Marokko und Tajine – ein unzertrennliches Paar

Marokko und Tajine – ein unzertrennliches Paar

Marokko und Tajine – ein unzertrennliches Paar

So geht die richtige Zubereitung

Was wäre Marokko ohne seine Tajine? Überall im Land sieht man ab dem Vormittag die länglichen oder runden  Holzkohlebecken vor den Garküchen stehen, in denen langsam die Glut erhitzt.

Wenn diese dann heiß genug ist, wird der tönerne Tajinetopf mit seinem kegelförmigen Deckel daraufgestellt und dann heißt es abwarten und Tee trinken. Je nach Zutaten bis zu 60 Minuten.Aber das Warten lohnt sich. Denn nach geraumer Zeit steigt leckerer Duft aus der Öffnung oben im Deckel, es riecht verführerisch nach den verwendeten Kräutern, Gemüse- und Fleischarten. Dazu schmurgelt das heiße Olivenöl leise vor sich hin und erzeugt zusammen mit den Düften eine sinnliche Vorfreude auf dieses landauf-landab beliebte Essen.

 

  Lucky Ways -Tipp:  

Wir wurden schon mehrfach gefragt: Was ist überhaupt eine Tajine? Schnell merken wir, dass wir viel zuviel voraussetzen, nur weil wir das Land bereist haben. Deshalb hier eine Definition. Dazu bemühen wir Wikipedia.

„Die (auch der) TajineTagine oder auch Taschiin (arabisch طاجن, DMG ṭāǧin, pl. طواجن / ṭawāǧin, „Kasserolle“, Aussprache: [taˈdʒiːn][1] oder [tæˈʒiːn][2]) bezeichnet in der nordafrikanischen Küche sowohl ein rundes, aus Lehm gebranntes Schmorgefäß mit gewölbtem oder spitzem (konischem) Deckel als auch das darin gekochte Gericht.[3]

https://de.wikipedia.org/wiki/Tajine

Wir lernen, Tajine bezeichnet nicht nur gleichzeitig Gefäß und Gericht, es gibt auch noch ganz verschiedene Schreibweisen. Wir verwenden die Schreibweise: Tajine.

 

Doch was kommt nun hinein in die typische Tajine?

Das liegt wie überall auf der Welt an den kulinarischen Vorlieben des Kochs beziehungsweise der Köchin.

Fleisch, wie zum Beispiel Rind, Lamm, Huhn oder im Süden auch Dromedar ist die Regel. Aber auch Fisch wird als Zutat gerne verwendet

Dazu Gemüse. Und Gewürze. Und Kräuter.

Da Marokko zu jeder Zeit erntefrisches Gemüse im Überfluss hat, hat man die Qual der Wahl. Auf den Märkten findet der suchende Koch Tomaten, Zucchini, Auberginen, Erbsen, grüne Bohnen, Kartoffeln, Saubohnen und vieles mehr in bester Qualität. Auch hier spielt der persönliche Geschmack die wichtigste Rolle.

Doch die Hauptrolle kommt den Gewürzen und Kräutern zu. Im Orient herrscht kein Mangel davon. Zu groß ist das Angebot an exotischen Gewürzen, wie Pfeffer, Piment, Paprika, Koriander, Knoblauch, Zimt oder Kumin. Und ganz besonders Safran. Alleine die Zusammenstellung macht es hier. Und auch die ist wiederum Geschmackssache.

Also bleibt abschließend festzuhalten, dass es kein Rezept für DIE Tajine gibt. Stattdessen werden Fleisch, Gemüse und Gewürze je nach Gusto kombiniert. Was Köche, die sich nur ungern sklavisch an Rezepte halten, sehr freuen wird.

Präzise Vorstellungen über die Form der Zubereitung einer Tajine.

Je variabler die Zutaten sind, desto präziser ist jedoch die Form der Zubereitung.

Die Basis ist eine Marinade aus frischen Korianderblättchen und Petersilie, die feingehackt werden. Zusammen mit Olivenöl und dem Saft einer ganzen Zitrone sowie diversen Gewürzen ergibt das eine fruchtig-herbe Kräutermischung, in die die Fleisch- oder Fischstückchen eingelegt werden. Das muss nicht lange dauern, aber eine halbe Stunde sollte man dem Ganzen schon geben.

In der Zwischenzeit werden Kartoffeln geschält, gewaschen und in ca. ein Zentimeter dicke Scheiben oder in längliche Viertel geschnitten.

Zucchini werden ebenso der Länge nach halbiert oder geviertelt, mit Karotten geschieht das Gleiche. Tomaten werden in kleinfingerdicke Scheiben geschnitten.

Falls Erbsen oder Bohnen geplant sind, werden diese aus den Schoten herausgelöst und gewaschen.

In die Tajine, eine runde, tönerne Schale,

von der dieses Gericht seinen Namen hat, werden nun zuerst die Kartoffeln ordentlich kreisförmig geschichtet. Auf diese Grundlage kommen dann die einzelnen Gemüsestücke. Ebenfalls geordnet. Also zum Beispiel kreisförmig gefächert, kegelförmig geschichtet oder längs aneinandergereiht. Wie auch immer – Hauptsache optisch ansprechend.

Zum Schluss gibt man das marinierte Fleisch obenauf, so dass ein kleiner kegelförmiger Hügel entsteht.

Das Ganze übergießt man nun mit dem Rest der Marinade und legt zum Abschluss eine Scheibe Zitrone oben auf. Mancherorts werden auch die wunderbaren salzig eingelegten Zitronen in Viertel dazugelegt oder auch Backpflaumen.

Schließlich wird die Tajine mit dem hohen kegelförmigen Deckel verschlossen und auf die glühendweiße Holzkohle gestellt. Wer einen Gasherd hat, ist ebenfalls gut dran, ansonsten tut es auch der auf 200 Grad vorgeheizte Backofen. Anschließend kann man sie quasi vergessen und eine Stunde gemütlich abwarten. Und sich die Zeit mit einem marokkanischen Minztee versüßen.

Dann ist sie fertig, die original marokkanische Tajine und zusammen mit einem Fladenbrot sowie einem trockenen Rotwein ein köstliches und einfach zubereitetes Essen.

 

Das Rezept für die Tajine

Hier ein Rezept, das ich mit Aicha aus dem MonRiad in Marrakesch in ihrer Küche mit zubereiten durfte:

Für die Marinade:

  • 1/2 TL Pfeffer
  • 1 TL Kumin
  • 1 TL Paprika
  • Salz
  • 4 zerdrückte Knoblauchzehen
  • 2 EL Tomatenmark
  • 1 Zitrone ausgepresst
  • 2 El Petersilie und Korianderblättchen, fein gehackt
  • 4 El Olivenöl
  • einen Schuss Wasser

Alles gut in einer Schüssel vermischen. Fleisch oder Fisch einlegen und nach Geschmack ziehen lassen.

Für die Tajine:

Kartoffeln, Tomaten, Karotten, Auberginen ohne Haut, sonstiges Gemüse nach Lust und Saison. Fleisch, Fisch oder Huhn in handliche Stücke geschnitten, ebenfalls nach persönlichen Vorlieben. Vegetarier lassen dies weg und genießen fleischlos. 1 Stunde auf dem Gasherd oder im Backofen bei 200 Grad köcheln lassen, wer hat und kann gerne auf einem Holzkohlegefäß.

Guten Appetit.

Und hier live zum Nachkochen:

 

  Lucky Ways -Tipp:  

Das MonRiad, ein schönes Riad in Marrakesch bietet eine Cooking-Class an, an der wir teilgenommen haben.

Bei diesem Kocherlebnis bereitest du ein Gericht deiner Wahl zu. Aicha, die Küchenfee zeigt dir zunächst bei einem Besuch der Souks in der Medina, wo du die besten Zutaten bekommst und kauft mit dir zusammen ein.

Erst dann geht es in die Küche und du bereitest selbst eine Tajine deiner Wahl zu. Wir entschieden uns für eine Tajine mit Seeteufel. Nur lecker.

 

Kleine Tajine Kaufberatung

„Ich habe keine Tajine und komme auch nicht so schnell nach Marokko. Was mache ich?“

Keine Angst. Es gibt die Möglichkeit, sich bequem eine Tajine nach Hause zu bestellen. Da fehlt ganz sicher das Einkaufserlebnis vor Ort. Und ebenso sicher bezahlt man mehr als direkt in Marokko. Aber das Kocherlebnis zuhause ist keineswegs schlechter. Und mal ganz ehrlich, nicht jeder ist so wie wir mit dem Landrover Discovery in Marokko unterwegs und hat viel Platz, die Tajine auch bruchsicher nach Hause zu bringen?

Was für eine Tajine soll ich kaufen?

Erste Entscheidung: die Größe:
20 cm für eine Person, 25 cm für zwei Personen, für je weitere 2 Personen rechne 5 cm Umfang dazu.

Zweite Entscheidung: Die Art der Zubereitung bestimmt die Art der Tajine.
Die traditionelle Art in Marokko und anderen nordafrikanischen Ländern ist die Zubereitung auf dem Holzkohlefeuer. Wir benutzen beim Wild campen einen Petromax Atago. Es gibt aber auch Stövchen im Handel, die du ganz einfach auf dem Balkon benutzen kannst.

Im Backofen und auf dem Gasherd kannst du nahezu alle Tajines verwenden. Sie muss der Höhe nach nur reinpassen.

Wills du eine Tajine auf dem E-Herd zubereiten, muss der Boden besonders plan sein, ansonsten verteilt sich die Hitze nicht gleichmäßig und vielleicht bekommt der Topf sogar Risse.

Dritte Entscheidung: Glasiert oder unglasiert?
Unglasierte Tajines aus gebrannter Lehmerde sorgen für ein natürliches Aroma sowie in Marokko, sind preisgünstiger und du hast sicher damit das authentischere Kocherlebnis.

Glasierte Tajines sehen einfach schick aus und sind leichter zu reinigen. Manchmal gibt es auch Mischungen, außen glasiert, innen unglasiert. Kaufst du die glasierte Tajine direkt in Marokko, ist es durchaus möglich, dass die Farben Schwermetalle enthalten, da die Brennöfen in Marokko selten so hohe Temperaturen erreichen, um dies auszuschließen.

Wenn du auf das traditionelle Kocherlebnis durchaus verzichten kannst, ist vielleicht sogar eine Tajine aus Edelstahl eine Alternative für dich.

 

Lucky Ways -Tipp:  

Tajine für Holzkohle mit passendem Stövchen als Untersatz:

Tajine für Backofen, Gasherd und Holzkohle:

Traditionelle unglasierte marokkanische Tajine-Töpfe aus gebrannter Lehmerde:


Modelle mit besonders glattem Boden sind möglicherweise auch für den Elektroherd geeignet.

Traditionelle glasierte marokkanische Tajine-Töpfe aus gebrannter Lehmerde:
35 cm Durchmesser für 3-5 Personen


 

Keramik Tajine aus glasierter Spezialkeramik:
In den Größen: 25cm, 27cm und 32cm Durchmesser

Wenn es schnell gehen soll, nimm diese Tajine, sie ist ohne vorheriges Wässern sofort einsatzbereit.

Tajine mit Boden aus Gußeisen und Deckel aus glasierter Keramik:
Größen: 27cm und 31cm Durchmesser


Tajine aus Edelstahl, 24 cm Durchmesser

Nichts dabei. Dann flieg nach Marokko und kauf sie dort im Original ab 20 Dirham (2 Euro)

 

Marokko, ein wunderbares Reiseland

Schließlich gibt es nichts Schöneres, als die Tajine dort zu essen, wo sie herkommt. In Marokko. Hast du schon einmal eine Tajine mit Kamelfleisch probiert. Unvergleichlich gut.

Warum planst du nicht selbst mal einen Roadtrip nach Marokko? Die Highlights haben wir dir hier zusammengestellt:

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Hast du selbst schon einmal Tajine probiert oder sogar selbst gekocht. In Marokko oder daheim?

Sei so nett und schreibe es unten in die Kommentare.

Lebe dein Abenteuer nach deinem Geschmack!

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Es ist irgendwie die Quadratur des Kreises, wenn man Marokko 3 Monate bereist hat, rund 7000 km mit dem Geländewagen unterwegs war, in die hintersten Winkel des Landes vorgedrungen ist und dann, ja dann sich konzentrieren soll, auf das wirklich Sehenswerte, die Highlights Marokkos, das, was man unbedingt gesehen haben sollte. Wir machen das, indem wir an einem Roundup unserer Bloggerkollegen Gina und Marcus von 2onthego teilnehmen. Schließlich hat nicht jeder soviel Zeit wie wir. Manche wollen in ein bis zwei Wochen einen schönen Roadtrip durch Marokko machen und sich eine erlebnisreiche Tour zusammenstellen. Nun, eines ist klar. Das ist dann ein Urlaub, der wesentlich touristischer ist als unser Offroad-Abenteuer.

Wir haben den Vergleich, denn vor fünf Jahren haben wir auf ähnliche Weise den Einstieg in dieses so facettenreiche Land gefunden. Damals sind wir mit dem Leihwagen, einem Ford Focus, von Marrakesch bis nach M´Hamid in die Wüste gefahren und wieder zurück. Das Ergebnis dieser kurzen Reise war: Wir kommen wieder und dann mit dem eigenen Auto, möglichst einem Geländewagen. Daraus wurde dann unser Roadtrip mit dem Landrover Discovery mit Dachzelt.

Offroad – Die schönste Begegnung mit Marokko

Um es vorwegzunehmen, die schönste und intensivste Begegnung mit Marokko haben wir auf unseren Offroad-Touren erlebt.

Wenn du allein unter einem klaren Sternenhimmel am Feuer sitzt, wenn in der Entfernung lediglich noch Nomaden mit ihren Ziegenherden unterwegs sind, wenn du plötzlich Adler siehst oder ein Wüstenfuchs deinen Weg kreuzt, wenn die Sonne nur für dich untergeht, dann verspürst du ein unbeschreibliches Glück und verschmilzt mit einer gigantisch schönen Natur.

Wir wurden bereits gefragt, kann man solche Strecken auch mit einem normalen Auto fahren? Wir geben dazu mal folgende Orientierungshilfe: Nimm ein Michelinkarte von Marokko. Meide die Autobahnen und die rot eingezeichneten Nationalstraßen. Dann nimmt die Touristendichte schon deutlich ab. Die gelben Straßen sind meist gut befahrbar und werden auch noch von Wohnmobilen genutzt. Die kleinen weißen Straßen sind dann interessant. Diese sind oft in schlechtem Zustand mit vielen Schlaglöchern und manchmal auch nur Pisten. Aber es sind immer noch Straßen, die die Einheimischen mit ihren alten Autos benutzen. Wir sind damals solche Straßen auch mit dem Leihwagen gefahren, es geht dann halt sehr langsam voran und wird ein bisschen abenteuerlicher.

Lucky Ways -Tipp:

Buche einen Flug nach Marrakesch und einen Leihwagen und organisiere den Rest vor Ort.

Als Unterkünfte gibt es alles vom schicken Riad in der Medina von Marrakesch bis zum einfachen Guesthouse in Imlil am Djebel Toubkal. Viele Campingplätze bieten zusätzlich auch einfache Zimmer an oder du kannst im Nomadenzelt übernachten, je nach Gusto.

Gute Adressen findest du im Marokko Führer von Astrid und Erika Därr. * 

Für so einen Trip brauchst du: den gerade genannten Reiseführer. Hier sind Routen und Übernachtungsmöglichkeiten perfekt beschrieben. Eine gute Karte. Die von Michelin oder die aus dem Reise Know How Verlag. Einen gültigen Reisepass. Und sehr erleichternd wäre noch ein wenig französischer Wortschatz.

Für dein Reisegepäck nimmst du einen Tagesrucksack mit Fotoausrüstung als Handgepäck und ein zweites Gepäckstück, z.B. einen größeren Rucksack (falls Wandern, Trekking oder Wüste für dich interessant ist) oder eine Reisetasche für dein Gepäck.

Denke dran, je nach Reisezeit und Reiseziel innerhalb des Landes sind Tage in Marokko sehr warm und Nächte oft noch empfindlich kalt. Je nach Gestaltung der Reise brauchst du auch warme Sachen, Merinowäsche und evtl. einen Schlafsack, denn Zimmer sind in der Regel ohne Heizung und vielleicht willst du ja in der Wüste auch mal unter dem Sternenhimmel schlafen.

Hier findest du günstige Flüge, Hotels und Mietwagen!*

Marokko Tipp 1:

Marrakech

Es gehört zu einem Aufenthalt in Marrakesch einfach dazu, in einem Riad zu übernachten. Solltest du in deinem Wunschriad kein Zimmer mehr bekommen, was in Marokkos Hauptsaison gut möglich ist, dann versuche es über booking.com. * Die Riads dürfen nämlich ihr Kontingent bei booking.com nicht auf anderem Weg vermieten. Auf diesem Weg haben wir z.B. noch ein Zimmer im wunderschönen in der Medina in der Nähe des Bahia Palastes gelegenen MonRiad bekommen.

Besuche den großen Djemaa el Fna abends und genieße frisches Streetfood in einer der Garküchen. Streife tagsüber durch die Souks und sammle Eindrücke. Doch bedenke, dass du, je nachdem wo du noch unterwegs bist, authentischer, qualitativ besser und preisgünstiger einkaufen kannst. Chille ein wenig im Cafe des Espices oder im Cafe Clock oder oder oder…. Je nach Zeit gibt es Sehenwürdigkeiten wie den Bahia Palast, die Saadier Gräber oder den Jardin Majorelle von Yves St. Laurent. Und besuche unbedingt einen Hammam. In Marokko eine sehr schöne Erfahrung.

Marrakesch ist ein guter Ausgangspunkt, um sternförmig Touren in die Umgebung zu machen. Genügend Agenturen bieten das an. Dauer 1-3 Tage, je nachdem, was man macht.

 

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Marokko Tipp 2

Trekking am Djebel Toubkal

Wenn du willst, kannst du diesen 4000er besteigen. Aber nicht so schnell. Um nach Süden zu kommen, musst du über den Atlas, die Alpen Marokkos, nur viel höher und spektakulärer. Du kannst über den Tizi n`Tichka fahren, zurzeit – Stand 2018 –  eine einzige große Baustelle. Oder du fährst über den Tizi n’Test. Eine spektakuläre Strecke mit teilweise noch ein wenig Pistencharakter, aber mit normalem Leihwagen machbar.

Zurück zum Toubkal Trekking. Sehr eindrucksvoll ist diese Variante:

Erst etwas Kunst und Kultur: Du besuchst Anima, den Garten von Andre Heller. Von hier fährst du durch das sehenswerte Ourika-Tal rüber nach Imlil. In Imlil gibt es jede Klasse von Hotel. Solltest du aber eine Trekking-Tour machen, sind die Übernachtungen auf der Tour seeehr einfach. Am günstigsten ist es, sich direkt im Bergführerbüro in Imlil eine Tour zusammenzustellen, das kann eine Wanderung durch Seitentäler auf etwa 2500 m Höhe sein. Angeboten wird aber auch die Gipfelbesteigung des Djebel Toubkal. Sinnvollerweise hast du für so etwas einen kleinen Rucksack und passende Kleidung dabei. Sonstiges Equipment kann man vor Ort leihen. Und nach diesem kleinen Abenteuer fährst du über den Tizi n’Test weiter nach Süden.

3 Highlights in 4-5 Tagen. Schon jetzt wirst du glücklich sein.

Marokko Tipp 3:

Essaouira

Wer hat nicht schon die blauen Fischerboote gesehen, eines der marokkanischen Postkarten-Motive. In Essaouira kannst du in einer modernen Bar Lounge sitzen, vor dir den Strand und die Surfer oder das Geschehen von der Dachterrasse eines hippen Straßencafés in der Medina beobachten. Vorher hast du den Hafen mit seinen Fischerbooten angeschaut und die Unmengen an Möwen bestaunt und später bist du gemütlich durch die Medina gebummelt. Zum Abendessen suchst du dir direkt am Hafen fangfrisches Seafood aus und lässt es dir gegrillt mit Pommes und einem Salat marrocaine servieren.

Wer will, stellt sein Auto auf einen bewachten Parkplatz am Hafen und übernachtet in einem Riad in der Medina. In der Umgebung kauft ihr Arganöl direkt bei einer Frauenkooperative und auch ein Weingut – ja ihr habt richtig gelesen – gibt es nicht weit entfernt.

Marokko Tipp 4:

Aït-Ben-Haddou

Aït-Ben-Haddou ist ein sogenanntes Ksar,  ein Lehmziegeldorf, das aus mehreren eng aneinander gebauten und teilweise ineinander verschachtelten Wohnburgen besteht. Bekannt deswegen, weil es bereits als Filmkulisse für unzählige Historienfilme diente. Das erste Mal bereits 1970 für den Film Jesus von Nazareth teilrestauriert. Auf jeden Fall sehr sehenswert. Es ist immer noch von einigen Familien bewohnt und wird inzwischen auch weiter restauriert. Früher diente Aït-Ben-Haddou als Durchgangslager für die Karawanen von Timbuktu nach Marrakesch. In Ait Ben Haddou gibt es kompetente Führungen.

Übernachten kann man fußläufig z.B. im Dar Mouna. Das gemütliche Haus hat eine tolle Terrasse direkt mit Blick auf das Ksar (siehe Foto) .Wenn die schönen Fotomotive in der Abendsonne im Kasten sind, wartet hier eine leckere Tajine zum Abendessen. Und man kann z.B. auch mal einen marrokanischen Weißwein probieren.

 

Lucky Ways -Tipp:

Wer über den Tizi n’Test kommt, muss jetzt etwas nach Osten. Es bietet sich unterwegs die Gelegenheit, in Taliouine direkt im Anbaugebiet echten Safran zu kaufen.

45 km durch das Ounila-Tal über Telouet und Tamdakht nach Aït-Ben-Haddou:
Wer über den Tizi n’Tizka fährt, sollte direkt nach dem Paß nach Telouet abbiegen und sich das wunderschöne Hinterland bis Aït-Ben-Haddou nicht entgehen lassen. Inzwischen ist das eine geteerte Straße und mit dem Leihwagen gut befahrbar.

Für Filmfreunde: In Ouarzazate nicht weit entfernt kann man beide Filmstudios besuchen.  

 

Marokko – Tipp 5

Paradise Valley

Es gibt noch eine dritte Möglichkeit, in den Süden zu kommen, entlang am Atlantik in Richtung Agadir. Wer das raue Klima des Atlantiks liebt, sich gerne an Surfern erfreut oder es selbst mal probieren möchte, wer es mag, wenn sich spektakuläre Wellen an bizarren Felsformationen brechen, der ist hier richtig. Schon in den 70er Jahren haben Mick Jagger, Bob Marley und Co. das Paradise Valley für sich entdeckt und hier viel Zeit verbracht. Heute ist es eine schöne Tagesrundtour nordöstlich von Agadir. Auf dieser Strecke gibt es auch einen sehenswerten Wasserfall. Meist hat er nur im Februar nach der Schneeschmelze Wasser. Aber auch ohne Wasser ist dieser Ort interessant. Der grandiose Felsen heißt dann der Brautschleier und mutige Marokkaner springen hier 45 m in die Tiefe in ein natürliches Wasserbecken.

Übrigens, wenn dich Marokko als Land nicht großartig interessiert, dann buche deinen Flug nach Agadir (Hier findest du günstige Flüge und Hotels!*), miete dich in eines der Strandhotels ein und genieße eine Woche am Strand und die sonst sich auf europäischem Niveau bewegende Stadt mit ihrem City- und Nightlife.

Agadir ist so beliebt, weil das Klima sehr konstant ist und die Temperaturen sich meist zwischen angenehmen 25-30 Grad bewegen. Aus diesem Grund ist es auch die Gegend der Wohnmobil-Rentner, die hier mehrere Monate überwintern und entsprechend ihren Platz und ihren „Vorgarten“ gestaltet haben. Natürlich hat auch jedes Wohnmobil eine Sat-Schüssel mit Fernsehempfang in jeweiliger Landessprache. Fährst du durch das Paradise Valley, dann kannst du Agadir über kleine Strecken durch wunderschöne Berglandschaft großzügig umfahren.

Marokko – Tipp 6

Mandelblüte in Tafraoute, Painted Rocks, Igmir-Schlucht, Mansour-Schlucht

Wenn du die Route über den Tizi n´Test oder entlang des Atlantiks nach Süden nimmst, dann lohnt es sich, Tafraoute und sein Umland anzuschauen. Tafraoute ist am schönsten zur Zeit der Mandelblüte, also im Februar/März. Aber auch sonst ist das Mandeltal eine schöne Landschaft. Hier musst du deshalb mit Reisebustourismus von Agadir aus rechnen.

Kurz hinter Tafraoute machst du einen Abstecher zu den Painted Rocks. Hier hat sich der belgische Künstler Jean Veran ein Denkmal gesetzt. Das Ganze nennt man Land Art. Mit dem Leihwagen kommt man hin und kann dann die schöne Gegend weiter zu Fuß erkunden oder ein bisschen in den Felsen herumklettern, mit dem 4x4 gibt es eine tolle Strecke von etwa 30 Minuten durch diese bizarre Felslandschaft.

Anschließend fährst du durch die Mansourschlucht oder durch die Igmirschlucht weiter Richtung Süden. Was früher den Offroadern vorbehalten war, ist heute eine überwiegend gut geteerte Straße. Landschaftlich absolut grandios, also viel Zeit für Fotos einrechnen.

Marokko – Tipp 7

Foum Zguid – ein Tor zur Wüste

Wir lieben Foum Zguid, weil die Stadt so schön lässig ist. Alles ist irgendwie easy going. Hier lernten wir Mustapha kennen, der uns unterhaltsam beibrachte, wie man einen Turban bindet. Willst du in die Wüste, dann brauchst du einen, nicht nur gegen Sonne sondern vor allem gegen Wind. Stehst du nicht auf Turban, ist vielleicht ein Buff (oder zwei) eine Alternative. Das solltest du dann dabeihaben. Mustapha organisiert individuelle Touren, mit oder ohne Dromedar, in die Wüste. Informieren kannst du dich hier: Desertsland

Perfekt übernachten kannst du im Hotel Bab Rimal. Ein Kashbah Hotel mit kleinen Bungalows auf dem Gelände und einem großartigen Swimmingpool, der ein, zwei Tage zum Relaxen einlädt. Bari und Naji, die Besitzer nehmen dich auch gerne mit in ihr Wüstencamp und organisieren dir einen unvergesslichen Sonnenuntergang auf einer großen Düne im Erg Chegaga.

Dieses schöne Wüstencamp wird organisiert von Wild Morocco.

Marokko – Tipp 9

Erg Chebbi oder Erg Chegaga

Erg Chebbi hat die höchste Düne Marokkos mit etwa 150 m Höhe, Erg Chegaga ist das größte zusammenhängende Wüstenareal Marokkos. Die Dünen erreichen hier etwa 80 – 100m Höhe. Natürlich ist es ein wunderschönes Erlebnis, früh morgens auf Erg Chebbis höchster Düne zu sitzen und etwas zu meditieren. Zu unserer Reisezeit ging das, in der Hochsaison wirst du dir den Platz auf Erg Chebbi mit anderen Touristen teilen. Merzouga, der Ort an der Düne, ist sehr touristisch und die Wahrscheinlichkeit, hier viele, besonders asiatische Nationalitäten zu treffen, steigt ab April sehr stark an. Dazu kommen dann noch die ganzen Quad-Fahrer, die auch ihren Spaß haben wollen. Auch liegt Erg Chebbi weit im Osten.

Wir persönlich empfehlen Erg Chegaga. Nur weil die Dünen etwas weniger hoch sind, ist das Wüstenerlebnis nicht unspektakulärer. Die Wahrscheinlichkeit, einen idyllischen Platz zum Genießen zu finden ist deutlich höher, denn hier verläuft sich alles ein bisschen. In beiden Fällen kann man sich eine Tour mit dem Dromedar dazu buchen. Wer die Erfahrung machen möchte, es sind sehr kontemplative 2 Stunden bis zum Wüstencamp.

 

Lucky Ways -Tipp:

Nach Erg Chebbi über die Straße der Kashbahs:
Wenn du gerne nach Erg Chebbi möchtest, kannst du dir eine schöne Tour organisieren, indem du von Ouarzazate die Straße der Kashbahs in Richtung Errachidia fährst (N10) und dann weiter nach Merzouga.

Unter dem Namen „Straße der 1.000 Kasbahs“ ist das Valleé du Dades zwischen Ouarzazate und Errachidia berühmt geworden. Oasengärten sind üppig grün. Die umliegenden Berge schimmern in Rot- und Brauntönen. All das verschmilzt mit den archaischen Formen der jahrhundertealten Lehmburgen zu Bildern einzigartiger Schönheit. Auf diesem Weg liegen eine Menge sehenswerter Highlights. Neben dem Dades-Tal an sich die Todra-Schlucht, das Valleé des Roses (Rosenwasser kaufen nicht vergessen) und die sehr sehenswerte Kashbah Amerhidil in Skoura.

 

Marokko – Tipp 10

Die Königsstädte Rabat, Meknes und Fes

Die vierte ist Marrakesch, siehe Tipp 1. Marokko ist eine tolle Mischung aus grandioser Landschaft, Berge, Meer und Wüste und der Kultur in den Städten. Um das Land in seiner vollen Schönheit und Sinnlichkeit zu erfahren, musst du beides gesehen haben. Wem die Medina von Marrakesch für den Einstieg zu anstrengend ist, der beginne in Rabat, der heutigen Hauptstadt. Die Stadt begegnet dir sauber und gepflegt und in den Souks der Medina geht alles sehr harmonisch zu. Touristen werden weitgehend zufriedengelassen.

Alle 3 Königsstädte sind von Marrakesch über die Autobahn sehr schnell zu erreichen, sodass auch der Norden des Landes bei der Reiseplanung mit einbezogen werden kann. Wir verzichten hier auf die Nennung der vielen Sehenswürdigkeiten. Sie werden in den Reiseführern ausführlich beschrieben. Bei Meknes kannst du dir zusätzlich noch die römischen Ruinen von Volubilis anschauen, seit 1997 Unesco Weltkulturerbe. Wenn du ein Gerberviertel sehen willst, schau es dir in Fes an, aus unserer Sicht das schönste.

 

 

Lucky Ways -Tipp:

Die Medina von Fes ist sehr unübersichtlich. Wir haben hier das Geld für einen deutschsprachigen Führer investiert. Wir waren mit Mohamed Laasri, einem promovierten Germanisten, sehr zufrieden. Die 500 Dh, etwa 45 €, für 4 Stunden waren gut investiert. Wir hatten ihn für uns allein und konnten sehr gut absprechen, was wir sehen wollten und was nicht.

Mohamed Laasri Mobil: 0675 33 06 55

 

Zusammenfassung:

Unsere 10 Tipps beschreiben Reisebausteine, die du dir zu einer individuellen Tour zusammenstellen kannst. Alle sind lohnenswert und sehenswert und je nach deinen persönlichen Vorlieben kannst du bzw. musst du sogar einfach Schwerpunkte setzen. Willst du ausführlich die Königsstädte besichtigen, kommt der Süden ganz sicher zu kurz. Oder umgekehrt. Du hast die Qual der Wahl. Unser ganz persönliches Highlight war ganz sicher die Faszination der Wüste. Das empfehlen wir dir deshalb unbedingt. Darüber hinaus gibt es noch so viel mehr in Marokko zu sehen und zu entdecken. Wir werden noch detaillierter über unsere Reise berichten. Jetzt sind wir gespannt auf deine Erfahrungen.

Warst du schon mal in Marokko?

Was hast du erlebt?

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Akka Nait Sidi – Marokko Desert Camp in spektakulärer Umgebung

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Wir sind im Süden Marokkos unterwegs und fahren von Tata in Richtung Foum Zguid. Die letzten Tage waren wir Offroad unterwegs. Es ging durch atemberaubende einsame Landschaften.  Die letzte Nacht verbrachten wir unvorhergesehen inmitten von Mandelbäumen, nachdem sich die von uns gewählte Piste als Sackgasse erwies. Und nun die gut ausgebaute N12. Sie kommt uns wie ein Fremdkörper vor. Dunkel und schnurgerade zerschneidet sie die ockerfarbene Wüste. Dafür kommen wir schnell voran.

Nachdem wir uns in Tata auf dem sonntäglichen Markt mit superfrischem Fladenbrot und verschiedenem Obst und Gemüse eingedeckt hatten, sind wir erneut auf der Suche nach einem Stellplatz in the Middle of Nowhere.

Wir lesen im Marokko Reiseführer von Erika und Astrid Därr aus dem Reise Know How Verlag über das Dörfchen Akka Nait Sidi kurz vor Tissint.  Dort in der Nähe soll es ein Wüstencamp geben. Gegen 15 Uhr, bei gleißender Sonne kommen wir im Dörfchen an und überqueren die Betonbrücke über ein Oued, die Bezeichnung für ein normalerweise ausgetrocknetes Flussbett. Doch dieses Oued führt jetzt im Winter genug Wasser, sodass die Frauen des Dorfes ihre Teppiche waschen können.

Das Dorf Akka Nait Sidi in Marokko

Es ist beschaulich, die Sonne scheint, ein Reiher steht im hohen Gras, ein Ochse im flachen Wasser und entlang des Oueds säumen tausende von Palmen die Straße.

Das Dorf Akka Nait Sidi selbst liegt etwas höher, eine ruppige, schmale Piste führt hinauf, entlang einem steilen Abhang. Für normale Pkws gerade so machbar, allerdings nichts für schwache Nerven.

Im Dorf ist es menschenleer, kein Wunder bei der Hitze. Lediglich an einem Gebäude arbeiten zwei Männer, einer davon kommt auf uns zu und fragt, ob wir vorhin angerufen hätten, wegen des Camps.

Mohamed, der Leiter des Wüstencamps, wie wir später erfahren.

Wo ist das Desert Camp?

Wir wissen, dass das Desert Camp nur auf Voranmeldung zu nutzen ist und fragen höflich, ob wir vielleicht uns dort irgendwo hinstellen könnten. Nur für diese Nacht. Mohamed gibt uns die Erlaubnis und wir fahren die letzten drei Kilometer über die Piste.

Doch wo ist das Desert Camp? Weit und breit nur Sand und Felsen. Und ein alter Turm. Das Rätsel löst sich, als wir über einen Felsen blicken. In der Ebene unter uns liegen vierzehn Beduinenzelte. Ein herrlicher Duft nach Tajine steigt uns in die Nase.

Das Desert Camp Akka Nait Sidi lässt keinen Komfort vermissen

Wir steigen die in den Fels gehauenen Treppen hinunter und finden uns in einem Camp der besonderen Art wieder. Zusätzlich zu den Zelten gibt es ein Sanitärgebäude, das Duschen und Toiletten beherbergt. Inmitten des Platzes steht ein großes Restaurantzelt, davor einladende Sitzgelegenheiten mit Kissen und Teppichen.

Der verlockende Duft kommt aus einem weiteren, in den Stein gehauenen Gebäude, in dem sich die Küche befindet. Dort kochen mehrere Frauen unter Gelächter das Abendessen für heute Abend vor, eben die lecker duftende Tajine. Denn Mohamed und seine Mitarbeiter erwarten heute Abend mehr als 20 Gäste im Bivouac.

Wir schauen uns um, alles ist äußerst geschmackvoll eingerichtet. Ob die Duschen, die Toiletten oder das Restaurantzelt. Nicht bunt und überladen, sondern harmonisch und mit viel natürlichen Baumaterialien. Und, wir wollen es ausdrücklich erwähnen, die Sanitärräume sind extrem sauber. Da kennen wir mittlerweile leider andere.

 Ein toller Stellplatz in der Nähe des Desert Camps

Wir suchen uns nun auf der Hochebene etwas entfernt vom Desert Camp unseren Platz für die Nacht und richten den Wagen nach Norden aus. Die Markise zeigt gegen Westen, zum Sonnenuntergang, der Zelteingang nach Osten, um die Morgensonne gleich nach dem Wachwerden einzufangen.

Während ich das Abendessen zubereite, fotografiert Bruno die grandiose Landschaft um uns herum. Wir sitzen lange eingemummelt in unseren Decken und schauen in den unglaublichen Sternenhimmel. Ab und zu fliegt eine Sternschnuppe vorbei, die Chance, sich etwas zu wünschen. Sprächen wir unsere Gedanken aus, wären sie das Einzige, was wir hören könnten. Ansonsten ist es vollkommen still.

Sternenhimmel in der Wüste Marokkos

In dieser Nacht entstehen unsere ersten Nachtfotos mit beleuchtetem Auto, unter dem gigantischen Sternenhimmel Nordafrikas.

Informationen zum Desert Camp Akka Nait Sidi

Das Desert Camp Akka Nait Sidi liegt in Süd-Marokko unmittelbar bei Tissint. Es wird umgeben von den Orten Foum Zguid, Tlit, Aguinane und Tata. Im Süden kommt recht bald die algerische Grenze.

Tissint und Foum Zguid sind wichtige Verbindungspunkte der Provinzen Marrakesch, Ouarzazate, Taroudant and Agadir.

Der Franzose Patrick Simon führt das Desert Camp Akka Nait Sidi, das Gasthaus Chez Lahcen im gleichen Ort und das sehr sehenswerte, gemütliche Gasthaus Dar Infiniane in Tata.

 

Lucky Ways – Tipp:

Desert Camp Akka Nait Sidi

Buchbar ab 4 Personen

Ansprechpartner Mohamed

Mobil: + 212 676 05 05 17

Tel:       +212 528 802 104

Fax :     +212.528 802 408

E-Mail Booking: campakkanaitsidi.resa@gmail.com

Email Manager: patricksimon@cans-akkanaitsidi.net

www.cans-akkanaitsidi.net

 

GPS: Desert Camp 29.925546, -7.344161 oder 29°55’31.96‘‘ N, 07°20’38,98‘‘ W

 

 

Lucky Ways – Tipps:*

Lucky-Ways Tipp Reiseführer Marokko

Marokko, Astrid Därr, Erika Därr, 13. Auflage 2016

Südmarokko mit Marrakesch und Agadir, Astrid Därr, Erika Därr 7. Auflage 2015.

City Trip Marrakesch, Astrid Därr, Reihe Reise Know How, 7. Auflage 2017

City Trip Tanger-Asilah-Tetuan, Astrid Därr, Reihe Reise Know How, 1. Auflage 2014

Lucky Ways Tipp – Abenteuerreisen

Irgendwann erwischt’s dich dann! , Klaus Därr, 1. Auflage 2015.

Marokko ist ein Traum

Freut euch auf den nächsten Artikel.

 

Warst du auch schon einmal im Süden Marokkos unterwegs? Vielleicht sogar in der Wüste?

Was waren deine Erfahrungen und Erlebnisse?

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3 Lieblings-Reiseziele in Italien – die Qual der Wahl

3 Lieblings-Reiseziele in Italien – die Qual der Wahl

Unsere 3 Lieblingsziele in Italien

In Italien 3 Lieblingsziele auswählen – geht das?

Alle die uns kennen, wissen es. Wir können täglich auf Instagram posten und auf dem Blog einen Artikel nach dem anderen schreiben, der Gesprächsstoff über Italien und auch das Fotomaterial gehen nicht aus. Dann postest du irgendetwas über Italien in verschiedenen Facebookgruppen und plötzlich merkst du, du bist genau mit dem Thema überhaupt nicht allein.

So landete ich bei einem Blogpost mit der Headline

 „2×3 Traum-Reiseziele in Italien: Wo ich unbedingt (noch) mal hin will!“

und tauchte wieder mal ein in dieses schöne Land. Ilona vom Blog Wandernd beschreibt sich als italienverliebte Bloggerin und mit ihrem Artikel nimmt sie teil an einer Blogparade von Julia. Julias Blog wiederum dreht sich nur um das Thema Italien. Was liegt also näher als auch an ihrer Blogparade teilzunehmen, wo wir doch gerade so einen fantastischen Roadtrip durch Italien hinter uns haben. Deadline ist wann? Morgen. Na dann los.

Sich auf 3 Ziele in Italien zu einigen ist schwer

Wir waren schon oft in Italien mit ganz unterschiedlichen Zielen und Zielsetzungen und damit reisten wir auch auf ganz unterschiedliche Art und Weise. Der Lago Maggiore entwickelte sich zu unserem Lieblingssee. Da sind wir gerne chic und mit dem Cabrio unterwegs. Unsere Wanderziele waren bisher die Dolomiten, das Val Grande oder die Cinque Terre. Das hat dann eher rustikalen Charakter. Um Zeit für Florenz zu haben, buchst du eher eine Ferienwohnung in der Nähe. Da hätten wir bereits 3 tolle Ziele, wenn da nicht noch unser Roadtrip wäre. Mit Geländewagen und Dachzelt fuhren wir durch ganz Italien, umrundeten Sizilien und ließen uns dazu 5 Wochen Zeit.

Eine Übersicht unserer Reise und eine Zusammenfassung unserer Eindrücke schildern wir in

Italien im Mai – ein Rausch der Sinne

Allein zu Sizilien gab es so viel zu berichten, dass es insgesamt vier Artikel geworden sind:

Roadtrip Italien – Rund um Sizilien – Teil 1, Teil2, Teil3, Teil4

Ihr könnt euch vorstellen, wieviel es noch über den weiteren Roadtrip Italien zu schreiben gibt.

 

Venedig – Canale Grande

Insofern können wir als Fazit vorwegnehmen. Eine Auswahl von drei Zielen wird Italien niemals gerecht. Schon Dagmar und ich waren uns nicht einig. Ich fragte so ganz beiläufig:

Dagmar, was waren eigentlich deine 3 Lieblingsziele in Italien?

Die Antworten:

Syrakus, Pompeji, Ostuni

Und warum?

„In Ostuni hat mich das Weiß der Stadt und ihr Flair unheimlich fasziniert. Pompeji ist einfach ein unglaublicher Kulturschatz und Syrakus hat mit seiner Altstadt Ortygia nicht nur Sehenswürdigkeiten und Kunstschätze, sondern lädt mit seinem Citylife unheimlich zum Wohlfühlen ein“

Und bei dir Bruno, was waren deine 3 Lieblingsorte?

Ich überlegte kurz, worauf ich mich festlegen sollte und sagte: „Bei mir sind es Regionen und Städte. Bei Syrakus würde ich zustimmen. Dennoch ist Sizilien insgesamt so schön gewesen, dass ich eher Sizilien als Region nennen würde. Ein besonderes Highlight wäre für mich die Gegend um San Vito Lo Capo mit dem Zingaro Nationalpark. Auch Ostuni ist klasse, aber Apulien als Ganzes so sehenswert, dass ich die Weiße Stadt nicht einzeln herausgreifen würde. Als Städte wären für mich die Highlights ganz klar Venedig und unheimlich begeistert hat mich Perugia mit dem Charme dieser unglaublichen Altstadt.“

Ihr seht, noch nicht mal wir kamen auf einen gemeinsamen Nenner.

Da wir zu Sizilien schon ausführlich berichtet haben, greife ich diese drei Highlights ohne Rangfolge heraus:

Perugia – historische Altstadt

Venedig

Venedig ist einfach eine Perle. Viele lassen sich gerne von den Touristenmassen abschrecken. Wir sagen, blende sie einfach aus. Oder mach es wie wir. Wir sind in den frühen Morgenstunden oder am sehr späten Abend in der Stadt. Wenn du Glück hast, hast du die Rialtobrücke für dich allein. Wenn du deinen Espresso nicht gerade im Café Florian trinken willst, sondern es machst wie die Italiener, in einer Bar etwas abseits im Stehen, bekommst du ihn auch für einen Euro. So ist es auch mit schönen Restaurants und diesen idyllischen versteckten Plätzen, die du findest, wenn du dich etwas abseits der Touristenströme bewegst. Wir nehmen gerne ein Taxiboot und besuchen auch die umliegenden sehr sehenswerten Orte wie z. B. das wunderschöne Burano. Und natürlich nicht zu vergessen , die fantastischen Sonnenuntergänge über der Lagune.

Perugia

Quartiere dich ein am Lago di Trasimeno und besuche von dort aus Perugia, eine der schönsten Städte in Italien. Das mittelalterliche Perugia mit seinen verwinkelten Gassen, schmalen Treppen, Brunnen, und Rundbögen liegt auf einem sanften Hügel. Von dem hast du einen grandiosen Blick über die umliegenden Berge, den Lago di Trasimeno und das fruchtbare Tibertal. Die Altstadt ist autofrei. Ein Straßencafé reiht sich an das andere. Hier sollst du angeblich die schönsten Frauen Italiens sehen können. Wir probierten es aus bei Aperol und Fingerfood. Tatsache ist, durch die etwa 6000 internationalen Studenten hat Perugia ein unheimlich buntes Stadtleben ganz unterschiedlicher Nationalitäten.

Apulien

Ganz klar, die weiße Stadt Ostuni ist unheimlich schön. Wir werden auch nicht vergessen, wie wir mit unserem Geländewagen durch diese schmalen Gassen zirkelten. Aber neben Ostuni hat Apulien mit der Trullistadt Alberobello ein weiteres Highlight zu bieten. Auch siehst du nirgends so viel alte Olivenbäume wie in dieser Region Italiens. So ist es naheliegend neben dem ausgesprochen guten Wein auch Olivenöl zu verkosten und sich mit Vorrat einzudecken. Apulien hat neben seinen tollen und in unserer Reisezeit im Mai sehr leeren Stränden ein wunderschönes Hinterland zu bieten und mit dem Nationalpark Gargano auch ein noch sehr ursprüngliche Wanderregion.

Ostuni – die weiß Stadt

Welche 3 Ziele in Italien wollen wir noch sehen?

Ganz klar Rom

Rom haben wir bei unserer Reiseform mit Geländewagen und Dachzelt ausgeklammert. Rom wäre für uns ein Citytrip. Wir würden ein AirBnB mieten, vermutlich hinfliegen und uns dann ganz in Ruhe die Stadt ansehen. Und uns vor allem Zeit dabei lassen.

Ganz klar Palermo

Auch diese Stadt bereist man am besten, indem man fliegt und sich direkt in der City ein Hotel nimmt oder ein AirBnB mietet. Hierzu hat Barbara Riedel vom Reiseblog Barbaralicious gerade vor kurzem einen Gastartikel geschrieben und wertvolle Tipps zu Palermo gegeben.

Palermo – Siziliens Alternative für digitale Nomaden

Palermo hat so viele Sehenswürdigkeiten und Kulturschätze, dass man es einfach gesehen haben muss. Barbara gibt hier auch wertvolle Hinweise, wie man gleichzeitig neben dem Eintauchen in die Stadt auch arbeiten kann. Das kommt uns ganz besonders entgegen, weil wir immer öfter unsere Reisen deutlich verlängern, weil wir auch von unterwegs aus arbeiten.

Und natürlich ist Sizilien an sich es absolut wert, sich alles das noch anzuschauen, was wir bisher noch gar nicht gesehen haben.

Und zu guter Letzt ein Wanderziel überwiegend in Italien: Der GTA

Auf den historischen Wegen der Grande Traversata delle Alpi in ca. 60 Tagen 1000 km bis zum Mittelmeer laufen. Inspiriert durch die sehr sehenswerte Multivisionsshow von Iris Kürschner und Dieter Haas ist das etwas, was auch noch auf unserer Bucketlist steht.

Die Grande Traversata delle Alpi ist ein faszinierender Trekkingweg in den einsamen Bergen des Piemont und gilt mit als der schönste Weitwanderweg der Alpen. Die Tour führt am gesamten nordwestitalienischen Alpenbogen entlang vom Monte Rosa im Wallis bis zu den Ligurischen Alpen ans Mittelmeer. Man übernachtet in urigen familiären Hotels oder einfachen Etappenunterkünften und genießt am Abend die hervorragende Küche des Piemonts.

 

 Was sind deine Lieblingsziele in Italien?

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Palermo – Siziliens Alternative für digitale Nomaden

Palermo – Siziliens Alternative für digitale Nomaden

Palermo polarisiert

So überschrieben wir unseren Beitrag in Sizilien, Teil 4. Auf unserem Roadtrip Italien ging die Stadt nicht so richtig an uns heran. Fairerweise müssen wir sagen, dass Palermo vielleicht auch für unsere Reiseform mit Geländewagen und Dachzelt nicht das Richtige war, weshalb wir beschlossen, Palermo eine eigene Reise zu widmen, als City-Trip per Flug und Übernachtung im AirBnB.

Denn:

Palermo als antike Kunststadt ist allein schon wegen seiner vielen Sehenswürdigkeiten und Kunstschätze ein Muss einer Sizilienreise. Immerhin ist diese Stadt vermutlich über 2600 Jahre alt und wurde als blühende Hafenstadt zwischen Orient und Okzident von den Griechen, den Römern, den Arabern und den Normannen geprägt, um nur die wichtigsten zu nennen. Garibaldi ist genauso ein bedeutender Name wie Friedrich der II. von Hohenstaufen oder die Normannenfürsten Roger der I. und der II.

Wer kennt nicht die grandiosen Fotos vom Normannenpalast oder die wunderschöne Nachtansicht des Teatro Massimo, fast täglich auf Instagram zu bestaunen. Viele sehenswerte Kirchen werden dominiert von der Kathedrale und wunderschöne Brunnen – z.B. auf der Piazza Pretoria – zeigen italienische Architektur und Kunstfertigkeit in Vollendung. Das italienische Flair, diese Mischung aus alten historischen Bauten und schön renovierten Palästen direkt neben verfallenen Häusern trifft man besonders in Palermo. Doch etwas außerhalb zeigt Palermo auch ein anderes Gesicht. Das Müllproblem kennt nicht nur Neapel sondern auch Siziliens Regionalhauptstadt und die Prostitution auf offener Straße kann man in dieser Stadt deutlich beobachten.

Palermo polarisiert ist deshalb eine Headline, die man sowohl beim Trip Advisor als auch in anderen Blogartikeln findet:

„Faszinierendes und Abstoßendes, Ewigkeit und Verfall, Blühen und Verwelken, Erhabenes und Banales, Hässlicher Dreck und überirdische Schönheit, Mafia und Karfreitagsprozession:

Palermo ist immer beides.“

 Palermo – die Kathedrale 

Ein Gastartikel von Barbara Riedel

Seit drei Jahren lebt Barbara als digitale Nomadin und schreibt auf ihrem Blog Barbaralicious über ihre Erlebnisse rund um die Welt. Ihr Schwerpunkt liegt dabei auf den Themen „Reisen und Arbeiten verbinden“ und „Langzeitreisen“. Auf diese Weise möchte Barbara Menschen inspirieren, ihre eigene Reise in die Freiheit zu starten und von den vielen wundervollen Plätzen dieser Welt den Laptop aufzuklappen.

Neben ihrem Blog schreibt sie außerdem Bücher – allen voran ihre E-Book-Reihe „City Guides for Digital Nomads“, mit denen sie Nomaden das Einleben an einem neuen Ort erleichtern möchte.

Barbara ist Halbitalienerin und hat viele Jahre ihrer Kindheit in Palermo verbracht. Wer könnte uns eine andere Sichtweise auf diese Stadt besser näher bringen als eine quasi Einheimische, die hier immer noch ihre Wurzeln hat, aber heute durch die weltoffene Brille einer digitalen Nomadin schaut?

Wir freuen uns sehr, dass Barbara quasi diese Lücke in unserem Roadtrip über Sizilien füllen kann.

 Barbara am Computer im Arosa in Palermo 

Palermo – Die beste Stadt in Europa, um Arbeit und Vergnügen zu verbinden

Seit mittlerweile drei Jahren lebe ich als digitale Nomadin – das heißt, ich arbeite online und damit ortsunabhängig, sodass ich meiner größten Leidenschaft, dem Reisen, nachkommen kann. In dieser Zeit habe ich demensprechend viele Orte rund um die Welt getestet. Meine Lieblingsstadt in Europa ist ganz klar Palermo! Warum? Weil es für mich die perfekte Work-Life-Balance bietet!

Arbeiten in Palermo: Erst die Arbeit, dann das Vergnügen:

Arbeiten in Palermo ist für mich immer leicht gewesen. Ich mag es, wenn ich zwischen verschiedenen Locations wählen kann. Dabei haben sich für mich in der sizilianischen Metropole ganz klar drei Orte herauskristallisiert, an die ich immer und immer wieder zum Arbeiten zurückkehre.

Mein Favorit unter den Coworking Spaces:

PMO Coworking

Gerade letzte Woche war ich mal wieder zu Besuch und wurde empfangen, als wäre ich Teil der Familie. Wahrscheinlich bin ich das auch bis zu einem gewissen Grad und das gefällt mir. Wenn also auch du in einem sehr freundschaftlichen Umfeld arbeiten und noch dazu im Herzen der Stadt sein möchtest, bist auch du hier genau richtig! Auch das WLAN ist hier so schnell, dass du vollkommen vergessen wirst, dass du in der angeblichen Internetwüste Italien bist.

 PMO Coworking in Palermo 

2. Das Hotel Ambasciatori

Ganz in der Nähe vom Hauptbahnhof befindet sich das Hotel Ambasciatori. Auf seinem Dach wartet eine Terrasse mit einem genialen Ausblick auf Palermo, bzw. den Monte Pellegrino und den Hafen – je nachdem wo du sitzt – siehe Beitragsbild. Eigentlich ist das da oben sogar ein Restaurant und trägt den Namen SEVEN, weil es im siebten Stock des Hotels ist. Das war bei meinem Aufenthalt im Sommer 2016 mein ganz persönlicher Happy Place, meine Oase, mein Rückzugsort von der teils stressigen Stadt. Wenn du genauso sehr auf Working with a View stehst wie ich, wirst du dieses Rooftop lieben!

3. das Ombelico del Mondo in Mondello.

Wenn du dich nicht daran störst, eine kleine Anfahrt zu haben, habe ich noch einen ganz besonderen Tipp:

das Ombelico del Mondo in Mondello. Das ist eine Beach Bar, in der du mit Blick auf den Strand von Mondello und den Monte Pellegrino arbeiten kannst. Für mich ist das übrigens der schönste Strand der Welt – aber ich gebe zu, dass ich voreingenommen bin, weil ich so viele schöne Erinnerungen aus meiner Kindheit von dort habe. Trotzdem bin ich davon überzeugt, dass der Ort perfekt zum Arbeiten ist. Einen kleinen Nachteil will ich dir aber nicht verheimlichen. Die Bar selbst hat keine Toilette! Die öffentliche Toilette liegt jedoch nur in 20 Metern Entfernung. Wenn es mal dringend ist, kannst du entweder mit den Kellnern reden, sodass sie ein Auge auf deinen Laptop haben (vor allem, wenn du öfters dort bist, ist das kein Problem) oder den Laptop mitnehmen.

Alle drei Orte haben WLAN und mir hat das Arbeiten an jedem einzelnen dieser Orte richtig Spaß gemacht.

Vor allem, wenn ich einen schönen Ausblick habe, gibt mir das einen wahren Kreativitätsschub!

 Piazza Pretoria von oben 

Freizeit in Palermo

Aber kommen wir nun zum zweiten Teil dieses Beitrages – Freizeit!

Ich persönlich liebe es, durch Palermo zu schlendern und mich einfach vor die vielen schönen Orte zu setzen. Meine Lieblingsorte sind ganz klar:

Das Politeama

Das alte Theater, das majestätisch am Rande eines großen Platzes thront.

Das Teatro Massimo

Das größte Theater des ganzen Landes, dessen Größe man sich kaum bewusst wird.

Die Piazza della Vergogna

Ein Platz mit einem riesigen Brunnen in der Mitte, der von nackten Statuen gesäumt wird.

Quattro Canti

Eigentlich nur eine Kreuzung im historischen Teil der Stadt, aber die Eckfassaden sind im barocken Stil geschmückt und einfach herrlich anzusehen.

 Die Kathedrale

Ein schöner Bau mit einem tollen Platz und großen Palmen davor – siehe oben

 

 Kathedrale in Cefalù 

Sehenswürdigkeiten außerhalb von Palermo

Und wenn du mal Lust hast, etwas völlig anderes zu sehen, kannst du ziemlich günstig mit Bus und Bahn zahlreiche andere Orte erreichen. Auch hier habe ich natürlich ein paar Favoriten:

 Mondello

Wie bereits erwähnt, ist Mondello für mich mit unzähligen Kindheitserinnerungen behaftet und mein absoluter Lieblingsstrand! Hierher kommst du ganz einfach mit der Busnummer 806 vom Politeama.

Cefalù

Das ehemalige Fischerstädtchen ist mittlerweile ein riesiger Touristenmagnet. Die Kathedrale liegt in einer malerischen Altstadt direkt am Meer und für die Hiker gibt es einen kurzen Wanderweg auf den Felsen, der direkt an die Altstadt grenzt. Der Ausblick ist fabelhaft! Von Palermo Centrale fahren stündlich Züge nach Cefalù.

Mazara del Vallo

Ein hübsches Städtchen mit einer fotogenen Kathedrale, einer coolen Kirchenruine und einer einladenden Strandpromenade. Es fahren mehrmals täglich Busse von Palermo Centrale nach Mazara.

 

 Kathedrale in Mazara del Vallo 

 Palermo Guide for Digital Nomads

Wenn du noch mehr zu Palermo für digitale Nomaden wissen möchtest, schau doch mal, ob mein Palermo Guide for Digital Nomads etwas für dich ist!

Ich hoffe sehr, dass ich dir diesen Ort näher bringen konnte. Ich würde mich freuen, wenn auch du dort eine unvergessliche Zeit verbringen würdest! 

 Barbara Riedel:

 

Portfolio: http://barbarariedel.com

Blog:  https://barbaralicious.com

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Liebe Barbara, vielen Dank für diesen tollen Gastartikel !

 

Lucky Ways Tipp:*

E-Books von Barbara Riedel

 

    Palermo Guide for Digital Nomads – English Edition

     Travel Solo: Gain More Self-Confidence, Trust and Freedom by Traveling the World (English Edition)

    Meine Weltreise – ein Traum wird wahr

    Reiseblogger schreiben ein Buch: Begegnungen auf Reisen

 

The Canggu Guide for Digital Nomads

The Chiang Mai Guide for Digital Nomads

The Singapore Guide for Digital Nomads

The Dubai Guide for Digital Nomads

The Las Palmas Guide for Digital Nomads

The Tarifa Guide for Digital Nomads

The Carbarete Guide for Digital Nomads

The Kuala Lumpur Guide for Digital Nomads

 

 

Der Roadtrip Italien geht weiter

Freut euch im nächsten Artikel auf

Roadtrip Italien – Kalabriens traumhafte Strände

 

Warst du auch schon einmal in Siziliens Hauptstadt Palermo?

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Vorheriger Artikel: Roadtrip Italien – Einmal rund um Sizilien, Teil 4

Lebe dein Abenteuer nach deinem Geschmack!

Gern gelesen

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Roadtrip Italien – Rund um Sizilien, Teil 4

Roadtrip Italien – Rund um Sizilien, Teil 4

Roadtrip Italien – Rund um Sizilien, Teil 4

Unser Roadtrip ging durch ganz Italien.

Wir sind ja nicht die exakten Reiseplaner, sondern wir lassen uns eher treiben. Bleiben, wo es uns gefällt. Manchmal wird das schwierig, wenn du nur einen bestimmten Zeitrahmen hast. Ok, manchmal können wir auch den noch etwas ausdehnen. So war Sizilien für uns eine echte Herausforderung. Vor der Reise wussten wir noch nicht, dass wir mehr als die Hälfte unserer Reisezeit allein auf Sizilien verbringen würden.

Sizilien ist so groß und so schön, hat so viel Sehenswürdigkeiten. Und wenn du denkst, jetzt kann das wirklich nichts mehr toppen, stehst du schon vor dem nächsten Highlight. Das ist auch der Grund, warum allein aus diesem Teil unseres Roadtrips Italien vier Teile geworden sind.

Wir können überhaupt nicht mehr nachvollziehen, wenn jemand sagt, er hätte Sizilien bereist in zwei Wochen Urlaub, von denen er noch viel Zeit in einer Ferienwohnung oder in einem Hotel verbracht hat. In etwa mehr als 3 Wochen konnten wir die Insel gerade einmal umrunden, mussten vieles auslassen und vom Landesinneren haben wir in der Zeit auch noch nichts gesehen. Unser Roadtrip verlief von Osten nach Westen.

In Sizilien, Teil 1 beschreibt unsere Tour von Messina direkt zum Ätna, unseren schönen Nachmittag in der Alcantara-Schlucht und unsere Zeit in Taormina und Syrakus mit seiner schönen Altstadt Ortigia.

In Sizilien, Teil 2 fanden wir ein anderes fotografisches Highlight, die Scala dei Turchi. Auf dieser Route liegen auch die antiken Tempel von Agrigent und Selinunt. Ein toller Strand in Ericlea Minoa lud zum Entspannen ein,  bevor wir dann weiter über Marsala nach Trapani im Westen reisten.

Weiter ging es in Sizilien, Teil 3 nach Erice, der antiken Stadt oberhalb von Trapani. Wenige Kilometer weiter findest du die wunderschöne Bucht von San Vito Lo Capo und den Zingaro Naturpark. Es lag nahe, dass hier sonnen, baden, wandern und ein bisschen Offroad fahren auf dem Programm standen.

In Sizilien, Teil 4 reisen wir durch den Norden der Insel.

Wir nehmen dich mit nach

Cefalu

Traumhafte Altstadt. Fotospot. Siziliens bestes Cassata und die Geschichte, warum ich dank eines sizilianischen Schusters nicht den Rest meiner Reise beim Essen stehen musste

Palermo

Die Inselhauptstadt strotzt so vor Burgen und Pallazzi, Kirchen und sakralen Bauten. Und trotz der kulturellen Highlights ging die Stadt nicht an uns heran

Messina

Wie die Italiener es schaffen, sämtliche kulinarischen Schweinereien in einem Laden zu präsentieren.

Für alle, die noch keinen der ersten drei Teile gelesen haben (unbedingt nachholen 😊):

Wir sind sehr individuell mit einem 4x4, einem Landrover Discovery mit Dachzelt on the road. Dabei fahren wir immer mal wieder kleine, schöne Offroad-Strecken, die du mit einem normalen PKW oder Camper vielleicht nicht unbedingt fahren willst. Wir sind auch soweit autark, dass wir einfach mal ein paar Tage irgendwo stehen bleiben können.

Dennoch denken wir, dass unsere Tipps auch für dich geeignet sind, wenn du individuell unterwegs bist und nicht an einen festen Standort wie eine Ferienwohnung, ein Hotel oder ein AirBnB gebunden bist. Wusstest du, dass es auf Sizilien viele Bed & Breakfast oder Unterkünfte in Agriturismo gibt, die du direkt vor Ort auch spontan für ein oder zwei Nächte buchen kannst?

Cefalú – eine Perle an Siziliens Küste.

So ein schöner Ort ist natürlich ein Touristenmagnet und in der Hauptsaison wahrscheinlich proppenvoll und eher nicht zu empfehlen. Aber jetzt im Mai ist die Menge an Touristen gut erträglich und man hat Spaß, durch den Ort zu schlendern.

Man hat auch keine Chance, irgendwo frei zu stehen. Den schönen Campingplatz mit Pool und eigenem Strand, übrigens unter deutscher Leitung, haben wir bereits in diesem Beitrag beschrieben.

Wo gibt es das beste cassata siciliana?

Cassata Siciliana – ein geniales Eis. Wenn man Glück hat und eine gute Eisdiele findet. Wir waren gleich zweimal in dieser glücklichen Lage. Zum einen natürlich hier auf Sizilien – wo sonst?

.

 

Lucky Ways – Tipp:

Tipp 1:

Die Bar und Gelateria Antica Porta Terra in Cefalù.

Da waren wir gleich mehrmals, so lecker war das.

Und für alle die nicht so weit fahren wollen hier die Empfehlung für Norditalien. Während wir auf Einlass in die Arena zum Konzert von David Gilmour warteten, fanden wir diese tolle Eisdiele:

Tipp 2:

Gelateria Savoia dal 1939, Via Roma in Verona

 

Warum ich den Rest meiner Reise beim Essen nicht stehen musste

Bei unserem ersten Rundgang durch Cefalú ist er mir aufgefallen. Ein winzig kleiner Laden eines Schuhmachers. Es konnte gerade ein Kunde vor dem Tresen stehen, hinter dem er mit vielen Werkzeugen und Nähmaschine noch echte Handarbeit machte. Ich habe dieses kleine Geschäft nur so aus dem Augenwinkel wahrgenommen. Ein flüchtiger Blick nach links und so ein Gedanke wie „Oh das gibt es noch.“ Ich wusste zu diesem Zeitpunkt noch nicht, wie bedeutsam es noch werden würde, dass mir dieser Mann aufgefallen war.

Dann passierte es. Tags drauf am Nachmittag auf dem Campingplatz. Das Espressomaschinchen brodelte. Ich setzte mich in den Campingstuhl. Geräuschvoll riss das Stuhlkissen auf einer Seite und im nächsten Moment hing ich regelrecht in den Seilen.

Lernerfahrung: Auch ein wirklich guter Campingstuhl kann kaputt gehen.

Wenn so etwas passiert, werde ich kreativ. Du hast ja für so einen Fall keinen Ersatz dabei und die Möglichkeit, einen vernünftigen neuen Stuhl zu kaufen hätten wir frühestens in Palermo, vom Zeitaufwand ganz zu schweigen. So dachte ich nach, was ich tun könnte und plötzlich kam mir dieser Schuster in den Sinn. Ich dachte mir, wenn seine Maschine Leder näht, dann bestimmt auch den Stuhlbezug. Ob ich den wiederfinden würde?

Eine halbe Stunde später lief ein schwitzender deutscher Touri mit einem Campingstuhl unter dem Arm durch Cefalú und suchte einen Schuster, nicht einen, den Schuster. Ich hatte mir in Leo, Gott sei Dank gibt es ja so tolle Apps, extra das italienische Wort Calcolaio für Schuster herausgesucht, doch keiner der Einheimischen, die ich fragte, kannte ihn. So entschloss ich mich, den Weg durch Cefalú einfach genauso abzulaufen, wie ich ihn vom ersten Mal noch in Erinnerung hatte. Kurz nach 6 Uhr abends stand ich dann als einziger Kunde in seinem Laden.

 

Unterwegs hatte ich mir die ganze Zeit überlegt, wie ich ihm das Problem verständlich machen sollte, da begrüßt er mich im besten Ruhrpott-Slang: „Sie können deutsch mit mir sprechen“ und erzählt mir von den vielen Jahren, die er in Düsseldorf und Umgebung verbracht hat. Meinen gerissenen Stuhlbezug könne er grundsätzlich reparieren, aber nicht, solange dieser am Gestell befestigt ist. Dieser kleine Laden war wirklich gut ausgestattet, aber halt um Schuhe zu reparieren. Passendes Werkzeug für mein Problem hatte er nicht. Wie lange er noch da wäre? Etwa 20 Minuten.

Aber wisst ihr, wenn man schon glaubt, das wird nichts mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her. So oder ähnlich kannte ich den Spruch von meiner Oma. In Kurzform: Ich verließ den Schuster, bog um die nächste Ecke und kam an einem Hauseingang vorbei, in dem Handwerker arbeiteten. Eine deutschsprechende Italienerin übersetzte mein Anliegen. Sie hatten das passende Werkzeug, montierten in 3 Minuten den Bezug vom Gestell. 5 Minuten vor Ladenschluss war ich wieder beim Schuster und nach weiteren 5 Minuten war mein Bezug genäht, stabiler als vorher.

Zufrieden und lächelnd läuft ein deutscher Traveller mit einem Campingstuhl unter dem Arm durch Cefalú und sucht die beste Eisdiele für Cassata siciliana.

Ein Hoch auf die netten Sizilianer.

Kosten: 4 € und ein Eis.

Sehenswertes und Erlebenswertes in Cefalú

Nicht nur in der Toskana oder in Apulien sondern auch hier fiel uns auf, dass sich das Bild der Touri-Läden verändert. Du läufst ja erstmal etwas vorurteilsbehaftet durch die Gassen, bis dir auffällt, dass es in vielen Geschäften wirklich schöne Handwerkskunst gibt. Die Brüder Saia zum Beispiel machen in ihrem Keramik-Atelier von Hand dekorierte Objekte nach alter sizilianischer Tradition. Das werden wir noch in einem gesonderten Bericht porträtieren.

In Italien führen alle Wege nach Rom, in Cefalú führen alle Wege zum Dom.

Die Kathedrale Santissimo Salvatore, so heißt der Dom, gehört zum Bistum Cefalú, hat den Status einer Basilica und ist seit 2015 Weltkulturerbe. Sie ist zweifelsohne eine der schönsten Kathedralen der Welt. Früher war das wohl etwas unkomplizierter mit den Religionen. Die Normannen haben den Dom bauen lassen und gleichzeitig Künstler aus Konstantinopel geholt, die hier byzantinische Kunst verwirklichten.

Das Programm heißt also Kathedrale besichtigen und anschließend auf der Piazza Duomo abhängen, Espresso trinken, fotografieren, Leute gucken, den Tag genießen. Ein guter Plan, um den Nachmittag zu verbringen.

Dann kann man das immer besser werdende Licht bis zur blauen Stunde damit verbringen, die unzähligen Fotomotive zu verewigen und später in einer der Bars beim Stadtstrand den Abend mit einem Apero einläuten. Wir haben uns anschließend entschieden, in einem netten Restaurant mit Sitzplätzen direkt am Wasser den Abend abzurunden. (unbedingt im Laufe des Tages reservieren)

Der antike Waschplatz von Cefalù

Irgendwann beim Bummel durch die Stadt kommst du daran vorbei. Es geht ein paar Stufen nach unten und schon fühlst du dich ins Mittelalter zurückversetzt. Schön erhalten Siehst du ein paar Waschbecken mit abgeschrägten Steinen davor, auf denen früher die Wäsche gerubbelt wurde. Cefalù nutzte hier einen Bach, der unter den Häusern hindurch ins Meer fließt, als natürliche Wasserquelle. Und man kann sich ganz gut vorstellen, wo früher die Gespräche stattfinden. Sicher nicht im Wirtshaus.

Wir haben den Platz zweimal fotografiert und auf Instagram gezeigt. Einmal am Tag mit vielen Touristen und einmal in dieser schönen Abendstimmung. Letzteres war der Favorit und das zeigen wir euch hier. Alternativ könnt ihr aber auch in unseren Feed auf Instagram schauen.

Palermo polarisiert

Jeder sagt dir, Palermo musst du gesehen haben, wenn du auf Sizilien bist. Wahrscheinlich ist das auch so und „Jeder“ hat ganz bestimmt recht.

Der Wermutstropfen für euch und wahrscheinlich für uns selbst: Die Stadt ging irgendwie nicht an uns ran.

Fangen wir mal so an. Als Geländewagenfahrer mit Dachzelt brauchten wir zunächst einen Stellplatz. Es gibt nur die Möglichkeit, relativ weit außerhalb zu bleiben und mit öffentlichen Verkehrsmitteln reinzufahren, was dann viel Zeit kostet oder du nimmst den City-Stellplatz ca. 3 km vom Zentrum. Die Erfahrungen mit diesem Platz haben wir schon hier beschrieben.

 

 Einen Campingplatz am Stadtrand von Palermo – im Hintergrund zu sehen – haben wir nicht genommen. Die   Bahnverbindung wurde eingestellt und ein Bus braucht ca. 1,5 Std. ins Zentrum. Nächster Halt 1,5 km entfernt..

Nachdem wir uns zwischen zwei Wohnmobilen eingerichtet hatten, wollten wir in die Stadt zum Abendessen. Also erst mal duschen. Nachdem wir nacheinander aus der einzigen „grottigen“ Dusche kamen, war zumindest Dagmars Laune deutlich schlechter als vorher, um es nett auszudrücken.

Vielleicht reißt ja die gute Verkehrsanbindung des Platzes an die City das ganze wieder etwas heraus. Die Bushaltestelle war 20 m entfernt, wir mussten nur noch herausfinden, welche Linie und welche Richtung. Nach ungefähr 10 Minuten Studium der Fahrpläne kam dann die Erkenntnis: Ein Bus in die Hafengegend oder direkt ins Zentrum fährt nicht mehr.

Doch Sizilien ist immer für positive Überraschungen gut. Eine andere Buslinie hielt, eine Italienerin übersetzte und was jetzt schon wieder super cool war, der Fahrer bat uns herein und nahm nun extra für uns eine kleine Fahrplanabweichung in Kauf. Er fuhr uns – übrigens in ziemlichen Tempo – durch die Stadt und setzte uns in der Nähe des Hafens ab. Geld für ein Ticket lehnte der Busfahrer ab.

Wo erlebt man noch so etwas?

Auch dieser Busfahrer gehörte zu den vielen netten und hilfsbereiten Menschen, die wir besonders auf Sizilien und in Süditalien kennenlernen durften.

Wir bewegten uns Richtung Innenstadt und fanden auch ein ansprechendes Lokal. Was auf den ersten Blick ganz gut aussah, entpuppte sich dann doch ziemlich schnell als Standardessen Italienisch, das übliche Pizza – Pasta Programm, Durchschnitt einer Großstadt. Der Service war ein bisschen anonym und unverbindlich, der krasse Gegensatz zur schönen Beach Bar bei Trapani. Die Laune ging auch schon wieder Richtung Keller, denn wir waren inzwischen ziemlich unterzuckert und hatten nur noch Hunger.

Der Reisetag bewirkte dann doch, dass wir schnell müde wurden und wir machten uns auf den Heimweg. Ein Bus fuhr nicht mehr. 3 km Fußweg ergaben dann ungefähr folgendes Stimmungsbild des Abends:

Palermo außerhalb der Sehenswürdigkeiten ist nicht unbedingt schön.

Die Stadt hat ein Müllproblem. Rein olfaktorisch war der Rückweg wenig genießbar.

Die ganze Hafengegend wimmelte von Prostituierten, meist Afrikanerinnen, die direkt hinter einer Säule oder etwas versteckt in Hausecken ihr Geschäft betrieben.

Am nächsten Morgen war unsere Stimmung so im Keller, das wir auf eine Stadtbesichtigung verzichteten und beschlossen weiter zu reisen.

An diesem Tag zogen wir für uns ein kurzes Resumee:

Städte ab einer gewissen Größe sind nicht unbedingt etwas für unsere Reiseform im Geländewagen mit Dachzelt. Citystellplätze sind auf Wohnmobile ausgerichtet, für die es vollkommen in Ordnung ist, wie auf einem Parkplatz in Reihe und Glied zu stehen. Es gibt natürlich immer Ausnahmen. Z.B. in Dubrovnik oder auch in Vilnius gab es schön angelegte Plätze in grüner Umgebung und auch mit Rasenflächen. Das heißt, man muss sich vorher gut informieren und darf auch abends nicht zu spät dort sein. Auf Plätzen wie in Palermo hat ein Wohnmobil natürlich klar Vorteile, weil Toilette und Dusche bequem an Bord sind, während wir mit den meist mäßigen Sanitärs Vorlieb nehmen mussten. Hier kommt unsere Reisevariante eindeutig an ihre Grenze.

Es war natürlich dann unserer Stimmung geschuldet, dass wir ab einem bestimmten Punkt keine Lust mehr hatten. Wir haben beschlossen, Palermo nachzuholen, als City-Trip mit AirBnB in der Innenstadt, An- und Rückreise bequem per Flug.

Palermo – eine schöne Stadt für digitale Nomaden

Wer uns kennt, der weiß, wir sind kreativ genug, dass wir immer noch irgendetwas im Köcher haben. So ist es auch diesmal. Wir wollen unsere Reiseberichte über Sizilien nicht mit der Geschichte beenden, warum wir als launische Traveller eines der größten Highlights Siziliens nicht gesehen haben.

Deshalb kommt im Anschluss an diesen Artikel ein Gastartikel von unserer Blogger-Kollegin Barbara Riedel.

Sie schreibt auf Barbaralicious einen Reiseblog für digitale Nomaden. Barbara ist Halbitalienerin und vielleicht ahnt ihr es schon. Ihre Mutter stammt aus Palermo. Und ihr dürft mal raten: Für Barbara ist Palermo innerhalb Europas die schönste Stadt, in der man Leben und Arbeiten in Balance bringen kann. Wer könnte Palermo somit besser ins rechte Licht rücken, wenn nicht sie?

Messina  – hier endet der Traum

Sizilien hat noch so viel zu bieten, was wir alles nicht gesehen haben. Man denke nur allein an die liparischen Inseln mit dem Vulkan Stromboli, die man von Messina oder Milazzo bequem per Fähre erreichen könnte.

Doch für uns hieß es, jetzt Abschied zu nehmen, wenn wir noch nennenswerte Zeit im restlichen Italien verbringen wollten. Doch wenn ihr denkt, wir verlassen Sizilien ohne ein letztes Highlight, dann täuscht ihr euch. Eines haben wir noch:

Panificio Le Tre Sorelle

Wer denkt, das ist eine Bäckerei, weit gefehlt. Bei uns würde man vielleicht sagen Feinkostladen. In diesem Geschäft, das sich übersetzt die drei Schwestern nennt, findet ihr die ganzen kleinen Sauereien, die dazu führen, dass wir immer genug Sport machen müssen, um unsere Figur zu halten.

Um es in Worte zu fassen, das ganze Programm italienischer Spezialitäten, Schinken, Käse, Kaffee, Oliven, Pasta, Pasteten, Kuchen, Dolce und selbstverständlich auch Brot – ist ja schließlich ein Panificio – vereint in einem Geschäft. Aber besser zeigt es unser Video, mit dem wir uns aus Sizilien verabschieden:

 

 

 

Lucky Ways – Tipp:

Panificio Tre Sorelle

Viale Europa 1127120, Messina, Italien

Öffnungszeiten: 07:00–22:00

Telefon: +39 090 293 1003 

 

Im nächsten Artikel freut euch auf

Palermo – Die beste Stadt in Europa, um Arbeit und Vergnügen zu verbinden von Barbara Riedel

Und bei uns geht es dann weiter nach Kalabrien.

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Einmal rund um Sizilien, Teil 3

 

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