem Blog, z.B.

Marokko – die Welt der Berber und Araber

Marokko 1 – Ankunft in Marrakesch

Marokko 2 In den Souks von Marrakesch

Diesmal erfüllen wir unseren Traum und bereisen das Land mit Landrover Discovery 4 mit Dachzelt und viel mehr Zeit.

Warst du schon einmal in Marokko? Was waren deine Erfahrungen und Erlebnisse?
Fährst du einen Geländewagen? Und was hast du für deine Offroad-Trips umgebaut?

Sei so nett und schreibe es unten in die Kommentare.

Lebe dein Abenteuer nach deinem Geschmack!

Gern gelesen

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Globetrottertreffen 2017 bei Bayern-Kamele

Globetrottertreffen 2017 bei Bayern-Kamele

Globetrottertreffen bei Bayern-Kamele

Individualisten mit Abenteurergen treffen sich zum Talk von Traveller zu Traveller.

Samstagabend, 30. September. Es war bereits dunkel. Wir waren wohl so ziemlich die letzten Ankömmlinge dieses Abends beim Globetrottertreffen 2017. Ein großes Lagerfeuer knisterte. Es wurde gegrillt und in Kürze sollte der erste Vortrag der Veranstaltung starten. Bei der Anmeldung vermittelte uns ein kleiner Freudenschrei: Wir hatten gerade dafür gesorgt, dass die 100-Teilnehmer-Marke geknackt wurde.

Wir freuen uns, denn wir sind das erste Mal bei einem Globetrottertreffen dabei.

Ein Event im Event

Schon die Headline machte Kopfzerbrechen, denn quasi ist das hier ein Event im Event. Wir befinden uns hier bei den Bayern-Kamelen, einem Kamelhof südlich von München im idyllischen Mangfalltal. Schon allein über dieses einzigartige Ausflugsziel könnten wir allein einen Artikel schreiben. Kamelreiten für Kinder und orientalische Weihnachtsfeiern sind nur zwei Attraktionen aus dem vielfältigen Programm.

In diesem Rahmen inmitten von Kamelen fand nun schon zum zweiten Mal das schon über viele Jahre als Klaus-Därr-Treffen bekannte Globetrottertreffen statt. Im Kleinen geht es um den persönlichen Austausch von Traveller zu Traveller. Den großen Rahmen bietet der Kamelhof mit seinem stimmungsvollen Orientzelt.

Warum Klaus-Därr-Treffen?

Der Namensgeber der Veranstaltung hat mit seiner Frau Erika in fast 50 Jahren über100 Länder bereist, davon 89 mit einem 4x4. Die beiden organiseren das Globetrottertreffen mittlerweile nicht mehr, sind aber anwesend und geben gerne ihre Erfahrungen weiter.

Das Globetrottertreffen 2017

Mit unserem Landrover Discovery mit Dachzelt gehören wir zur kleinen Kategorie. „Habt ihr Allrad“ war die erste Frage. Nach einem weiteren Blick auf unsere Reifen meinte Konstantin dann: „Ok, ihr könnt oben auf die Wiese fahren.“ Wie wir später mitbekamen, gab es zwei Stellplätze, einen direkt am Kamelhof. Dort standen ein paar Camper und Wohnmobile ohne Allrad und z.B. auch Geländewagen mit Dachzelt oder Hubdach. Wir fuhren also auf die obere Wiese. Die Frage nach Allrad war berechtigt, denn diese war butterweich. Hier standen die großen Weltreisemobile aller Couleur. Und mit uns jetzt auch etwa drei Geländewagen mit Dachzelt.

Wenn ihr zu so einem Treffen fahrt, müsst ihr wissen, das ist kein Campingplatz. Man steht in der freien Natur, wie sonst auch, nur halt in einer großen Gruppe. Einziger Unterschied, es gibt auf jedem Platz eine Toilette. Für die Expeditionsreisemobile kein Problem. Die haben ja Küche und Bad an Bord. Für uns auch kein Problem. Wir haben Strom und Wasser und eine mobile Dusche dabei. Und gekocht wird draußen.

So handhaben es die allermeisten. Viele Feuerschalen vermitteln ein bisschen Marlboro-Feeling und ein intensiver Duft von Grillfleisch und Gewürzen locken sofort ein leichtes Hungergefühl hervor.

Bayern Kamele

Das Hungergefühl treibt uns zum Orientzelt. Ideal für Leute wie uns, die spät kommen. Es gibt Würstchen, Grillfleisch und Getränke. Auch ist es noch ein warmer Abend. Wir fühlen uns sofort wohl.

Wir haben die Gelegenheit, ein bisschen mit Konstantin zu plaudern, der mit seiner Frau Bianca den Kamelhof Bayern-Kamele betreibt. Bereits in zweiter Generation. Warnung an alle, die schon mit kleinen Kindern reisen. Ihr müsst damit rechnen, dass diese später sehr außergewöhnliche Ideen entwickeln. Denn Konstantin war schon frühzeitig mit seinen Eltern auf Reisen, hat seine Liebe zu Tieren entdeckt, ist ein absoluter Afrika-Narr und ist auch heute noch oft mit dem 4x4 unterwegs.

Was liegt dann näher, als nach dem Abi vollberuflicher Kameltreiber zu werden und später einen eigenen Kamelhof zu betreiben, der einzige in Bayern und der größte in Deutschland?

Kamele machen jedes Event zum Erlebnis

Die Tiere stammen aus Zentralasien, der Mongolei und West-China, bekommen ein Winterfell und sind somit Kälte gewöhnt. Auch einige Lamas, Alpakas, Esel und Ziegen gehören mittlerweile zum Hof.

Kinder lernen spielerisch den Umgang mit den Tieren. Kamelreiten im Mangfalltal wird für Jung und Alt zum unvergesslichen Erlebnis. Orientalische Firmenfeste und Weihnachtsfeiern gehören sicher zu den besonderen Highlights und sogar Teambuilding-Prozesse können auf dem Kamelhof durchgeführt werden. Selbst Film und Fernsehen wissen inzwischen die Geduld der Bayern-Kamele zu schätzen. 

 

 

Die schönste Nebensache beim Globetrottertreffen

Die Veranstalter meinten in ihrer Ankündigung, das Programm sei kein Bilderfestival für Lehnstuhlreisende und die Vorträge seien die schönste Nebensache des Festivals. Wenn sie damit meinten, dass alles ein wenig rustikal, unkompliziert und flexibel zugeht, so haben sie damit recht.

Südafrika, Namibia, Botswana und Simbabwe

Wer von euch hat schon mal eine Multivisions-Diashow inmitten von Kamelen erlebt?

Die Kamele fressen genüsslich ihr Stroh. Nebendran sitzen oder stehen Leute, teilweise auf Bierbänken oder den selbst mitgebrachten Campingstühlen und lauschen einem Vortrag von Marcus Reckziegel:

Im Geländewagen durch Südafrika, Namibia, Botswana und Simbabwe. Ein beeindruckender Erlebnisbericht. Wir sehen in wundervollen Fotos, wie nah man an die Tierwelt herankommen kann und erfahren, dass auch ein uralter Affenbrotbaum sterben kann.

Fazit: Wenn man Zeit hat und an schönen Plätzen einfach genießen und warten kann, hat man unvergessliche Erlebnisse.

Die Kamele geben ihren Kommentar dazu. Ist schon originell, auch wenn Sie jetzt nicht so ganz zu Südafrika passen.

Island 63°66‘N‘‘ – Live-Hommage an die größte Vulkaninsel der Erde

Könnt ihr euch vorstellen, dass Südtypen wie wir uns nach einem Vortrag über Island anschauen und beide sagen:

„ Da müssen wir hin?“

Das geht, wenn da vorne ein Referent steht, der mit gefühlvoller Moderation ein Kunstwerk präsentiert, dass einen einfach emotional vollkommen mitreißt. Was soll ich sagen, es war wirklich eine Hommage. Stefan Erdmann liebt mit ganzer Leidenschaft seinen Beruf. Er hat schon bei der Entstehung des Films im Kopf, wie es hinterher klingen muss. Als früherer Musiker hat er die Filmmusik extra komponieren lassen und zu mancher Aufführung bringt er sogar die Sängerin mit.

Den Ausbruch des Vulkans Eyjafjallajökull 2010 hat er so intensiv gefilmt, dass ich diese unbeschreiblichen Szenen immer noch vor Augen habe. Ich kann wirklich nur empfehlen, wenn ihr jemals in die Gelegenheit kommt, diesen Film sehen zu können, schaut ihn euch an oder bestellt euch hier die DVDs oder Blue Rays. Ich jedenfalls musste die im Anschluss sofort haben.

Es gab noch vieles mehr beim Klaus Därr-Treffen. Chicago Blues abends im Orientzelt oder auch ganz praktische Vorträge, z.B. über GPS-Anwendung auf der großen Reise oder das Thema „Reisen mit Kleinkindern“.

Insgesamt eine sehr runde Sache.

Und natürlich nicht zu vergessen, die sinnliche Vorführung vom Schlangenmann aus München, Raffael Stock. Das Orientbuffet am letzten Abend haben wir leider nicht miterlebt. Insider schwärmen jedenfalls davon.

Der Ursprungsgedanke des Globetrottertreffens.

Netzwerken und Erfahrungen austauschen

Jeder machte irgendwie seine Runde von Auto zu Auto. Wir hätten gar nicht gedacht, wie viele sich für unser Dachzelt interessierten. Auf so einem Treffen kommst du automatisch irgendwann wieder in die Ur-Diskussion.

Was ist auf lange Sicht das beste Fahrzeug für längere Reisen am Stück?

Vereinfacht gesagt, eine große, mittelgroße oder kleine Lösung? Mal unabhängig vom Geldbeutel ist es eine Philosophiefrage, wie du am liebsten reisen willst mit allen Pros und Contras und vielleicht auch eine Frage des Reiseziels. Übrigens vor nicht allzu langer Zeit gab es zu diesem Thema bei  Pistenkuh einen guten Artikel „Allrad LKW – Für und Wider“ mit 33 lesenswerten Kommentaren, wo diese Frage ausführlich diskutiert wurde.

Am Schluss nimmst du immer wieder neue Ideen mit. Wenn du denkst, dein eigenes Equipment ist langsam vollständig, weit gefehlt. Am Ende gibt es immer etwas, was du nach einem solchen Treffen unbedingt brauchst. Wir haben uns beispielsweise total in die 270 Grad Foxwing Markise von Rhinorack verliebt.

Globetrottertreffen – wertvolle Reiseerfahrungen und Tipps

Felibrina

Es geht uns ja nicht zum ersten Mal so, dass wir Kontakte, die sich über die sozialen Medien ergeben haben, auch persönlich treffen. Hier, auf dem Klaus-Därr-Treffen begegnen wir Sabrina Müller-Krohe.

Als Marokko-Fans sind wir natürlich schon länger vernetzt. Plötzlich stehst du dir gegenüber und kannst dich persönlich austauschen. Einfach genial.

Sabrina reist mit Kind und ist unter dem Namen Felibrina abgeleitet von Felicia und Sabrina auf Facebook und Instagram bekannt. Hier auf dem Globetrottertreffen gab sie gute Tipps zum Thema „Reisen mit Kind“. Aber auch als Expertin für Marokko ist sie sehr gefragt.

Klaus und Erika Därr

Wir haben uns sehr gefreut, diese Urgesteine der Abenteuerreisen persönlich kennenlernen zu dürfen.

Zitat Klaus Därr:

Das „Abenteuer mit Vollkaskoversicherung“ gibt es nicht. Für Globetrotter gilt es dennoch, spannende Reisen in abgelegene Gebiete zu unternehmen, auch wenn sie sich gelegentlich zum Abenteuer entwickeln.

In seinem Buch „Irgendwann erwischt’s dich dann“ beschreibt Klaus Därr 26 bemerkenswerte Episoden aus seinem Reiseleben.

Interessant ist hierbei wirklich der Ausdruck bemerkenswert als Klammer dafür, dass er alles erlebt hat von lustigen bis hin zu sehr gefährlichen Situationen. Auf Globetrottertreffen immer wieder erzählt wurde natürlich die Geschichte vom Überfall 1999 in Mauretanien bei einer geführten Tour. Keiner verletzt, aber 4 Geländewagen mit voller Ausrüstung waren weg.

In der Beschreibung zum Buch heißt es unter anderem:

„Heute sind Geländefahrzeuge riesiger Reichweite, sowie Mittel der Information, Navigation und Kommunikation auch den Zivilisten verfügbar. Wenn man sich ihrer bedient um „unbeschriebenes Neuland“ zu erleben, so gerät man leicht in Gegenden in die man nicht hingehört. Rückzugsgebiete von Rebellen und Banditen, Drogenanbaugebiete, Grenzgebiete, verminte ehemalige Kampfgebiete, Sperrgebiete oder kaum befahrbares Terrain sind den Landesbehörden oft bekannt, nicht aber dem Traveller.“

Klingt nach spannender Lektüre. Holt euch das Buch hier und taucht ein in Reiseabenteuer mit Nervenkitzel.

 

Drei Generationen der Familie Därr

Marokko – ein sicheres Reiseland.

Hier triffst du die Insider, die das Land intensiv kennen, schon sehr oft da waren und fasziniert von Marokkos Schönheit und Ursprünglichkeit dieses Landes immer wieder auf’s Neue gern bereisen.

Neben uns auf der Wiese stehen Torsten und Gerda mit ihrem Weltreisemobil.

Und was sind sie? Marokkokenner.

Sie laden uns auf ein Bier ein und erzählen uns von ihren Routen, die sie schon gefahren sind. Dagmar macht fleißig Kreuzchen auf der Landkarte.

Später brüten wir dann noch mit  Erika Därr über einer Marokkokarte. Eigentlich müsste man sagen, Erika ist die lebende Marokkokarte. Man stelle sich vor, Erika bereist Marokko mindestens einmal im Jahr und das seit 1971. Sie sprudelt die Highlights so schnell heraus, dass du ihr kaum folgen kannst.

Zum Glück gibt es da noch das „Buch“.

Erika Därr ist zusammen mit ihrer Tochter Astrid Därr Autorin des in der Reihe Reise Know How erschienenen Reiseführers Marokko. Viele tolle Tipps, Sehenswürdigkeiten, Touren, Pisten, Unterkünfte und Camps, die uns Erika in einem Wahnsinnstempo ans Herz legt, findest du Gott sei Dank da drin – im Buch, wie sie es liebevoll nennt. Wir verlassen dieses Gespräch mit einer langen Liste. Nur Seitenzahlen und ein paar Namen und mit dem Buch unter dem Arm, sodass wir alles nochmal nachvollziehen können. An dieser Stelle sagen wir dir nochmal ausdrücklich danke, liebe Erika. Unten findet ihr natürlich den Link zum Buch und weiteren Marokko-Reiseführern.

Und wir bedanken uns auch

bei allen, die uns inspiriert haben,

bei Sabrina sowie Torsten und Gerda für ihre hilfreichen Tipps zu Marokko,

bei Stefan Erdmann für diesen wunderbaren Film über Island

und bei Konstantin und Bianca Klages für den Charme dieser einzigartigen Location und die gute Organisation.

Wir kommen gerne wieder. 

 

Lucky Ways – Tipps:*

Lucky-Ways Tipp Reiseführer Marokko

 

Marokko, Astrid Därr, Erika Därr, 13. Auflage 2016

Südmarokko mit Marrakesch und Agadir, Astrid Därr, Erika Därr 7. Auflage 2015.

City Trip Marrakesch, Astrid Därr, Reihe Reise Know How, 7. Auflage 2017

City Trip Tanger-Asilah-Tetuan, Astrid Därr, Reihe Reise Know How, 1. Auflage 2014

 

Lucky Ways Tipp – Abenteuerreisen

 

Irgendwann erwischt’s dich dann! , Klaus Därr, 1. Auflage 2015.

 

Warst du auch schon einmal auf einem Globetrottertreffen?

Was waren deine Erfahrungen und Erlebnisse?

Sei so nett und schreib es unten in den Kommentar.

 

Lebe dein Abenteuer nach deinem Geschmack!

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Roadtrip Italien – Rund um Sizilien, Teil 3

Roadtrip Italien – Rund um Sizilien, Teil 3

Roadtrip Italien – Rund um Sizilien, Teil3

Unser Roadtrip Italien geht weiter.

Sizilien ist so groß, dass wir allein diesen Teil unseres Roadtrips Italien in vier Teile aufgeteilt haben.

In Sizilien, Teil 1 sind wir von der Fähre in Messina direkt zum Ätna gefahren. Anschließend haben wir die Alcantara-Schlucht besucht, italienisch Gole Alcantara, – ein Highlight für alle Fotografen. Taormina und natürlich Syrakus mit seiner schönen Altstadt Ortigia waren die Schwerpunkte dieser Woche.

Sizilien, Teil 2 ist nicht weniger unspektakulär. Die Scala dei Turchi waren ein anderes fotografisches Highlight. Wir haben euch mitgenommen zu den Tempeln von Selinunt und euch einen wunderschönen Strand in Ericlea Minoa gezeigt, bevor es dann weiter über Marsala nach Trapani im Westen ging.

Wir bekamen schon erste sehr schöne Rückmeldungen:

„Ich bin gerade auf Sizilien und eure Artikel und Tipps sind sehr hilfreich.“

Vielen vielen Dank dafür. Bei anderen konnten wir ein bisschen Fernweh erzeugen und Sizilien in den Fokus rücken. Wenn uns das auch mit Rund um Sizilien, Teil 3  gelingt, sind wir mehr als zufrieden.

Wer sollte jetzt weiterlesen?

Für uns ist wichtig, dass wir individuell reisen können, deshalb sind wir mit einem 4x4, einem Landrover Discovery mit Dachzelt on the road. Wir sind vollkommen autark und können uns treiben lassen. Und zwischendrin fahren wir auch gerne immer mal wieder kleine, schöne Offroad-Strecken. Hier findet ihr etwas über unsere Stellplätze.

Doch wir denken, dass unsere Tipps auch für andere Individualreisende geeignet sind. Einmal für diejenigen, die keinen festen Standort haben wie eine Ferienwohnung, ein Hotel oder ein AirBnB, sondern stattdessen vor Ort buchen, z.B. eines der vielen Bed & Breakfast, die wir gesehen haben.

Zum anderen, für alle, die zelten, campen oder ein Wohnmobil fahren und auch die, die mobil mit einem Leihwagen über die Insel cruisen. Oder sich einfach nur inspirieren lassen wollen.

Was erwartet dich in Sizilien, Teil 3 – der Norden?

Erice 
Raus aus Trapani, den Berg hoch und Eintauchen in die frühere Hochburg der Mafia. Und ihr könnt dabei sein, wie Dagmar mit einem Tenor einen italienischen Evergreen singt.

San Vito Lo Capo
Eine Landschaft wie im Bilderbuch mit den schönsten Buchten und Stränden Siziliens.

Das Naturreservat Zingaro
Warum man im Zingaro Naturpark nicht nur wunderschön wandern kann, sondern auch offroad auf seine Kosten kommt.

Erice – Antike Stadt auf dem gleichnamigen Berg

Den Monte Erice habt ihr auf einem Foto in Teil 2 schon gesehen. Vom Stadtstrand in Trapani hat man einen guten Blick auf den nur 12 km entfernten Berg. Umgekehrt gibt es einen spektakulären Blick von oben über Trapani und sein Umland bis rüber zu den ägädischen Inseln.

 

Lucky Ways – Exkurs:

Die ägädischen Inseln – nicht zu verwechseln mit den ägäischen Inseln – bestehen aus den drei Hauptinseln Favignana, Levanzo und Marettimo, einige weitere kleinere Inseln dieser Gruppe lassen wir mal weg. 

Und glaubt uns, wenn ihr mal auf Instagram auf die vielen schönen Fotos von Levanzo oder Favignana achtet, dann wisst ihr, dass man schon alleine dort drei Wochen Urlaub machen könnte.

Sizilien ist einfach ein Fass ohne Boden an Schönheit und Sehenswertem.

 

Was ist an Erice so sehenswert?

Eine fast komplett erhaltene mittelalterliche Stadt verzaubert mit dem Charme vergangener Zeiten, Burgen, Gärten, alte Stadttore und viele geheimnisvolle verwinkelte Gassen. Wo sonst könnte sich ein Mafioso besser verstecken als hier? Über den inhaftierten Top-Geldwäscher der Cosa Nostra hatte ich schon kurz hier berichtet.

Die Mafia.

Eines vorweg. Es gibt sie nach wie vor.

Statistiken zufolge zahlen immer noch 80% der Restaurants in Palermo Schutzgeld. Doch wenn ihr glaubt, ihr seht irgendetwas auf Sizilien, das nach Mafia aussieht, weit gefehlt. Die Chance ist gleich Null. Und Szenen, wie ihr sie aus „der Pate“ kennt, sind lange Vergangenheit. Solltet ihr mal ein paar dunkle Typen mit Sonnenbrillen neben einem dicken Auto sehen, dann sind das in der Regel Bodyguards irgendwelcher wichtiger Leute, aber keine Mafiosi.

Dagmar war ganz entsetzt, dass ich so offen über die Mafia spreche. Mittlerweile ist es sogar erwünscht, offen mit dem Thema umzugehen. Die Offenheit nahm ihren Anfang 2004. Ein paar junge Leute wollten in Palermo ein Restaurant eröffnen, allerdings hatten sie keine Lust auch Schutzgeld zu bezahlen. So fingen sie an, sich gegen den „pizzo“ zu wehren. So nennt man in Sizilien diesen kleinen Betrag, den die Mafia für den sogenannten Schutz fordert. In ihrer Wut waren sie eine ganze Nacht aktiv und pflasterten Palermo regelrecht zu mit einem Aufkleber, dessen Inhalt die Sizilianer in ihrer Seele traf:

„Ein ganzes Volk, das Schutzgeld zahlt, ist ein Volk ohne Würde“

Das war die Geburtsstunde der Antischutzgeld-Initiative „Addiopizzo“. Die heute teilnehmenden Geschäfte erkennt man oft an einem Aufkleber. Ziel der Initiative ist es, dass die gesamte Lieferkette frei von Schutzgeldzahlungen ist.

Wenn ihr sicher gehen wollt, dass kein Cent eurer Urlaubskasse in die Taschen der Mafia fließt, könnt ihr euch hier den Addiopizzo-Stadtplan für Palermo  in deutsch und in englisch downloaden.

Wie kommt man denn nun am besten nach Erice?

Man kann von Trapani aus die Seilbahn nehmen (Stadtteil Casa Santa-Erice).

Für einen Geländewagen mit Dachzelt bieten sich da aber eher die kleinen Serpentinen an, die als weiße Straße auf der Michelin-Karte eingezeichnet sind. Allerdings ist diese kleine Straße im Zentrum Trapanis nicht ausgeschildert. Wir fahren also einfach nach Kompass bis wir sie gefunden haben.

Und wirklich: Die Mühe wird mit immer neuen grandiosen Aussichten auf die Küste, das Landesinnere und die ägädischen Inseln belohnt. Wir sind so überwältigt, dass wir an einem der Aussichtspunkte ein Picknick und natürlich ein paar schöne Fotos machen.

 Erice ist Mittelalter pur

Gegenüber dem, was wir bislang auf der Reise erlebt haben, ist oben in der Stadt richtig was los.

Man kommt zu den üblichen Parkplätzen, wo auch Reisebusse stehen, mit Parkscheinautomat, der Nachmittag kostet schon mal schlappe 6 € Parkgebühren. Und der Bus mit Japanern war natürlich auch schon da. Aber keine Angst, es verläuft sich, denn Erice ist wirklich nicht klein. Am Stadttor verkaufen dir smarte gut Englisch sprechende Jungs Tickets für eine kleine Tour, 2 Std. und eine große Tour > 4 Stunden durch die Stadt. Diese beinhalten alle Eintritte in Burgen und Museen der jeweiligen Tour und einen Stadtplan mit Informationen. Wir zahlten zu zweit 20 € für die kleine Tour.

Und an dieser Stelle müssen wir sagen, was wir dafür zu sehen bekamen, hat sich nicht gelohnt. Kurz gesagt:

Ein paar leere Räume in der Burg und unspektakuläre Ausstellungsstücke im Museum. Das ist natürlich unser subjektiver Eindruck. Wie ihr der Karte oben entnehmen könnt, gibt es schon viel zu sehen. Die Frage muss natürlich jeder für sich klären, ob man wirklich überall rein muss?

Künftig würden wir es vorziehen, einfach nur gemütlich durch die Stadt zu laufen. Da treffen wir dann z.B. einen Straßenmusiker. Ja ich würde sagen, der Tenor hat Dagmar so fasziniert, dass die beiden einen kleinen gemeinsamen Auftritt hinlegten. Aber seht selbst:

 

und habt ihr gesehen, von wegen die Alten singen sowas, nein die Gruppe war 20 bis 30 🙂

San Vito lo Capo

Eine Stunde gemütliche Fahrt und wir sind wieder am Meer. Pünktlich zum Sonnenuntergang genießen wir erstmal ein Glas Rosé und stimmen uns auf diesen traumhaften Platz ein, den wir gerade gefunden haben. In der wunderschönen Baia di Santa Margherita können wir direkt am Meer stehen. Vor uns ist die Küste etwas felsig, doch weiter rechts gibt es auch den tollen Sandstrand, der auf vielen Fotos zu sehen ist. Hier bleiben wir ein paar Tage, relaxen und arbeiten bei bestem Internet ein paar Projekte ab.

 

Die Italiener tolerieren Camper in der Bucht.

Ich würde sogar sagen, sie mögen sogar diese Art der Traveller.

Denn wir werden auch noch gut versorgt. Der erste Kleinwagen, der bei uns hält, hat eine kleine Bäckerei im Kofferraum. Herzhaftes Pane, frische Croissants, alles da. Und kaum sitzen wir beim Frühstück, kommt der Fischhändler vorbei und präsentiert fangfrische Garnelen und allerbesten Schwertfisch.

Wir haben sofort das Bild des heutigen Abends vor Augen. Lecker gegrillten Schwertfisch, einen gekühlten Weißwein aus der Region und einen Sunset wie aus dem Bilderbuch. Das ist dolce Vita auf Sizilien. Und es überkommt uns so ein zufriedenes Gefühl, überhaupt nicht mehr weg zu wollen.

Der Zingaro-Naturpark – ein großartiges Wandergebiet

Nicht nur das tiefblaue Wasser der Bucht, nein auch die Landschaft drumherum fasziniert und ist irgendwie ganz untypisch für Italien. Das Gebiet um San Vito lo Capo nennt sich das Riserva naturale orientata dello Zingaro. Die rauen Dolomitenkalkfelsen, die das Reservat bilden, verlaufen von der Halbinsel Capo San Vito in Richtung Golfo di Castellammare. 

 

Lucky Ways – Tipp:

Es gibt zwei Eingänge zum Naturpark:

 

Vom Norden her erreicht man den Naturpark, indem man von San Vito lo Capo der Beschilderung  „Villaggio Calampiso – Riserva Zingaro“ folgt.

 

Der südliche Eingang liegt nördlich von Scopello bei der Cala di Mazzo di Sciacca. Es gibt einen Parkplatz hinter der Tonnara di Scopello, der alten Thunfischfabrik.

 

Der Eintritt kostet 2 € pro Person.

 

Nachdem du pro Person 2 € Eintritt bezahlt hast, kannst du in einfacher Richtung etwa 7 km wandern. Dich erwarten anspruchsvolle Höhenwege über teilweise felsigen Untergrund oder alternativ ein moderaterer mittlerer oder unterer Weg. Am Weg liegen grandiose Buchten mit türkisblauem Wasser und weißem Sandstrand. Viele sagen, das seien die schönsten Strände Siziliens. Es lohnt sich also, die Schnorchelausrüstung dabei zu haben.

Allein die Aussicht ist den Eintritt wert. Der Zeitbedarf für die Wanderung liegt bei 4-5 Stunden. Die Temperatur beträgt bis zu 30 Grad manchmal schon Ende Mai.

Gute Wanderschuhe, ausreichend Trinkwasser, Sonnenschutz – auch in Form einer Kopfbedeckung –

und ein gutes Weitwinkelobjektiv  – sind ein Must.

Weitere Informationen

Offroad im Zingaro Naturpark

Geht das?

Ja das geht.

Wir wollten mal wieder so eine kleine weiße Straße auf der Michelinkarte fahren, die uns über die Halbinsel nach Scopello bringen sollte. Es dauerte, bis wir die überhaupt gefunden hatten.

Und dann hieß es, Durchfahrt verboten. Wegen Steinschlags.

Abenteuer heißt ja immer, ein bisschen Risiko muss sein. Also fahren wir trotzdem rein. Es ist zunächst eine normale geteerte Straße und ja, es gab hier und da ein wenig Steinschlag. Wer schon mal in Albanien war, der grinst sich jetzt einen, denn die Albaner hätten deswegen nie eine Straße gesperrt.

Dann kam das nächste Schild: Sackgasse.
Gemeint war allerdings, Straße endet, die Offroadpiste beginnt.

Ab jetzt hatten wir unseren Spaß. Wir waren allein, hatten grandiose Aussichten und schönste Natur. Einige km weiter kamen wir dann zurück in die Zivilisation. Auf dem Weg lag auch noch eine Quelle mit bestem Trinkwasser, sodass wir obendrein noch unsere Wasservorräte erneuern konnten.

 

Wir orientierten uns wieder in Richtung Küstenstraße. So oft auf diesem Roadtrip dachten wir:

„Wow, das kann jetzt so schnell nichts mehr toppen“

Kaum ausgesprochen, war dieser Gedanke schon wieder Geschichte.

Unser Platz den wir für unsere Siesta am Mittag fanden, ist so ein Beispiel. Wir schwärmten noch von dieser schönen Offroadstrecke mit grandioser Natur und diesen fantastischen Aussichten bei strahlend blauem Himmel, da führte uns ein leichtes Hungergefühl direkt zu dieser traumhaften Bucht zwischen Scopello und Castellammare di Golfo. Schon auf Instagram löste dieses Foto viel Zustimmung aus:

Ein perfekter Tag.

Cefalú, Palermo und Messina

Eigentlich sollte es nur drei Teile des Roadtrip Italien zu Sizilien geben. Doch wir haben so viel zu erzählen, dass es nun noch einen vierten Teil geben wird.

Freut euch im nächsten Artikel

Roadtrip Italien – Einmal rund um Sizilien, Teil 4

auf Cefalú, Palermo und Messina bevor wir dann die Insel verlassen

 

Warst du auch schon einmal im Westen Siziliens unterwegs?

Was waren deine Erfahrungen und Erlebnisse?

Seid so nett und schreibt es unten in die Kommentare.

Vorheriger Artikel: Roadtrip italien – Einmal rund um Sizilien, Teil 2

Lebe dein Abenteuer nach deinem Geschmack!

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