Urlaub  in Marokko – die Top 10 für deinen Roadtrip

Urlaub in Marokko – die Top 10 für deinen Roadtrip

Die Top 10 für 14 Tage Urlaub als Roadtrip in Marokko

Es ist irgendwie die Quadratur des Kreises, wenn man Marokko 3 Monate bereist hat, rund 7000 km mit dem Geländewagen unterwegs war, in die hintersten Winkel des Landes vorgedrungen ist und dann, ja dann sich konzentrieren soll, auf das wirklich Sehenswerte, die Highlights Marokkos, das, was man unbedingt gesehen haben sollte. Wir machen das, indem wir an einem Roundup unserer Bloggerkollegen Gina und Marcus von 2onthego teilnehmen. Schließlich hat nicht jeder soviel Zeit wie wir. Manche wollen in ein bis zwei Wochen einen schönen Roadtrip durch Marokko machen und sich eine erlebnisreiche Tour zusammenstellen. Nun, eines ist klar. Das ist dann ein Urlaub, der wesentlich touristischer ist als unser Offroad-Abenteuer.

Wir haben den Vergleich, denn vor fünf Jahren haben wir auf ähnliche Weise den Einstieg in dieses so facettenreiche Land gefunden. Damals sind wir mit dem Leihwagen, einem Ford Focus, von Marrakesch bis nach M´Hamid in die Wüste gefahren und wieder zurück. Das Ergebnis dieser kurzen Reise war: Wir kommen wieder und dann mit dem eigenen Auto, möglichst einem Geländewagen. Daraus wurde dann unser Roadtrip mit dem Landrover Discovery mit Dachzelt.

Offroad – Die schönste Begegnung mit Marokko

Um es vorwegzunehmen, die schönste und intensivste Begegnung mit Marokko haben wir auf unseren Offroad-Touren erlebt.

Wenn du allein unter einem klaren Sternenhimmel am Feuer sitzt, wenn in der Entfernung lediglich noch Nomaden mit ihren Ziegenherden unterwegs sind, wenn du plötzlich Adler siehst oder ein Wüstenfuchs deinen Weg kreuzt, wenn die Sonne nur für dich untergeht, dann verspürst du ein unbeschreibliches Glück und verschmilzt mit einer gigantisch schönen Natur.

Wir wurden bereits gefragt, kann man solche Strecken auch mit einem normalen Auto fahren? Wir geben dazu mal folgende Orientierungshilfe: Nimm ein Michelinkarte von Marokko. Meide die Autobahnen und die rot eingezeichneten Nationalstraßen. Dann nimmt die Touristendichte schon deutlich ab. Die gelben Straßen sind meist gut befahrbar und werden auch noch von Wohnmobilen genutzt. Die kleinen weißen Straßen sind dann interessant. Diese sind oft in schlechtem Zustand mit vielen Schlaglöchern und manchmal auch nur Pisten. Aber es sind immer noch Straßen, die die Einheimischen mit ihren alten Autos benutzen. Wir sind damals solche Straßen auch mit dem Leihwagen gefahren, es geht dann halt sehr langsam voran und wird ein bisschen abenteuerlicher.

 

Lucky Ways -Tipp:

Buche einen Flug nach Marrakesch und einen Leihwagen und organisiere den Rest vor Ort.

Als Unterkünfte gibt es alles vom schicken Riad in der Medina von Marrakesch bis zum einfachen Guesthouse in Imlil am Djebel Toubkal. Viele Campingplätze bieten zusätzlich auch einfache Zimmer an oder du kannst im Nomadenzelt übernachten, je nach Gusto.

Gute Adressen findest du im Marokko Führer von Astrid und Erika Därr. * 

Für so einen Trip brauchst du: den gerade genannten Reiseführer. Hier sind Routen und Übernachtungsmöglichkeiten perfekt beschrieben. Eine gute Karte. Die von Michelin oder die aus dem Reise Know How Verlag. Einen gültigen Reisepass. Und sehr erleichternd wäre noch ein wenig französischer Wortschatz.

Für dein Reisegepäck nimmst du einen Tagesrucksack mit Fotoausrüstung als Handgepäck und ein zweites Gepäckstück, z.B. einen größeren Rucksack (falls Wandern, Trekking oder Wüste für dich interessant ist) oder eine Reisetasche für dein Gepäck.

Denke dran, je nach Reisezeit und Reiseziel innerhalb des Landes sind Tage in Marokko sehr warm und Nächte oft noch empfindlich kalt. Je nach Gestaltung der Reise brauchst du auch warme Sachen, Merinowäsche und evtl. einen Schlafsack, denn Zimmer sind in der Regel ohne Heizung und vielleicht willst du ja in der Wüste auch mal unter dem Sternenhimmel schlafen.

 

Marokko Tipp 1:

Marrakech

Es gehört zu einem Aufenthalt in Marrakesch einfach dazu, in einem Riad zu übernachten. Solltest du in deinem Wunschriad kein Zimmer mehr bekommen, was in Marokkos Hauptsaison gut möglich ist, dann versuche es über booking.com. * Die Riads dürfen nämlich ihr Kontingent bei booking.com nicht auf anderem Weg vermieten. Auf diesem Weg haben wir z.B. noch ein Zimmer im wunderschönen in der Medina in der Nähe des Bahia Palastes gelegenen MonRiad bekommen.

Besuche den großen Djemaa el Fna abends und genieße frisches Streetfood in einer der Garküchen. Streife tagsüber durch die Souks und sammle Eindrücke. Doch bedenke, dass du, je nachdem wo du noch unterwegs bist, authentischer, qualitativ besser und preisgünstiger einkaufen kannst. Chille ein wenig im Cafe des Espices oder im Cafe Clock oder oder oder…. Je nach Zeit gibt es Sehenwürdigkeiten wie den Bahia Palast, die Saadier Gräber oder den Jardin Majorelle von Yves St. Laurent. Und besuche unbedingt einen Hammam. In Marokko eine sehr schöne Erfahrung.

Marrakesch ist ein guter Ausgangspunkt, um sternförmig Touren in die Umgebung zu machen. Genügend Agenturen bieten das an. Dauer 1-3 Tage, je nachdem, was man macht. 

Marokko Tipp 2

Trekking am Djebel Toubkal

Wenn du willst, kannst du diesen 4000er besteigen. Aber nicht so schnell. Um nach Süden zu kommen, musst du über den Atlas, die Alpen Marokkos, nur viel höher und spektakulärer. Du kannst über den Tizi n`Tichka fahren, zurzeit – Stand 2018 –  eine einzige große Baustelle. Oder du fährst über den Tizi n’Test. Eine spektakuläre Strecke mit teilweise noch ein wenig Pistencharakter, aber mit normalem Leihwagen machbar.

Zurück zum Toubkal Trekking. Sehr eindrucksvoll ist diese Variante:

Erst etwas Kunst und Kultur: Du besuchst Anima, den Garten von Andre Heller. Von hier fährst du durch das sehenswerte Ourika-Tal rüber nach Imlil. In Imlil gibt es jede Klasse von Hotel. Solltest du aber eine Trekking-Tour machen, sind die Übernachtungen auf der Tour seeehr einfach. Am günstigsten ist es, sich direkt im Bergführerbüro in Imlil eine Tour zusammenzustellen, das kann eine Wanderung durch Seitentäler auf etwa 2500 m Höhe sein. Angeboten wird aber auch die Gipfelbesteigung des Djebel Toubkal. Sinnvollerweise hast du für so etwas einen kleinen Rucksack und passende Kleidung dabei. Sonstiges Equipment kann man vor Ort leihen. Und nach diesem kleinen Abenteuer fährst du über den Tizi n’Test weiter nach Süden.

3 Highlights in 4-5 Tagen. Schon jetzt wirst du glücklich sein.

Marokko Tipp 3:

Essaouira

Wer hat nicht schon die blauen Fischerboote gesehen, eines der marokkanischen Postkarten-Motive. In Essaouira kannst du in einer modernen Bar Lounge sitzen, vor dir den Strand und die Surfer oder das Geschehen von der Dachterrasse eines hippen Straßencafés in der Medina beobachten. Vorher hast du den Hafen mit seinen Fischerbooten angeschaut und die Unmengen an Möwen bestaunt und später bist du gemütlich durch die Medina gebummelt. Zum Abendessen suchst du dir direkt am Hafen fangfrisches Seafood aus und lässt es dir gegrillt mit Pommes und einem Salat marrocaine servieren.

Wer will, stellt sein Auto auf einen bewachten Parkplatz am Hafen und übernachtet in einem Riad in der Medina. In der Umgebung kauft ihr Arganöl direkt bei einer Frauenkooperative und auch ein Weingut – ja ihr habt richtig gelesen – gibt es nicht weit entfernt.

Marokko Tipp 4:

Aït-Ben-Haddou

Aït-Ben-Haddou ist ein sogenanntes Ksar,  ein Lehmziegeldorf, das aus mehreren eng aneinander gebauten und teilweise ineinander verschachtelten Wohnburgen besteht. Bekannt deswegen, weil es bereits als Filmkulisse für unzählige Historienfilme diente. Das erste Mal bereits 1970 für den Film Jesus von Nazareth teilrestauriert. Auf jeden Fall sehr sehenswert. Es ist immer noch von einigen Familien bewohnt und wird inzwischen auch weiter restauriert. Früher diente Aït-Ben-Haddou als Durchgangslager für die Karawanen von Timbuktu nach Marrakesch. In Ait Ben Haddou gibt es kompetente Führungen.

Übernachten kann man fußläufig z.B. im Dar Mouna. Das gemütliche Haus hat eine tolle Terrasse direkt mit Blick auf das Ksar (siehe Foto) .Wenn die schönen Fotomotive in der Abendsonne im Kasten sind, wartet hier eine leckere Tajine zum Abendessen. Und man kann z.B. auch mal einen marrokanischen Weißwein probieren.

 

Lucky Ways -Tipp:

Wer über den Tizi n’Test kommt, muss jetzt etwas nach Osten. Es bietet sich unterwegs die Gelegenheit, in Taliouine direkt im Anbaugebiet echten Safran zu kaufen.

45 km durch das Ounila-Tal über Telouet und Tamdakht nach Aït-Ben-Haddou:
Wer über den Tizi n’Tizka fährt, sollte direkt nach dem Paß nach Telouet abbiegen und sich das wunderschöne Hinterland bis Aït-Ben-Haddou nicht entgehen lassen. Inzwischen ist das eine geteerte Straße und mit dem Leihwagen gut befahrbar.

Für Filmfreunde: In Ouarzazate nicht weit entfernt kann man beide Filmstudios besuchen.  

 

Marokko – Tipp 5

Paradise Valley

Es gibt noch eine dritte Möglichkeit, in den Süden zu kommen, entlang am Atlantik in Richtung Agadir. Wer das raue Klima des Atlantiks liebt, sich gerne an Surfern erfreut oder es selbst mal probieren möchte, wer es mag, wenn sich spektakuläre Wellen an bizarren Felsformationen brechen, der ist hier richtig. Schon in den 70er Jahren haben Mick Jagger, Bob Marley und Co. das Paradise Valley für sich entdeckt und hier viel Zeit verbracht. Heute ist es eine schöne Tagesrundtour nordöstlich von Agadir. Auf dieser Strecke gibt es auch einen sehenswerten Wasserfall. Meist hat er nur im Februar nach der Schneeschmelze Wasser. Aber auch ohne Wasser ist dieser Ort interessant. Der grandiose Felsen heißt dann der Brautschleier und mutige Marokkaner springen hier 45 m in die Tiefe in ein natürliches Wasserbecken.

Übrigens, wenn dich Marokko als Land nicht großartig interessiert, dann buche deinen Flug nach Agadir, miete dich in eine der Bettenburgen ein und genieße eine Woche am Strand und die sonst sich auf europäischem Niveau bewegende Stadt mit ihrem City- und Nightlife. Agadir ist so beliebt, weil das Klima sehr konstant ist und die Temperaturen sich meist zwischen angenehmen 25-30 Grad bewegen. Aus diesem Grund ist es auch die Gegend der Wohnmobil-Rentner, die hier mehrere Monate überwintern und entsprechend ihren Platz und ihren „Vorgarten“ gestaltet haben. Natürlich hat auch jedes Wohnmobil eine Sat-Schüssel mit Fernsehempfang in jeweiliger Landessprache. Fährst du durch das Paradise Valley, dann kannst du Agadir über kleine Strecken durch wunderschöne Berglandschaft großzügig umfahren.

Marokko – Tipp 6

Mandelblüte in Tafraoute, Painted Rocks, Igmir-Schlucht, Mansour-Schlucht

Wenn du die Route über den Tizi n´Test oder entlang des Atlantiks nach Süden nimmst, dann lohnt es sich, Tafraoute und sein Umland anzuschauen. Tafraoute ist am schönsten zur Zeit der Mandelblüte, also im Februar/März. Aber auch sonst ist das Mandeltal eine schöne Landschaft. Hier musst du deshalb mit Reisebustourismus von Agadir aus rechnen.

Kurz hinter Tafraoute machst du einen Abstecher zu den Painted Rocks. Hier hat sich der belgische Künstler Jean Veran ein Denkmal gesetzt. Das Ganze nennt man Land Art. Mit dem Leihwagen kommt man hin und kann dann die schöne Gegend weiter zu Fuß erkunden oder ein bisschen in den Felsen herumklettern, mit dem 4x4 gibt es eine tolle Strecke von etwa 30 Minuten durch diese bizarre Felslandschaft.

Anschließend fährst du durch die Mansourschlucht oder durch die Igmirschlucht weiter Richtung Süden. Was früher den Offroadern vorbehalten war, ist heute eine überwiegend gut geteerte Straße. Landschaftlich absolut grandios, also viel Zeit für Fotos einrechnen.

Marokko – Tipp 7

Foum Zguid – ein Tor zur Wüste

Wir lieben Foum Zguid, weil die Stadt so schön lässig ist. Alles ist irgendwie easy going. Hier lernten wir Mustapha kennen, der uns unterhaltsam beibrachte, wie man einen Turban bindet. Willst du in die Wüste, dann brauchst du einen, nicht nur gegen Sonne sondern vor allem gegen Wind. Stehst du nicht auf Turban, ist vielleicht ein Buff (oder zwei) eine Alternative. Das solltest du dann dabeihaben. Mustapha organisiert individuelle Touren, mit oder ohne Dromedar, in die Wüste. Informieren kannst du dich hier: Desertsland

Perfekt übernachten kannst du im Hotel Bab Rimal. Ein Kashbah Hotel mit kleinen Bungalows auf dem Gelände und einem großartigen Swimmingpool, der ein, zwei Tage zum Relaxen einlädt. Bari und Naji, die Besitzer nehmen dich auch gerne mit in ihr Wüstencamp und organisieren dir einen unvergesslichen Sonnenuntergang auf einer großen Düne im Erg Chegaga.

Dieses schöne Wüstencamp wird organisiert von Wild Morocco.

Marokko – Tipp 8

M’Hamid – ein weiteres Tor zur Wüste

Im Gebiet des Erg Chegaga gibt es inzwischen an die 30 Wüstencamps. Wissen musst du hier, dass es unterschiedliche Qualitäten gibt. Die dunklen Zelte sind die einfachsten, die weißen Zelt deutlich komfortabler (schon wegen der Sonnenintenität) und dann gibt es inzwischen auch sogenannte Deluxe Camps, bei dem jedes Zelt komfortabel selbst mit eigener Dusche ausgestattet ist.

Mehrere Camps in jeder Qualität und in verschiedenen Entfernungen unterhält das Hotel Chez le Pacha in M’Hamid (sprich machamid). Dein Ausgangspunkt ist hier auch ein wirklich super geschmackvolles Hotel mit sehr einladendem Swimmingpool.

 

Lucky Ways -Tipp:

Von Marrakech kommend fährst du über Aït-Ben-Haddou, Ouarzazate und Zagora durch das Draa-Tal. In dieser einzigartigen Palmenoase versorgst du dich mit den besten Datteln des Landes, um wenig später in M’Hamid einzutreffen.

Hier entspannst du einen Tag am Pool des Chez le Pacha und lässt dir dann von Housseine, Mohammed oder Youssef, den Besitzern, deine individuelle Wüstentour organisieren.

 

Marokko – Tipp 9

Erg Chebbi oder Erg Chegaga

Erg Chebbi hat die höchste Düne Marokkos mit etwa 150 m Höhe, Erg Chegaga ist das größte zusammenhängende Wüstenareal Marokkos. Die Dünen erreichen hier etwa 80 – 100m Höhe. Natürlich ist es ein wunderschönes Erlebnis, früh morgens auf Erg Chebbis höchster Düne zu sitzen und etwas zu meditieren. Zu unserer Reisezeit ging das, in der Hochsaison wirst du dir den Platz auf Erg Chebbi mit anderen Touristen teilen. Merzouga, der Ort an der Düne, ist sehr touristisch und die Wahrscheinlichkeit, hier viele, besonders asiatische Nationalitäten zu treffen, steigt ab April sehr stark an. Dazu kommen dann noch die ganzen Quad-Fahrer, die auch ihren Spaß haben wollen. Auch liegt Erg Chebbi weit im Osten.

Wir persönlich empfehlen Erg Chegaga. Nur weil die Dünen etwas weniger hoch sind, ist das Wüstenerlebnis nicht unspektakulärer. Die Wahrscheinlichkeit, einen idyllischen Platz zum Genießen zu finden ist deutlich höher, denn hier verläuft sich alles ein bisschen. In beiden Fällen kann man sich eine Tour mit dem Dromedar dazu buchen. Wer die Erfahrung machen möchte, es sind sehr kontemplative 2 Stunden bis zum Wüstencamp.

 

Lucky Ways -Tipp:

Nach Erg Chebbi über die Straße der Kashbahs:
Wenn du gerne nach Erg Chebbi möchtest, kannst du dir eine schöne Tour organisieren, indem du von Ouarzazate die Straße der Kashbahs in Richtung Errachidia fährst (N10) und dann weiter nach Merzouga.

Unter dem Namen „Straße der 1.000 Kasbahs“ ist das Valleé du Dades zwischen Ouarzazate und Errachidia berühmt geworden. Oasengärten sind üppig grün. Die umliegenden Berge schimmern in Rot- und Brauntönen. All das verschmilzt mit den archaischen Formen der jahrhundertealten Lehmburgen zu Bildern einzigartiger Schönheit. Auf diesem Weg liegen eine Menge sehenswerter Highlights. Neben dem Dades-Tal an sich die Todra-Schlucht, das Valleé des Roses (Rosenwasser kaufen nicht vergessen) und die sehr sehenswerte Kashbah Amerhidil in Skoura.

 

Marokko – Tipp 10

Die Königsstädte Rabat, Meknes und Fes

Die vierte ist Marrakesch, siehe Tipp 1. Marokko ist eine tolle Mischung aus grandioser Landschaft, Berge, Meer und Wüste und der Kultur in den Städten. Um das Land in seiner vollen Schönheit und Sinnlichkeit zu erfahren, musst du beides gesehen haben. Wem die Medina von Marrakesch für den Einstieg zu anstrengend ist, der beginne in Rabat, der heutigen Hauptstadt. Die Stadt begegnet dir sauber und gepflegt und in den Souks der Medina geht alles sehr harmonisch zu. Touristen werden weitgehend zufriedengelassen.

Alle 3 Königsstädte sind von Marrakesch über die Autobahn sehr schnell zu erreichen, sodass auch der Norden des Landes bei der Reiseplanung mit einbezogen werden kann. Wir verzichten hier auf die Nennung der vielen Sehenswürdigkeiten. Sie werden in den Reiseführern ausführlich beschrieben. Bei Meknes kannst du dir zusätzlich noch die römischen Ruinen von Volubilis anschauen, seit 1997 Unesco Weltkulturerbe. Wenn du ein Gerberviertel sehen willst, schau es dir in Fes an, aus unserer Sicht das schönste.

 

 

Lucky Ways -Tipp:

Die Medina von Fes ist sehr unübersichtlich. Wir haben hier das Geld für einen deutschsprachigen Führer investiert. Wir waren mit Mohamed Laasri, einem promovierten Germanisten, sehr zufrieden. Die 500 Dh, etwa 45 €, für 4 Stunden waren gut investiert. Wir hatten ihn für uns allein und konnten sehr gut absprechen, was wir sehen wollten und was nicht.

Mohamed Laasri Mobil: 0675 33 06 55

 

Zusammenfassung:

Unsere 10 Tipps beschreiben Reisebausteine, die du dir zu einer individuellen Tour zusammenstellen kannst. Alle sind lohnenswert und sehenswert und je nach deinen persönlichen Vorlieben kannst du bzw. musst du sogar einfach Schwerpunkte setzen. Willst du ausführlich die Königsstädte besichtigen, kommt der Süden ganz sicher zu kurz. Oder umgekehrt. Du hast die Qual der Wahl. Unser ganz persönliches Highlight war ganz sicher die Faszination der Wüste. Das empfehlen wir dir deshalb unbedingt. Darüber hinaus gibt es noch so viel mehr in Marokko zu sehen und zu entdecken. Wir werden noch detaillierter über unsere Reise berichten. Jetzt sind wir gespannt auf deine Erfahrungen.

Warst du schon mal in Marokko?

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Landrover Discovery Umbau im Autohaus Kölsch Teil 2

Landrover Discovery Umbau im Autohaus Kölsch Teil 2

Landrover Discovery Umbau Teil2 im Autohaus Kölsch

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Das haben wir auch noch nicht gemacht. Eine Geschichte irgendwo in der Mitte angefangen. Aber so ist es nun mal, wenn sich etwas entwickelt. Wir nennen die Vergangenheit einfach Teil 1 und den werden wir irgendwann nachholen. Teil 1 wird also davon handeln, warum unsere Wahl nach ausgiebiger Suche nach einem Reisemobil auf einen Landrover Discovery fiel. Teil 1 wird im Jahr 2014 beginnen. Ein Besuch auf der Abenteuer Allrad führte dazu, dass wir zuerst ein Dachzelt von Autocamp hatten und noch kein passendes Auto dazu. 2015 fanden wir unseren Landrover Discovery 4 und statteten ihn zu allererst mit einem Doppelbatteriesystem aus, um unsere Kühlbox zu betreiben. Dann ging es sofort in den ersten Urlaub, so wie er war. Gleich Anfang 2016 folgte ein Offroad-Training bei TC-Offroad-Trekking, alles noch ohne Veränderungen, denn wir wollten wissen, was er bereits ohne Umbau drauf hat. Und er hat die Herausforderungen des Trainings schon sehr bravourös gemeistert.

Landrover Discovery Umbau Teil 1

Nach dem Offroad-Training ging es los mit dem Umbau. Peter Löwenhaupt von Discovery Parts lieferte die Teile und mit dem Autohaus Kölsch in Neustadt an der Weinstraße lernten wir eine kompetente Werkstatt kennen, die sich mit dieser Art von Umbauten gut auskannte. Der Discovery bekam geländetaugliche Felgen und Bereifung, eine Spurverbreiterung, eine Anitas Höherlegung um bis zu 7,5 cm, einen Asfir Unterfahrschutz für das Getriebe, einen Reservereifen plus Halterung am Heck. Damit ging es dann nach Albanien und wir waren mit unserem Geländewagen im Theti Nationalpark schon sehr zufrieden.

Das Autohaus Kölsch – Your Discovery Partner

Das Autohaus Kölsch ist spezialisiert auf Landrover-Fahrzeuge und besonders auf Landrover Discovery 3 & 4. Es nennt sich „Your Discovery Partner“ und das zurecht. Alle Fragen und Probleme rund um unser Auto hat das Team um Rüdiger Kölsch äußerst zufriedenstellend, ideenreich und teils sehr kreativ gelöst. Warum ideenreich und kreativ, wird nachher weiter unten noch deutlich.

Landrover Discovery Umbau Teil 2

Unser Geländewagen sollte sich sukzessive den Anforderungen anpassen. Dazu müssen wir sagen, wir sind nicht die Hardcore-Offroadfahrer, für die der Tag nur dann ein guter Tag war, wenn sie sich stundenlang durch den Dreck gewühlt haben und die Bedingungen möglichst extrem waren.  Unser Ziel ist es jedoch, viele Pisten abseits der Straßen fahren zu können und so gut ausgerüstet zu sein, dass wir, wenn es drauf ankommt, den Anforderungen gewachsen sind.

Unser nächster Trip geht nach Marokko und hier wollen wir einige Treks aus dem Offroad Führer Marokko von der Pistenkuh fahren. Also war es Zeit für die nächsten Veränderungen am 4x4 und für einen neuen Besuch im Autohaus Kölsch in Neustadt an der Weinstraße.

 

Rüdiger Kölsch hat uns beim Umbau gut beraten.

Der Discovery bekommt

 

  • Einen Safari-Schnorchel mit Zyklon-Vorfilter.
  • Einen Expeditionsdachgepäckträger Slimline II von Frontrunner.
  • Eine Easy-Out-Markise ebenfalls von Frontrunner.
  • Je 2 Frontrunner Arbeitsscheinwerfer vorne und hinten
  • Neue Positionierung und Befestigung des Dachzeltes

Der Safari-Schnorchel mit Zyklon-Vorfilter

Wer nicht gerade offroad unterwegs ist, der fragt dann schon mal, wofür braucht man einen Schnorchel? Die Installation einer erhöhten Luftansaugung ist natürlich notwendig bei Wasserdurchquerungen. Doch nur Offroader wissen meist, dass der Schnorchel auch unverzichtbar beim Durchfahren von Schlamm und vor allem Staub-Passagen ist – ein „must have“  in der Wüste. Er lässt also einen Geländewagen nicht nur besser aussehen, sondern sorgt vor allem für saubere und kühle Verbrennungsluft für den Motor. Der Schnorchel macht durch seine aerodynamische Formgebung kaum Windgeräusche und im Gelände keine Probleme mit Ästen oder Gestrüpp. Ein Schnorchel ist allerdings kein Ersatz, sondern nur eine Verlängerung des vorhandenen Luftfilters.

Dank Rüdiger Kölsch haben wir jetzt zusätzlich noch einen Zyklon-Vorfilter. Dieser wird zum Schutz der Staubbelastung des Hauptluftfilters vor diesem platziert, d.h. in der Wüste oder im staubigen Gelände einfach oben auf den Ansaugstutzen gesetzt. Während der Fahrt sammelt sich der überwiegende Sand im Zyklon und kann am Ende des Tages einfach ausgeleert werden. Hierdurch verlängern sich Wartungsintervalle erheblich.

Expeditionsdachgepäckträger von Frontrunner

Braucht man sowas? Der Thule-Träger hat es doch vorher auch getan. Das stimmt. Der Thule-Träger tut es sicherlich unter normalen Bedingungen. Wer Fotos von unserem Landrover Discovery kennt – und hier auf dem Blog gibt es einige, z.B. im Artikel „Wild campen in Italien“ – der kann die bisherige Konstruktion sehen. Der Thule-Querträger sitzt auf einer langen Dachreling. Das Dachzelt hat 2 Querstreben, die an 4 Punkten mit dem Querträger verschraubt sind.

Unsere Erfahrung war, die Verschraubung mit dem Querträger hält bombenfest. Allerdings besteht die Gefahr, dass sich die Bolzen im Befestigungsschuh auf der Dachreling lösen können. Beim Offroad-Training, das wir bewusst mit Dachzelt machten, um die Stabilität unter erschwerten Bedingungen zu testen, haben wir einen dieser Bolzen verloren. Und auch jetzt, beim Umbau, stellte sich heraus, dass die Befestigungsschuhe wiederum die Schwachstelle waren. Das heißt, es besteht die Gefahr, dass dir in Extremsituationen das Zelt mitsamt dem Träger vom Dach saust. Nächster Schwachpunkt, die Reling. Das Frontrunner-Rack wird direkt mit dem Dach verschraubt, also kam die Reling runter. Dass sich dabei eine gebrochene Schraube offenbart, hätten wir nicht erwartet.

Front Runner aus Südafrika

ist einer der bekanntesten Anbieter für Offroad- und Outdoor-Equipment. Alle Produkte sind offroadtauglich und auf Dachträger gibt es lebenslange Garantie. Und alles ist so gemacht, dass es für eine Afrika-Expedition geeignet ist. Die Entstehungsgeschichte liest sich so schön, dass ich hier einen Absatz von ihrer Website zitieren möchte:

„Die Legende besagt, dass Front Runner zwischen einem 1988er Land Cruiser 70 und einem Mercedes G in Botswana gegründet wurde: Am Lagerfeuer, nahe eines majestätischen Baobabs, zwischen Elefantenspuren und umgeben von einer Handvoll Freunden aus Südafrika, die mit Know-How in Technik, Design, Produktion und einem Faible für Geländeausfahrten ausgestattet waren. Nach zahlreichen leidvollen Erfahrungen, dass das vorhandene Equipment während ihrer Reisen um die Welt nicht standhielt, entwickelten sie – geleitet von ihrer gemeinsamen Passion für fahrzeugbasierte Abenteuerreisen – neue und patentere Ausrüstungen und konstruierten sie stabiler als… wie sie es nennen, „stärker als die Elefanten am Wasserloch“.“

Rüdiger Kölsch schwört auf Frontrunner und das Schöne ist, als passionierter Offroadfahrer kann er seinen eigenen 4x4, einen umgebauten Discovery 3 zur Beratung heranziehen und uns die Systeme direkt am Auto zeigen und vorführen. Am Ende unseres ausführlichen Gesprächs kauften wir ein Frontrunner Slimline II Dachträgersystem.

 

Lucky Ways – Tipp:

Die Vorteile des Frontrunner Racks in einem Satz:

Der Träger besteht aus hochwertigem Aluminium, ist modular und variabel für alle Fahrzeugtypen anpassbar, ist langlebig, robust, funktional und hat ein flaches Profil. Und wenn eine Frau mitentscheidet, dann rückt auch das Entscheidungskriterium „Aussehen“ deutlich nach oben. Seid also versichert, er sieht auch sehr stylisch aus.

 

 

 

Wie schnell geht so ein Umbau am Landrover Discovery?

Stellt sich diese Frage überhaupt? Das Fahrzeug zwei Tage zum Autohaus Kölsch in die Werkstatt bringen, Inspektion machen, Schnorchel dran, Dachträger drauf, Beleuchtung installieren, Zelt und Markise anbringen, fertig. So war jedenfalls der Plan.

Ok, die Inspektion war etwas aufwendiger, weil wir nicht nur das Motoröl und die Bremsflüssigkeit, sondern auch alle Achsöle erneuern ließen, um hier auf der sicheren Seite zu sein. Schnorchel anbringen und Kabel verlegen für die Scheinwerfer, Routinearbeiten für das Autohaus Kölsch.

Doch zu früh gefreut, das Dachzelt passte mit seinen Querträgern nicht auf das Frontrunner-Rack. Jede normale Werkstatt hätte dich jetzt schnell mit diesem Problem allein gelassen. Nicht so, wenn du einen Discovery-Partner hast.

Eine neue Lösung musste her. Das Autohaus Kölsch reagierte einfallsreich und kreativ. Nach Rücksprache bekam das Dachzelt drei stabile Längsprofile, liegt komplett auf dem Dachträgerrahmen und ist nun an neun Punkten mit dem Frontrunner-Rack verschraubt. Was sich so einfach anhört, bedeutete viel Kreativität, d.h. eine Schlosserei stellte mal eben schnell verzinkte Profile her und das Autohaus Kölsch hat alles noch schön schwarz gespritzt.

Frontrunner Easy out Markise

Wenn du ein Dachzelt mit Vorzelt hast, brauchst du dann noch eine Markise?

Inzwischen klares Ja aufgrund unserer eigenen Erfahrungen.

Nicht immer, wenn du Schatten suchst, willst du das Zelt aufklappen. Vor allem in Gegenden ohne Bäume, also zum Beispiel in der Wüste, ist somit eine Markise, die schnell und einfach zu handhaben ist, eine Bereicherung. Für eine mittägliche Siesta genauso wie für einen Schattenplatz fürs Notebook. Aber was jeder leicht vergisst, die Markise schützt auch vor leichtem Regen. Wie schön wäre es doch in Albanien gewesen, wenn wir im Dauernieselregen am Lake Shkodra eine Markise von 2,50 x 2m gehabt hätten. Das erleichtert das Outdoor-Leben ungemein.

Auf dem Globetrottertreffen 2017 hatten wir uns die 270 Grad Markise von Rhinorack angeschaut. In der Beratung mit Rüdiger Kölsch haben wir dann noch eine Schippe drauf gelegt und ein freischwebendes System, die Eezi Awn bestellt. Dann lag das Teil da in der Werkstatt, mächtig und satte 18 kg schwer. Und am Ende hatten wir die Rechnung ohne das Dachzelt gemacht. Unser Dachzelt von Autocamp ist ja gewollt ein Hartschalenzelt und hat die Liegefläche von 1,40m x 2m auf dem Dach und nicht wie bei anderen Versionen zur Hälfte in der Luft. Das Dachzelt steht also über die Ränder des Racks leicht über.

Damit hatten wir das nächste Problem. Die Markise konnte nicht montiert werden. Auch hier trafen wir gemeinsam mit dem Autohaus Kölsch eine schnelle und pragmatische Entscheidung. Rüdiger recherchierte eben kurz nach Halterungen, die passen könnten und 10 Minuten später war klar, die Eezi Awn geht zurück und die Easy out von Frontrunner kommt dran. Das Autohaus Kölsch hat die Halterungen noch leicht modifiziert, sodass sie nun auch mit unserem Dachzelt harmonieren. Im Endeffekt sind wir froh, wir verzichten zwar auf die 270 Grad, haben aber jetzt ein System, das schlanker ist, deutlich weniger wiegt und entsprechend weniger Windgeräusche macht.

 

*Fit für die Reise nach Marokko

Das Autohaus Kölsch hat seinen Zusatz „Discovery Partner“ voll verdient und wir sagen danke für die Unterstützung und die kreativen Lösungen für unser Dachzelt.

Nicht nur jetzt, sondern von Beginn an wurde unser Landrover Discovery hier fachmännisch und professionell betreut. Der Komplettumbau für unser Fahrzeug ist noch nicht ganz vollendet. Wichtige Dinge wie eine Seilwinde oder ein Zweittank fehlen noch. Aber wir wollen ja noch nicht in die Mongolei sondern erstmal nach Marokko und da gibt es spätestens nach 500 km eine Tankstelle. Unser 4x4 wird sich daher auch weiterhin mit den Herausforderungen entwickeln. Und auch für die nächsten Schritte wissen wir wo wir hinfahren, zu unserem Discovery Partner nach Neustadt an der Weinstraße.

Für Produkte und Dienstleistungen, von denen wir überzeugt sind, machen wir auch gerne Werbung. In diesem Fall erhielten wir als Dankeschön für unseren Bericht einen kleinen Rabatt auf unsere Rechnung. Das hat jedoch in keinster Weise unsere Berichterstattung beeinflusst. Diese ist immer unabhängig von einer Gegenleistung.

 

Lucky Ways – Tipp:

Das Autohaus Kölsch – dein Landrover Discovery Partner

Auszug aus dem Leistungsspektrum

  • Umfassender Offroad-Service
  • Komplettumbau für Offroad-Abenteuer
  • Montage von Seilwinden
  • Nachrüstung Differentialsperren
  • Doppelbatteriesysteme
  • LED-Zusatzscheinwerfer
  • Offroad-Reifen und Felgen
  • Ausrüstung & Dachzelte
  • Montage & Aktivierung Standheizung
  • Lackierung & Fahrzeugfolierung
  • Update und Freischaltungen
  • Diagnose & Fehlersuche
  • Wartung Luftfederung
  • Motorinstandsetzung
  • Sondereintragungen

Website

Ansprechpartner: Rüdiger Kölsch

Tel: +49 171 8033899

 

Roadtrip Marokko

Zu Marokko gibt es schon einiges hier auf dem Blog, z.B.

Marokko – die Welt der Berber und Araber

Marokko 1 – Ankunft in Marrakesch

Marokko 2 In den Souks von Marrakesch

Diesmal erfüllen wir unseren Traum und bereisen das Land mit Landrover Discovery 4 mit Dachzelt und viel mehr Zeit.

Warst du schon einmal in Marokko? Was waren deine Erfahrungen und Erlebnisse?
Fährst du einen Geländewagen? Und was hast du für deine Offroad-Trips umgebaut?

Sei so nett und schreibe es unten in die Kommentare.

Lebe dein Abenteuer nach deinem Geschmack!

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Il Maresciallo – Agricampeggio in Kalabrien

Il Maresciallo – Agricampeggio in Kalabrien

Il Maresciallo – ein Agriturismo in Kalabrien

Heute mittag werden wir überraschenderweise in Il Maresciallo sein, einem Agriturismo in Italien, genauer in Kalabrien. Doch nicht so schnell. Unser Startpunkt heute ist Crotone an Kalabriens Adriaküste. Viele von euch kennen sich in Italien gut aus. Doch wer von euch kennt diese Gegend soweit im Süden? Könnte man über die Adria schauen, sähe man Korfu und die Grenze zwischen Albanien und Griechenland. Alle Autobahnen sind weit weg. Wir fahren gemütlich entlang der Küste Richtung Norden und wann immer möglich benutzen wir die kleinen weißen Straßen auf unserer Michelin-Karte, die oft ganz direkt am Meer entlang führen. Hier und da halten wir, trinken einen Espresso und genießen diesen wunderbaren, warmen und wolkenlosen Tag.

Irgendwann unterwegs im Niemandsland kommt es, das Hungergefühl. Das bedeutet dann, abbiegen und einen schönen Picknickplatz direkt am Wasser suchen. Denn wir wollen Meerblick beim Essen und vielleicht sogar Sand unter den Füßen spüren. Von diesem Ziel waren wir etwa noch 500 m entfernt, als wir ein Hinweisschild sahen:

 

Agriturismo Il Maresciallo

Spontan fahren wir hin. Denn ein Agriturismo hier im Süden verspricht nach unserer Erfahrung oft eine Stellplatzmöglichkeit oder gar gute Produkte, die man direkt ab Hof kaufen kann. Und so stehen wir wenige Minuten später auf der kleinen Farm von Giuseppe.

Im ersten Moment scheint niemand da zu sein. Es gibt einen kleinen Olivenhain mit tatsächlich ein paar Stellplätzen für Wohnmobile. Eines steht sogar dort und ein Biker hat sich mit seiner Harley auch hierher verirrt. Im Eingangsbereich steht ein größeres Haus, dem sich ein wunderschöner Sitzbereich angliedert. Es wirkt wie ein Restaurant, sehr schön gestaltet mit Sitzgruppen aus Holz unter einem Laubdach aus Weinreben. Wir waren sprachlos. Gerade erst staubte unser Geländewagen über karge Pisten in ebenso trockener Landschaft und jetzt das hier. Das Gelände wirkte wie eine Oase in der Wüste.

Giuseppe Fazio

Ein Traktor kommt um die Ecke. Ein freundlicher Süditaliener begrüßt uns mit breitem Grinsen. Wir haben Glück, Giuseppe spricht ein bisschen Englisch, was selten vorkommt in dieser Gegend. Sagen wir Giuseppe spricht etwa so gut Englisch wie wir Italienisch, doch ihr glaubt nicht, wie gut man sich unterhalten kann, wenn man noch Hände und Füße dazu nimmt. Als erstes führt uns Giuseppe zu einem Baum in der Nähe, an dem große dunkle wie riesige Brombeeren aussehende Früchte hängen und lädt uns zum Probieren ein. Es ist ein Maulbeerbaum. Mit zunehmender Verzückung verfärben sich unsere Finger und Giuseppe nimmt das zum Anlass kurz zu verschwinden. Zurück kommt er mit einem Glas frischer Maulbeermarmelade. Dreimal dürft ihr raten, ob das die Reise überlebt hat.

Azienda Agrituristica Biologica Il Maresciallo

Hört sich gut an oder? So steht es auf Giuseppes Flyer, den er uns später noch mitgibt. Und sein Slogan:

La nostra unica partner: Madre Natura!

I prodotti tipici locali biologici preparati con tutto quello che la terra offre

Was das bedeutet, zeigt er uns anschließend: seinen großen Gemüsegarten. Hier ist wirklich alles Bio. Je mehr wir uns für seinen Garten begeistern, desto mehr fängt Giuseppe an zu ernten. Wir bekommen die größten und aromatischsten Gemüsezwiebeln, Auberginen, Tomaten und sogar ein paar ungespritzte Orangen. Der Geruch in unserem Auto wird uns noch lange an diesen Besuch erinnern. Eine Gemüsezwiebel, zumindest ein süditalienische, kann bis zu 1 kg schwer werden, schwärmt Giuseppe. Die Kartoffeln lehnen wir dann dankend ab. Die Kapazitätsgrenze unseres Autos an Proviant ist langsam erreicht.

Natürlich gibt es außer Gemüse eigenen Wein, Orangen und Olivenöl und natürlich selbstgemachte Marmeladen. Wer hierher kommt, sollte also ein bisschen Kleingeld mitbringen.

Die traditionelle Küche Kalabriens auf Il Maresciallo

Wenn ihr glaubt, das war jetzt alles, weit gefehlt. Als wir erwähnten, dass wir ja ursprünglich nur einen Picknickplatz für unsere Mittagspause suchten, lud uns Giuseppe sofort ein, doch den herrlichen Freisitz seines kleinen Ristoros, wie er es nennt, zu benutzen. So entstand noch eine herrliche und unterhaltsame Siesta. Wir deckten den Tisch mit Salami, Brot und Oliven und Giuseppe spendierte einen halben Liter Vino Rosso della Casa dazu.

Im Gespräch erschloss sich jetzt so langsam die Dimension dieser schönen Oase im Niemandsland Kalabriens. Tatsächlich sitzen wir hier in einem Restaurant, in dem es genauso Bio und alles frisch zubereitet traditionelle landestypische Küche gibt. Wir sind in einem Familienbetrieb und das Restaurant ist das Refugium der Ehefrau und der Mutter. Leider, leider nur am Wochenende geöffnet. Hier hätten wir uns zu gerne mal einen Abend verwöhnen lassen.

Hier ein Auszug aus der Speisekarte, in Italienisch klingt das besser als deutsche Übersetzungen wie z.B. Sardellensalat oder Karottenfleisch:

„Da non perdere sono i nostri piatti tipici come le melanzane ripiene alla cariatese, i ricchi piatti delle paste fatta in casa, la soppressata (salame calabrese  stagionato di forma schiacciata), la sardella salata, la pitta ccù ri jiti, le olive alla cebere e infine per chi ama l’insolito si consiglia di scegliere la carne alla carriola.“

Il Maresciallo ist auch ein schöner Agricampeggio

Neben ein paar Zimmern im Haus ist der Platz unter den steinalten Olivenbäumen tatsächlich eingerichtet mit Strom für Camper, Wohnmobile oder Geländewagen mit Dachzelt. Giuseppe zeigt uns auch noch einen supersauberen Sanitärraum mit zwei warmen Duschen und Möglichkeiten zum Geschirrspülen. Wenn wir nicht andere Pläne hätten, würden wir jetzt hier glatt stehen bleiben. 

 

Lucky Ways – Begriffe:

Agriturismo in Italien ist vergleichbar mit Ferien auf dem Bauernhof, einem Landgut oder Weingut. Ein Agriturismo bietet mehrere Zimmer an, in der Regel mit Frühstück, oft auch mit Halb- oder Vollpension. Dann gehört meistens auch ein Restaurant oder in Italienisch Ristorante oder Ristoro mit dazu. Die eigenen Produkte stehen überwiegend auch zum Verkauf ab Hof.

.

Wenn, so wie hier auch Plätze für Camper, Wohnmobile, Biker oder Zelte, natürlich auch Dachzelte vorhanden sind, nennen es die italiener Agricampeggio, in Deutsch also eine Form von Camping oder angegliedertem Campingplatz. So ein Stellplatz hat oft eine Stromversorgung und einen Sanitärraum mit ein bis zwei Duschen
und Toiletten.

.

 

Zum Meer und den endlos schönen Stränden sind es von hier etwa 500 Meter. Und wie uns Giuseppe noch erzählt, sind die Strände so lang und einsam, dass sogar Reiter hier ausgiebig auf ihre Kosten kommen. Und wer lieber wandern will, der fährt ca. 80 km und ist mitten im Sila Nationalpark.

Für eine Nacht auf dem Platz würden wir zu zweit mit Geländewagen und Dachzelt 15 € bezahlen. Das ist natürlich der Preis für die Nebensaison. Ich finde, da kann man nichts sagen.

Wo sind wir eigentlich?
Wie erreicht man Il Maresciallo?

Erst später schauen wir auf die Karte und stellen fest, wir befinden uns ein paar km vor einem kleinen Ort namens Cariati. Crotone, die nächst größere Stadt liegt etwa 60 km hinter uns. Autobahnen sind weit weg und der nächste Flughafen ist Lamezia Terme Airport etwa 150 km entfernt. Alles klar? Die beste Reiseform, um hierher zu kommen, ist somit der Geländewagen mit Dachzelt, ok ein normales Auto, ein Mietwagen oder ein Camper tut’s auch.

Wir geben euch daher am besten die Koordinaten:

 

Lucky Ways – Tipp:

Azienda Agrituristica Biologica di Giuseppe Fazio

Villari Cariati Marina – Italien

Tel.: +39 0983 91416 oder mobil 339.3503148

Koordinaten: 39°28’42.3″N 17°00’33.6″E

Wer möchte kann sich zur Musik von Van Morrison – Into the mystic hier inspirieren lassen.

 

Nach unserer ausgedehnten Mittagspause verabschieden wir uns von Giuseppe als wären wir bereits alte Freunde. Und wir versprechen ihm, wiederzukommen, wann immer wir wieder in Kalabrien sind.

Ein schönes Erlebnis – ein schöner Tag – eine tolle Bekanntschaft wieder einmal mit einem interessanten und zuvorkommenden Süditaliener – la dolce Vita.

Italien im Mai – ein Rausch der Sinne

Hier geht es zur Übersicht zu unserem Roadtrip Italien. Wir sind sehr interessanten Menschen begegnet und haben schöne und besuchenswerte Locations gefunden, Orte die uns inspiriert haben und die wir gerne empfehlen.

Warst du auch schon einmal in Kalabrien unterwegs?

Was waren deine Erfahrungen und Erlebnisse?

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3 Lieblings-Reiseziele in Italien – die Qual der Wahl

3 Lieblings-Reiseziele in Italien – die Qual der Wahl

Unsere 3 Lieblingsziele in Italien

In Italien 3 Lieblingsziele auswählen – geht das?

Alle die uns kennen, wissen es. Wir können täglich auf Instagram posten und auf dem Blog einen Artikel nach dem anderen schreiben, der Gesprächsstoff über Italien und auch das Fotomaterial gehen nicht aus. Dann postest du irgendetwas über Italien in verschiedenen Facebookgruppen und plötzlich merkst du, du bist genau mit dem Thema überhaupt nicht allein.

So landete ich bei einem Blogpost mit der Headline

 „2×3 Traum-Reiseziele in Italien: Wo ich unbedingt (noch) mal hin will!“

und tauchte wieder mal ein in dieses schöne Land. Ilona vom Blog Wandernd beschreibt sich als italienverliebte Bloggerin und mit ihrem Artikel nimmt sie teil an einer Blogparade von Julia. Julias Blog wiederum dreht sich nur um das Thema Italien. Was liegt also näher als auch an ihrer Blogparade teilzunehmen, wo wir doch gerade so einen fantastischen Roadtrip durch Italien hinter uns haben. Deadline ist wann? Morgen. Na dann los.

Sich auf 3 Ziele in Italien zu einigen ist schwer

Wir waren schon oft in Italien mit ganz unterschiedlichen Zielen und Zielsetzungen und damit reisten wir auch auf ganz unterschiedliche Art und Weise. Der Lago Maggiore entwickelte sich zu unserem Lieblingssee. Da sind wir gerne chic und mit dem Cabrio unterwegs. Unsere Wanderziele waren bisher die Dolomiten, das Val Grande oder die Cinque Terre. Das hat dann eher rustikalen Charakter. Um Zeit für Florenz zu haben, buchst du eher eine Ferienwohnung in der Nähe. Da hätten wir bereits 3 tolle Ziele, wenn da nicht noch unser Roadtrip wäre. Mit Geländewagen und Dachzelt fuhren wir durch ganz Italien, umrundeten Sizilien und ließen uns dazu 5 Wochen Zeit.

Eine Übersicht unserer Reise und eine Zusammenfassung unserer Eindrücke schildern wir in

Italien im Mai – ein Rausch der Sinne

Allein zu Sizilien gab es so viel zu berichten, dass es insgesamt vier Artikel geworden sind:

Roadtrip Italien – Rund um Sizilien – Teil 1, Teil2, Teil3, Teil4

Ihr könnt euch vorstellen, wieviel es noch über den weiteren Roadtrip Italien zu schreiben gibt.

 

Venedig – Canale Grande

Insofern können wir als Fazit vorwegnehmen. Eine Auswahl von drei Zielen wird Italien niemals gerecht. Schon Dagmar und ich waren uns nicht einig. Ich fragte so ganz beiläufig:

Dagmar, was waren eigentlich deine 3 Lieblingsziele in Italien?

Die Antworten:

Syrakus, Pompeji, Ostuni

Und warum?

„In Ostuni hat mich das Weiß der Stadt und ihr Flair unheimlich fasziniert. Pompeji ist einfach ein unglaublicher Kulturschatz und Syrakus hat mit seiner Altstadt Ortygia nicht nur Sehenswürdigkeiten und Kunstschätze, sondern lädt mit seinem Citylife unheimlich zum Wohlfühlen ein“

Und bei dir Bruno, was waren deine 3 Lieblingsorte?

Ich überlegte kurz, worauf ich mich festlegen sollte und sagte: „Bei mir sind es Regionen und Städte. Bei Syrakus würde ich zustimmen. Dennoch ist Sizilien insgesamt so schön gewesen, dass ich eher Sizilien als Region nennen würde. Ein besonderes Highlight wäre für mich die Gegend um San Vito Lo Capo mit dem Zingaro Nationalpark. Auch Ostuni ist klasse, aber Apulien als Ganzes so sehenswert, dass ich die Weiße Stadt nicht einzeln herausgreifen würde. Als Städte wären für mich die Highlights ganz klar Venedig und unheimlich begeistert hat mich Perugia mit dem Charme dieser unglaublichen Altstadt.“

Ihr seht, noch nicht mal wir kamen auf einen gemeinsamen Nenner.

Da wir zu Sizilien schon ausführlich berichtet haben, greife ich diese drei Highlights ohne Rangfolge heraus:

Perugia – historische Altstadt

Venedig

Venedig ist einfach eine Perle. Viele lassen sich gerne von den Touristenmassen abschrecken. Wir sagen, blende sie einfach aus. Oder mach es wie wir. Wir sind in den frühen Morgenstunden oder am sehr späten Abend in der Stadt. Wenn du Glück hast, hast du die Rialtobrücke für dich allein. Wenn du deinen Espresso nicht gerade im Café Florian trinken willst, sondern es machst wie die Italiener, in einer Bar etwas abseits im Stehen, bekommst du ihn auch für einen Euro. So ist es auch mit schönen Restaurants und diesen idyllischen versteckten Plätzen, die du findest, wenn du dich etwas abseits der Touristenströme bewegst. Wir nehmen gerne ein Taxiboot und besuchen auch die umliegenden sehr sehenswerten Orte wie z. B. das wunderschöne Burano. Und natürlich nicht zu vergessen , die fantastischen Sonnenuntergänge über der Lagune.

Perugia

Quartiere dich ein am Lago di Trasimeno und besuche von dort aus Perugia, eine der schönsten Städte in Italien. Das mittelalterliche Perugia mit seinen verwinkelten Gassen, schmalen Treppen, Brunnen, und Rundbögen liegt auf einem sanften Hügel. Von dem hast du einen grandiosen Blick über die umliegenden Berge, den Lago di Trasimeno und das fruchtbare Tibertal. Die Altstadt ist autofrei. Ein Straßencafé reiht sich an das andere. Hier sollst du angeblich die schönsten Frauen Italiens sehen können. Wir probierten es aus bei Aperol und Fingerfood. Tatsache ist, durch die etwa 6000 internationalen Studenten hat Perugia ein unheimlich buntes Stadtleben ganz unterschiedlicher Nationalitäten.

Apulien

Ganz klar, die weiße Stadt Ostuni ist unheimlich schön. Wir werden auch nicht vergessen, wie wir mit unserem Geländewagen durch diese schmalen Gassen zirkelten. Aber neben Ostuni hat Apulien mit der Trullistadt Alberobello ein weiteres Highlight zu bieten. Auch siehst du nirgends so viel alte Olivenbäume wie in dieser Region Italiens. So ist es naheliegend neben dem ausgesprochen guten Wein auch Olivenöl zu verkosten und sich mit Vorrat einzudecken. Apulien hat neben seinen tollen und in unserer Reisezeit im Mai sehr leeren Stränden ein wunderschönes Hinterland zu bieten und mit dem Nationalpark Gargano auch ein noch sehr ursprüngliche Wanderregion.

Ostuni – die weiß Stadt

Welche 3 Ziele in Italien wollen wir noch sehen?

Ganz klar Rom

Rom haben wir bei unserer Reiseform mit Geländewagen und Dachzelt ausgeklammert. Rom wäre für uns ein Citytrip. Wir würden ein AirBnB mieten, vermutlich hinfliegen und uns dann ganz in Ruhe die Stadt ansehen. Und uns vor allem Zeit dabei lassen.

Ganz klar Palermo

Auch diese Stadt bereist man am besten, indem man fliegt und sich direkt in der City ein Hotel nimmt oder ein AirBnB mietet. Hierzu hat Barbara Riedel vom Reiseblog Barbaralicious gerade vor kurzem einen Gastartikel geschrieben und wertvolle Tipps zu Palermo gegeben.

Palermo – Siziliens Alternative für digitale Nomaden

Palermo hat so viele Sehenswürdigkeiten und Kulturschätze, dass man es einfach gesehen haben muss. Barbara gibt hier auch wertvolle Hinweise, wie man gleichzeitig neben dem Eintauchen in die Stadt auch arbeiten kann. Das kommt uns ganz besonders entgegen, weil wir immer öfter unsere Reisen deutlich verlängern, weil wir auch von unterwegs aus arbeiten.

Und natürlich ist Sizilien an sich es absolut wert, sich alles das noch anzuschauen, was wir bisher noch gar nicht gesehen haben.

Und zu guter Letzt ein Wanderziel überwiegend in Italien: Der GTA

Auf den historischen Wegen der Grande Traversata delle Alpi in ca. 60 Tagen 1000 km bis zum Mittelmeer laufen. Inspiriert durch die sehr sehenswerte Multivisionsshow von Iris Kürschner und Dieter Haas ist das etwas, was auch noch auf unserer Bucketlist steht.

Die Grande Traversata delle Alpi ist ein faszinierender Trekkingweg in den einsamen Bergen des Piemont und gilt mit als der schönste Weitwanderweg der Alpen. Die Tour führt am gesamten nordwestitalienischen Alpenbogen entlang vom Monte Rosa im Wallis bis zu den Ligurischen Alpen ans Mittelmeer. Man übernachtet in urigen familiären Hotels oder einfachen Etappenunterkünften und genießt am Abend die hervorragende Küche des Piemonts.

 

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Grafidea – Keramik nach sizilianischer Tradition

Grafidea – Keramik nach sizilianischer Tradition

Grafidea – Laboratorio Ceramiche Artistiche

Made in Italy, Sicily, Cefalù

Mittlerweile machen es einige und besonders in Cefalù auf Sizilien kann man sie beobachten. Denn in Cefalù laufen viele Touristen durch die Altstadt. Aber auch in anderen sogenannten touristischen Innenstädten haben wir sie gesehen. Zum Beispiel in SanGimignano in der Toskana oder in Alberobello, der Trulli-Stadt Apuliens.

Die Rede ist von Künstlern und Kunsthandwerkern wie Grafidea. Sie sitzen in ihren Geschäften und präsentieren sich selbst. Bei ihrer Arbeit. Eine künstlerische Live-Demo sozusagen. Wenn du dich für sie interessierst, lassen sie sich gerne ablenken oder machen sogar eine Pause. Sie freuen sich sehr über jeden, dem sie ihr Handwerk näherbringen können. Schnell kommst du ins Gespräch, diese Mischung aus Englisch, ein paar Brocken italienisch und Händen und Füßen. Manchmal laden sie dich sogar zu einem Espresso ein und erklären dir mit viel Stolz die einzelnen Arbeitsschritte. Charmant ziehen sie dich in ihre Welt und dann vergeht die Zeit ziemlich schnell.

Und diese „Vermarktung der eigenen Person“ wirkt. Denn viele Geschäfte verlieren auf diese Weise das Image von Kitsch und Touristennepp. Wir kennen es ja von uns selbst. An den meisten Läden möglichst schnell und ohne besonderes Interesse vorbeilaufen. Sie wollen dir sowieso nur alle Zeug, das du niemals brauchst verkaufen und meist zum überhöhten Preis. Also schnell weiter.

Italiens touristische Innenstädte im Wandel

Doch Künstler wie zum Beispiel das Keramikatelier Grafidea ändern dieses Image, indem sie dir vor Ort zeigen, wie schöne Produkte nach alter italienischer in diesem Fall sizilianischer Tradition hergestellt werden.

 

An einem dieser Geschäfte in Cefalù waren wir auch schon fast vorbei, als ich einen der beiden Fratelli Saia – auf italienisch klingt es halt am besten – im Eingangsbereich des Ladens diese wunderschöne Schale bemalen sah. Wir mögen das Wahrzeichen Siziliens, die Trinacria sehr und über diese kamen wir ins Gespräch. Der Besitzer erklärte uns, dass es neben der offiziellen viele regionale Varianten der Trinacria gibt und diese hier eine Ausprägung typisch für Cefalù sei. Wir könnten sie in fast jeder gewünschten Größe haben.

Im weiteren Gespräch entpuppte sich das, was wir zuerst für einen „Touri-Schuppen“ hielten, als ein sehr professionelles Kunstatelier. Signore Saia führte uns kurz durch die Werkstatt direkt hinter dem Laden und zeigte uns ein paar Entstehungsschritte seiner Produkte.

Die Produkte von Grafidea

Alle Keramiken von Grafidea sind handmade. Ihr könnt selbstverständlich Geschirr, Tassen, Teller, Vasen, Skulpturen, Geschenkartikel kaufen. Der kleine Laden ist voll davon.

Aber wusstet ihr, dass Grafidea darüber hinaus schöne Wandfliesen für Tür- oder Fensterrahmen herstellt? Oder ihr euren wertvollen Terrassentisch aus Lavastein mit herrlichen Motiven gestalten lassen könnt? Wenn ihr es individueller mögt, schickt ein Foto hin und eure Gartenbank wird im besonderen Design dekoriert.

Säulen, Wandmosaike und Bilder. Wem der Stil gefällt, findet hier großartige Umsetzungsmöglichkeiten für sein Landhaus. So einen schicken Tisch aus Basaltlava hat schließlich nicht jeder im Garten.

Wir begnügten uns mit einer kleinen Trinacria als Andenken an die wunderschönen Tage in Cefalù.

Handgemacht in Italien, Sizilien, Cefalù

Wir zitieren in Italienisch

„Grafidea ceramiche dei fratelli Saia è un laboratorio artigianale siciliano.

Grazie all’esperienza maturata negli anni offriamo oggetti d’arte unici ed inimitabili. La ceramica, la porcellana, la pietra lavica ed i cristalli si trasformano in opere certificate e garantite.

Grafidea ceramiche produce opere interamente dipinte a mano, con una nuova tecnica di pittura, e trasforma un semplice oggetto in un opera di valore.

und in Englisch:

„Grafidea of Saia’s brothers is a ceramics workshop in Sicily.

With the experience gained over the years we made artistics works unique and inimitable. Ceramics, porcelain, lava stone and crystals become certified and guaranteed work.

Grafidea ceramic produced works entirely painted by hand with a new painting technique, and turns a simple object into a work of value.“

 

Lucky Ways – Tipp:

Ceramiche Grafidea die Fratelli Saia

Cefalù – Via Vittorio Emanuele, 6

grafiche@grafidee.it

Ein Blick auf die Website lohnt sich.

Weltweiter Versand und Akzeptanz der gängigen Karten.

Italien im Mai – ein Rausch der Sinne

Hier geht es zur Übersicht zu unserem Roadtrip Italien. Wir sind sehr interessanten Menschen begegnet und haben schöne und besuchenswerte Locations gefunden, Orte die uns inspiriert haben und die wir gerne empfehlen.

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