Landrover Discovery Umbau im Autohaus Kölsch Teil 2

Landrover Discovery Umbau im Autohaus Kölsch Teil 2

Landrover Discovery Umbau Teil2 im Autohaus Kölsch

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Das haben wir auch noch nicht gemacht. Eine Geschichte irgendwo in der Mitte angefangen. Aber so ist es nun mal, wenn sich etwas entwickelt. Wir nennen die Vergangenheit einfach Teil 1 und den werden wir irgendwann nachholen. Teil 1 wird also davon handeln, warum unsere Wahl nach ausgiebiger Suche nach einem Reisemobil auf einen Landrover Discovery fiel. Teil 1 wird im Jahr 2014 beginnen. Ein Besuch auf der Abenteuer Allrad führte dazu, dass wir zuerst ein Dachzelt von Autocamp hatten und noch kein passendes Auto dazu. 2015 fanden wir unseren Landrover Discovery 4 und statteten ihn zu allererst mit einem Doppelbatteriesystem aus, um unsere Kühlbox zu betreiben. Dann ging es sofort in den ersten Urlaub, so wie er war. Gleich Anfang 2016 folgte ein Offroad-Training bei TC-Offroad-Trekking, alles noch ohne Veränderungen, denn wir wollten wissen, was er bereits ohne Umbau drauf hat. Und er hat die Herausforderungen des Trainings schon sehr bravourös gemeistert.

Landrover Discovery Umbau Teil 1

Nach dem Offroad-Training ging es los mit dem Umbau. Peter Löwenhaupt von Discovery Parts lieferte die Teile und mit dem Autohaus Kölsch in Neustadt an der Weinstraße lernten wir eine kompetente Werkstatt kennen, die sich mit dieser Art von Umbauten gut auskannte. Der Discovery bekam geländetaugliche Felgen und Bereifung, eine Spurverbreiterung, eine Anitas Höherlegung um bis zu 7,5 cm, einen Asfir Unterfahrschutz für das Getriebe, einen Reservereifen plus Halterung am Heck. Damit ging es dann nach Albanien und wir waren mit unserem Geländewagen im Theti Nationalpark schon sehr zufrieden.

Das Autohaus Kölsch – Your Discovery Partner

Das Autohaus Kölsch ist spezialisiert auf Landrover-Fahrzeuge und besonders auf Landrover Discovery 3 & 4. Es nennt sich „Your Discovery Partner“ und das zurecht. Alle Fragen und Probleme rund um unser Auto hat das Team um Rüdiger Kölsch äußerst zufriedenstellend, ideenreich und teils sehr kreativ gelöst. Warum ideenreich und kreativ, wird nachher weiter unten noch deutlich.

Landrover Discovery Umbau Teil 2

Unser Geländewagen sollte sich sukzessive den Anforderungen anpassen. Dazu müssen wir sagen, wir sind nicht die Hardcore-Offroadfahrer, für die der Tag nur dann ein guter Tag war, wenn sie sich stundenlang durch den Dreck gewühlt haben und die Bedingungen möglichst extrem waren.  Unser Ziel ist es jedoch, viele Pisten abseits der Straßen fahren zu können und so gut ausgerüstet zu sein, dass wir, wenn es drauf ankommt, den Anforderungen gewachsen sind.

Unser nächster Trip geht nach Marokko und hier wollen wir einige Treks aus dem Offroad Führer Marokko von der Pistenkuh fahren. Also war es Zeit für die nächsten Veränderungen am 4x4 und für einen neuen Besuch im Autohaus Kölsch in Neustadt an der Weinstraße.

 

Rüdiger Kölsch hat uns beim Umbau gut beraten.

Der Discovery bekommt

 

  • Einen Safari-Schnorchel mit Zyklon-Vorfilter.
  • Einen Expeditionsdachgepäckträger Slimline II von Frontrunner.
  • Eine Easy-Out-Markise ebenfalls von Frontrunner.
  • Je 2 Frontrunner Arbeitsscheinwerfer vorne und hinten
  • Neue Positionierung und Befestigung des Dachzeltes

Der Safari-Schnorchel mit Zyklon-Vorfilter

Wer nicht gerade offroad unterwegs ist, der fragt dann schon mal, wofür braucht man einen Schnorchel? Die Installation einer erhöhten Luftansaugung ist natürlich notwendig bei Wasserdurchquerungen. Doch nur Offroader wissen meist, dass der Schnorchel auch unverzichtbar beim Durchfahren von Schlamm und vor allem Staub-Passagen ist – ein „must have“  in der Wüste. Er lässt also einen Geländewagen nicht nur besser aussehen, sondern sorgt vor allem für saubere und kühle Verbrennungsluft für den Motor. Der Schnorchel macht durch seine aerodynamische Formgebung kaum Windgeräusche und im Gelände keine Probleme mit Ästen oder Gestrüpp. Ein Schnorchel ist allerdings kein Ersatz, sondern nur eine Verlängerung des vorhandenen Luftfilters.

Dank Rüdiger Kölsch haben wir jetzt zusätzlich noch einen Zyklon-Vorfilter. Dieser wird zum Schutz der Staubbelastung des Hauptluftfilters vor diesem platziert, d.h. in der Wüste oder im staubigen Gelände einfach oben auf den Ansaugstutzen gesetzt. Während der Fahrt sammelt sich der überwiegende Sand im Zyklon und kann am Ende des Tages einfach ausgeleert werden. Hierdurch verlängern sich Wartungsintervalle erheblich.

Expeditionsdachgepäckträger von Frontrunner

Braucht man sowas? Der Thule-Träger hat es doch vorher auch getan. Das stimmt. Der Thule-Träger tut es sicherlich unter normalen Bedingungen. Wer Fotos von unserem Landrover Discovery kennt – und hier auf dem Blog gibt es einige, z.B. im Artikel „Wild campen in Italien“ – der kann die bisherige Konstruktion sehen. Der Thule-Querträger sitzt auf einer langen Dachreling. Das Dachzelt hat 2 Querstreben, die an 4 Punkten mit dem Querträger verschraubt sind.

Unsere Erfahrung war, die Verschraubung mit dem Querträger hält bombenfest. Allerdings besteht die Gefahr, dass sich die Bolzen im Befestigungsschuh auf der Dachreling lösen können. Beim Offroad-Training, das wir bewusst mit Dachzelt machten, um die Stabilität unter erschwerten Bedingungen zu testen, haben wir einen dieser Bolzen verloren. Und auch jetzt, beim Umbau, stellte sich heraus, dass die Befestigungsschuhe wiederum die Schwachstelle waren. Das heißt, es besteht die Gefahr, dass dir in Extremsituationen das Zelt mitsamt dem Träger vom Dach saust. Nächster Schwachpunkt, die Reling. Das Frontrunner-Rack wird direkt mit dem Dach verschraubt, also kam die Reling runter. Dass sich dabei eine gebrochene Schraube offenbart, hätten wir nicht erwartet.

Front Runner aus Südafrika

ist einer der bekanntesten Anbieter für Offroad- und Outdoor-Equipment. Alle Produkte sind offroadtauglich und auf Dachträger gibt es lebenslange Garantie. Und alles ist so gemacht, dass es für eine Afrika-Expedition geeignet ist. Die Entstehungsgeschichte liest sich so schön, dass ich hier einen Absatz von ihrer Website zitieren möchte:

„Die Legende besagt, dass Front Runner zwischen einem 1988er Land Cruiser 70 und einem Mercedes G in Botswana gegründet wurde: Am Lagerfeuer, nahe eines majestätischen Baobabs, zwischen Elefantenspuren und umgeben von einer Handvoll Freunden aus Südafrika, die mit Know-How in Technik, Design, Produktion und einem Faible für Geländeausfahrten ausgestattet waren. Nach zahlreichen leidvollen Erfahrungen, dass das vorhandene Equipment während ihrer Reisen um die Welt nicht standhielt, entwickelten sie – geleitet von ihrer gemeinsamen Passion für fahrzeugbasierte Abenteuerreisen – neue und patentere Ausrüstungen und konstruierten sie stabiler als… wie sie es nennen, „stärker als die Elefanten am Wasserloch“.“

Rüdiger Kölsch schwört auf Frontrunner und das Schöne ist, als passionierter Offroadfahrer kann er seinen eigenen 4x4, einen umgebauten Discovery 3 zur Beratung heranziehen und uns die Systeme direkt am Auto zeigen und vorführen. Am Ende unseres ausführlichen Gesprächs kauften wir ein Frontrunner Slimline II Dachträgersystem.

 

Lucky Ways – Tipp:

Die Vorteile des Frontrunner Racks in einem Satz:

Der Träger besteht aus hochwertigem Aluminium, ist modular und variabel für alle Fahrzeugtypen anpassbar, ist langlebig, robust, funktional und hat ein flaches Profil. Und wenn eine Frau mitentscheidet, dann rückt auch das Entscheidungskriterium „Aussehen“ deutlich nach oben. Seid also versichert, er sieht auch sehr stylisch aus.

 

 

 

Wie schnell geht so ein Umbau am Landrover Discovery?

Stellt sich diese Frage überhaupt? Das Fahrzeug zwei Tage zum Autohaus Kölsch in die Werkstatt bringen, Inspektion machen, Schnorchel dran, Dachträger drauf, Beleuchtung installieren, Zelt und Markise anbringen, fertig. So war jedenfalls der Plan.

Ok, die Inspektion war etwas aufwendiger, weil wir nicht nur das Motoröl und die Bremsflüssigkeit, sondern auch alle Achsöle erneuern ließen, um hier auf der sicheren Seite zu sein. Schnorchel anbringen und Kabel verlegen für die Scheinwerfer, Routinearbeiten für das Autohaus Kölsch.

Doch zu früh gefreut, das Dachzelt passte mit seinen Querträgern nicht auf das Frontrunner-Rack. Jede normale Werkstatt hätte dich jetzt schnell mit diesem Problem allein gelassen. Nicht so, wenn du einen Discovery-Partner hast.

Eine neue Lösung musste her. Das Autohaus Kölsch reagierte einfallsreich und kreativ. Nach Rücksprache bekam das Dachzelt drei stabile Längsprofile, liegt komplett auf dem Dachträgerrahmen und ist nun an neun Punkten mit dem Frontrunner-Rack verschraubt. Was sich so einfach anhört, bedeutete viel Kreativität, d.h. eine Schlosserei stellte mal eben schnell verzinkte Profile her und das Autohaus Kölsch hat alles noch schön schwarz gespritzt.

Frontrunner Easy out Markise

Wenn du ein Dachzelt mit Vorzelt hast, brauchst du dann noch eine Markise?

Inzwischen klares Ja aufgrund unserer eigenen Erfahrungen.

Nicht immer, wenn du Schatten suchst, willst du das Zelt aufklappen. Vor allem in Gegenden ohne Bäume, also zum Beispiel in der Wüste, ist somit eine Markise, die schnell und einfach zu handhaben ist, eine Bereicherung. Für eine mittägliche Siesta genauso wie für einen Schattenplatz fürs Notebook. Aber was jeder leicht vergisst, die Markise schützt auch vor leichtem Regen. Wie schön wäre es doch in Albanien gewesen, wenn wir im Dauernieselregen am Lake Shkodra eine Markise von 2,50 x 2m gehabt hätten. Das erleichtert das Outdoor-Leben ungemein.

Auf dem Globetrottertreffen 2017 hatten wir uns die 270 Grad Markise von Rhinorack angeschaut. In der Beratung mit Rüdiger Kölsch haben wir dann noch eine Schippe drauf gelegt und ein freischwebendes System, die Eezi Awn bestellt. Dann lag das Teil da in der Werkstatt, mächtig und satte 18 kg schwer. Und am Ende hatten wir die Rechnung ohne das Dachzelt gemacht. Unser Dachzelt von Autocamp ist ja gewollt ein Hartschalenzelt und hat die Liegefläche von 1,40m x 2m auf dem Dach und nicht wie bei anderen Versionen zur Hälfte in der Luft. Das Dachzelt steht also über die Ränder des Racks leicht über.

Damit hatten wir das nächste Problem. Die Markise konnte nicht montiert werden. Auch hier trafen wir gemeinsam mit dem Autohaus Kölsch eine schnelle und pragmatische Entscheidung. Rüdiger recherchierte eben kurz nach Halterungen, die passen könnten und 10 Minuten später war klar, die Eezi Awn geht zurück und die Easy out von Frontrunner kommt dran. Das Autohaus Kölsch hat die Halterungen noch leicht modifiziert, sodass sie nun auch mit unserem Dachzelt harmonieren. Im Endeffekt sind wir froh, wir verzichten zwar auf die 270 Grad, haben aber jetzt ein System, das schlanker ist, deutlich weniger wiegt und entsprechend weniger Windgeräusche macht.

 

*Fit für die Reise nach Marokko

Das Autohaus Kölsch hat seinen Zusatz „Discovery Partner“ voll verdient und wir sagen danke für die Unterstützung und die kreativen Lösungen für unser Dachzelt.

Nicht nur jetzt, sondern von Beginn an wurde unser Landrover Discovery hier fachmännisch und professionell betreut. Der Komplettumbau für unser Fahrzeug ist noch nicht ganz vollendet. Wichtige Dinge wie eine Seilwinde oder ein Zweittank fehlen noch. Aber wir wollen ja noch nicht in die Mongolei sondern erstmal nach Marokko und da gibt es spätestens nach 500 km eine Tankstelle. Unser 4x4 wird sich daher auch weiterhin mit den Herausforderungen entwickeln. Und auch für die nächsten Schritte wissen wir wo wir hinfahren, zu unserem Discovery Partner nach Neustadt an der Weinstraße.

Für Produkte und Dienstleistungen, von denen wir überzeugt sind, machen wir auch gerne Werbung. In diesem Fall erhielten wir als Dankeschön für unseren Bericht einen kleinen Rabatt auf unsere Rechnung. Das hat jedoch in keinster Weise unsere Berichterstattung beeinflusst. Diese ist immer unabhängig von einer Gegenleistung.

 

Lucky Ways – Tipp:

Das Autohaus Kölsch – dein Landrover Discovery Partner

Auszug aus dem Leistungsspektrum

  • Umfassender Offroad-Service
  • Komplettumbau für Offroad-Abenteuer
  • Montage von Seilwinden
  • Nachrüstung Differentialsperren
  • Doppelbatteriesysteme
  • LED-Zusatzscheinwerfer
  • Offroad-Reifen und Felgen
  • Ausrüstung & Dachzelte
  • Montage & Aktivierung Standheizung
  • Lackierung & Fahrzeugfolierung
  • Update und Freischaltungen
  • Diagnose & Fehlersuche
  • Wartung Luftfederung
  • Motorinstandsetzung
  • Sondereintragungen

Website

Ansprechpartner: Rüdiger Kölsch

Tel: +49 171 8033899

 

Roadtrip Marokko

Zu Marokko gibt es schon einiges hier auf dem Blog, z.B.

Marokko – die Welt der Berber und Araber

Marokko 1 – Ankunft in Marrakesch

Marokko 2 In den Souks von Marrakesch

Diesmal erfüllen wir unseren Traum und bereisen das Land mit Landrover Discovery 4 mit Dachzelt und viel mehr Zeit.

Warst du schon einmal in Marokko? Was waren deine Erfahrungen und Erlebnisse?
Fährst du einen Geländewagen? Und was hast du für deine Offroad-Trips umgebaut?

Sei so nett und schreibe es unten in die Kommentare.

Lebe dein Abenteuer nach deinem Geschmack!

Gern gelesen

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Globetrottertreffen 2017 bei Bayern-Kamele

Globetrottertreffen 2017 bei Bayern-Kamele

Globetrottertreffen bei Bayern-Kamele

Individualisten mit Abenteurergen treffen sich zum Talk von Traveller zu Traveller.

Samstagabend, 30. September. Es war bereits dunkel. Wir waren wohl so ziemlich die letzten Ankömmlinge dieses Abends beim Globetrottertreffen 2017. Ein großes Lagerfeuer knisterte. Es wurde gegrillt und in Kürze sollte der erste Vortrag der Veranstaltung starten. Bei der Anmeldung vermittelte uns ein kleiner Freudenschrei: Wir hatten gerade dafür gesorgt, dass die 100-Teilnehmer-Marke geknackt wurde.

Wir freuen uns, denn wir sind das erste Mal bei einem Globetrottertreffen dabei.

Ein Event im Event

Schon die Headline machte Kopfzerbrechen, denn quasi ist das hier ein Event im Event. Wir befinden uns hier bei den Bayern-Kamelen, einem Kamelhof südlich von München im idyllischen Mangfalltal. Schon allein über dieses einzigartige Ausflugsziel könnten wir allein einen Artikel schreiben. Kamelreiten für Kinder und orientalische Weihnachtsfeiern sind nur zwei Attraktionen aus dem vielfältigen Programm.

In diesem Rahmen inmitten von Kamelen fand nun schon zum zweiten Mal das schon über viele Jahre als Klaus-Därr-Treffen bekannte Globetrottertreffen statt. Im Kleinen geht es um den persönlichen Austausch von Traveller zu Traveller. Den großen Rahmen bietet der Kamelhof mit seinem stimmungsvollen Orientzelt.

Warum Klaus-Därr-Treffen?

Der Namensgeber der Veranstaltung hat mit seiner Frau Erika in fast 50 Jahren über100 Länder bereist, davon 89 mit einem 4x4. Die beiden organiseren das Globetrottertreffen mittlerweile nicht mehr, sind aber anwesend und geben gerne ihre Erfahrungen weiter.

Das Globetrottertreffen 2017

Mit unserem Landrover Discovery mit Dachzelt gehören wir zur kleinen Kategorie. „Habt ihr Allrad“ war die erste Frage. Nach einem weiteren Blick auf unsere Reifen meinte Konstantin dann: „Ok, ihr könnt oben auf die Wiese fahren.“ Wie wir später mitbekamen, gab es zwei Stellplätze, einen direkt am Kamelhof. Dort standen ein paar Camper und Wohnmobile ohne Allrad und z.B. auch Geländewagen mit Dachzelt oder Hubdach. Wir fuhren also auf die obere Wiese. Die Frage nach Allrad war berechtigt, denn diese war butterweich. Hier standen die großen Weltreisemobile aller Couleur. Und mit uns jetzt auch etwa drei Geländewagen mit Dachzelt.

Wenn ihr zu so einem Treffen fahrt, müsst ihr wissen, das ist kein Campingplatz. Man steht in der freien Natur, wie sonst auch, nur halt in einer großen Gruppe. Einziger Unterschied, es gibt auf jedem Platz eine Toilette. Für die Expeditionsreisemobile kein Problem. Die haben ja Küche und Bad an Bord. Für uns auch kein Problem. Wir haben Strom und Wasser und eine mobile Dusche dabei. Und gekocht wird draußen.

So handhaben es die allermeisten. Viele Feuerschalen vermitteln ein bisschen Marlboro-Feeling und ein intensiver Duft von Grillfleisch und Gewürzen locken sofort ein leichtes Hungergefühl hervor.

Bayern Kamele

Das Hungergefühl treibt uns zum Orientzelt. Ideal für Leute wie uns, die spät kommen. Es gibt Würstchen, Grillfleisch und Getränke. Auch ist es noch ein warmer Abend. Wir fühlen uns sofort wohl.

Wir haben die Gelegenheit, ein bisschen mit Konstantin zu plaudern, der mit seiner Frau Bianca den Kamelhof Bayern-Kamele betreibt. Bereits in zweiter Generation. Warnung an alle, die schon mit kleinen Kindern reisen. Ihr müsst damit rechnen, dass diese später sehr außergewöhnliche Ideen entwickeln. Denn Konstantin war schon frühzeitig mit seinen Eltern auf Reisen, hat seine Liebe zu Tieren entdeckt, ist ein absoluter Afrika-Narr und ist auch heute noch oft mit dem 4x4 unterwegs.

Was liegt dann näher, als nach dem Abi vollberuflicher Kameltreiber zu werden und später einen eigenen Kamelhof zu betreiben, der einzige in Bayern und der größte in Deutschland?

Kamele machen jedes Event zum Erlebnis

Die Tiere stammen aus Zentralasien, der Mongolei und West-China, bekommen ein Winterfell und sind somit Kälte gewöhnt. Auch einige Lamas, Alpakas, Esel und Ziegen gehören mittlerweile zum Hof.

Kinder lernen spielerisch den Umgang mit den Tieren. Kamelreiten im Mangfalltal wird für Jung und Alt zum unvergesslichen Erlebnis. Orientalische Firmenfeste und Weihnachtsfeiern gehören sicher zu den besonderen Highlights und sogar Teambuilding-Prozesse können auf dem Kamelhof durchgeführt werden. Selbst Film und Fernsehen wissen inzwischen die Geduld der Bayern-Kamele zu schätzen. 

 

 

Die schönste Nebensache beim Globetrottertreffen

Die Veranstalter meinten in ihrer Ankündigung, das Programm sei kein Bilderfestival für Lehnstuhlreisende und die Vorträge seien die schönste Nebensache des Festivals. Wenn sie damit meinten, dass alles ein wenig rustikal, unkompliziert und flexibel zugeht, so haben sie damit recht.

Südafrika, Namibia, Botswana und Simbabwe

Wer von euch hat schon mal eine Multivisions-Diashow inmitten von Kamelen erlebt?

Die Kamele fressen genüsslich ihr Stroh. Nebendran sitzen oder stehen Leute, teilweise auf Bierbänken oder den selbst mitgebrachten Campingstühlen und lauschen einem Vortrag von Marcus Reckziegel:

Im Geländewagen durch Südafrika, Namibia, Botswana und Simbabwe. Ein beeindruckender Erlebnisbericht. Wir sehen in wundervollen Fotos, wie nah man an die Tierwelt herankommen kann und erfahren, dass auch ein uralter Affenbrotbaum sterben kann.

Fazit: Wenn man Zeit hat und an schönen Plätzen einfach genießen und warten kann, hat man unvergessliche Erlebnisse.

Die Kamele geben ihren Kommentar dazu. Ist schon originell, auch wenn Sie jetzt nicht so ganz zu Südafrika passen.

Island 63°66‘N‘‘ – Live-Hommage an die größte Vulkaninsel der Erde

Könnt ihr euch vorstellen, dass Südtypen wie wir uns nach einem Vortrag über Island anschauen und beide sagen:

„ Da müssen wir hin?“

Das geht, wenn da vorne ein Referent steht, der mit gefühlvoller Moderation ein Kunstwerk präsentiert, dass einen einfach emotional vollkommen mitreißt. Was soll ich sagen, es war wirklich eine Hommage. Stefan Erdmann liebt mit ganzer Leidenschaft seinen Beruf. Er hat schon bei der Entstehung des Films im Kopf, wie es hinterher klingen muss. Als früherer Musiker hat er die Filmmusik extra komponieren lassen und zu mancher Aufführung bringt er sogar die Sängerin mit.

Den Ausbruch des Vulkans Eyjafjallajökull 2010 hat er so intensiv gefilmt, dass ich diese unbeschreiblichen Szenen immer noch vor Augen habe. Ich kann wirklich nur empfehlen, wenn ihr jemals in die Gelegenheit kommt, diesen Film sehen zu können, schaut ihn euch an oder bestellt euch hier die DVDs oder Blue Rays. Ich jedenfalls musste die im Anschluss sofort haben.

Es gab noch vieles mehr beim Klaus Därr-Treffen. Chicago Blues abends im Orientzelt oder auch ganz praktische Vorträge, z.B. über GPS-Anwendung auf der großen Reise oder das Thema „Reisen mit Kleinkindern“.

Insgesamt eine sehr runde Sache.

Und natürlich nicht zu vergessen, die sinnliche Vorführung vom Schlangenmann aus München, Raffael Stock. Das Orientbuffet am letzten Abend haben wir leider nicht miterlebt. Insider schwärmen jedenfalls davon.

Der Ursprungsgedanke des Globetrottertreffens.

Netzwerken und Erfahrungen austauschen

Jeder machte irgendwie seine Runde von Auto zu Auto. Wir hätten gar nicht gedacht, wie viele sich für unser Dachzelt interessierten. Auf so einem Treffen kommst du automatisch irgendwann wieder in die Ur-Diskussion.

Was ist auf lange Sicht das beste Fahrzeug für längere Reisen am Stück?

Vereinfacht gesagt, eine große, mittelgroße oder kleine Lösung? Mal unabhängig vom Geldbeutel ist es eine Philosophiefrage, wie du am liebsten reisen willst mit allen Pros und Contras und vielleicht auch eine Frage des Reiseziels. Übrigens vor nicht allzu langer Zeit gab es zu diesem Thema bei  Pistenkuh einen guten Artikel „Allrad LKW – Für und Wider“ mit 33 lesenswerten Kommentaren, wo diese Frage ausführlich diskutiert wurde.

Am Schluss nimmst du immer wieder neue Ideen mit. Wenn du denkst, dein eigenes Equipment ist langsam vollständig, weit gefehlt. Am Ende gibt es immer etwas, was du nach einem solchen Treffen unbedingt brauchst. Wir haben uns beispielsweise total in die 270 Grad Foxwing Markise von Rhinorack verliebt.

Globetrottertreffen – wertvolle Reiseerfahrungen und Tipps

Felibrina

Es geht uns ja nicht zum ersten Mal so, dass wir Kontakte, die sich über die sozialen Medien ergeben haben, auch persönlich treffen. Hier, auf dem Klaus-Därr-Treffen begegnen wir Sabrina Müller-Krohe.

Als Marokko-Fans sind wir natürlich schon länger vernetzt. Plötzlich stehst du dir gegenüber und kannst dich persönlich austauschen. Einfach genial.

Sabrina reist mit Kind und ist unter dem Namen Felibrina abgeleitet von Felicia und Sabrina auf Facebook und Instagram bekannt. Hier auf dem Globetrottertreffen gab sie gute Tipps zum Thema „Reisen mit Kind“. Aber auch als Expertin für Marokko ist sie sehr gefragt.

Klaus und Erika Därr

Wir haben uns sehr gefreut, diese Urgesteine der Abenteuerreisen persönlich kennenlernen zu dürfen.

Zitat Klaus Därr:

Das „Abenteuer mit Vollkaskoversicherung“ gibt es nicht. Für Globetrotter gilt es dennoch, spannende Reisen in abgelegene Gebiete zu unternehmen, auch wenn sie sich gelegentlich zum Abenteuer entwickeln.

In seinem Buch „Irgendwann erwischt’s dich dann“ beschreibt Klaus Därr 26 bemerkenswerte Episoden aus seinem Reiseleben.

Interessant ist hierbei wirklich der Ausdruck bemerkenswert als Klammer dafür, dass er alles erlebt hat von lustigen bis hin zu sehr gefährlichen Situationen. Auf Globetrottertreffen immer wieder erzählt wurde natürlich die Geschichte vom Überfall 1999 in Mauretanien bei einer geführten Tour. Keiner verletzt, aber 4 Geländewagen mit voller Ausrüstung waren weg.

In der Beschreibung zum Buch heißt es unter anderem:

„Heute sind Geländefahrzeuge riesiger Reichweite, sowie Mittel der Information, Navigation und Kommunikation auch den Zivilisten verfügbar. Wenn man sich ihrer bedient um „unbeschriebenes Neuland“ zu erleben, so gerät man leicht in Gegenden in die man nicht hingehört. Rückzugsgebiete von Rebellen und Banditen, Drogenanbaugebiete, Grenzgebiete, verminte ehemalige Kampfgebiete, Sperrgebiete oder kaum befahrbares Terrain sind den Landesbehörden oft bekannt, nicht aber dem Traveller.“

Klingt nach spannender Lektüre. Holt euch das Buch hier und taucht ein in Reiseabenteuer mit Nervenkitzel.

 

Drei Generationen der Familie Därr

Marokko – ein sicheres Reiseland.

Hier triffst du die Insider, die das Land intensiv kennen, schon sehr oft da waren und fasziniert von Marokkos Schönheit und Ursprünglichkeit dieses Landes immer wieder auf’s Neue gern bereisen.

Neben uns auf der Wiese stehen Torsten und Gerda mit ihrem Weltreisemobil.

Und was sind sie? Marokkokenner.

Sie laden uns auf ein Bier ein und erzählen uns von ihren Routen, die sie schon gefahren sind. Dagmar macht fleißig Kreuzchen auf der Landkarte.

Später brüten wir dann noch mit  Erika Därr über einer Marokkokarte. Eigentlich müsste man sagen, Erika ist die lebende Marokkokarte. Man stelle sich vor, Erika bereist Marokko mindestens einmal im Jahr und das seit 1971. Sie sprudelt die Highlights so schnell heraus, dass du ihr kaum folgen kannst.

Zum Glück gibt es da noch das „Buch“.

Erika Därr ist zusammen mit ihrer Tochter Astrid Därr Autorin des in der Reihe Reise Know How erschienenen Reiseführers Marokko. Viele tolle Tipps, Sehenswürdigkeiten, Touren, Pisten, Unterkünfte und Camps, die uns Erika in einem Wahnsinnstempo ans Herz legt, findest du Gott sei Dank da drin – im Buch, wie sie es liebevoll nennt. Wir verlassen dieses Gespräch mit einer langen Liste. Nur Seitenzahlen und ein paar Namen und mit dem Buch unter dem Arm, sodass wir alles nochmal nachvollziehen können. An dieser Stelle sagen wir dir nochmal ausdrücklich danke, liebe Erika. Unten findet ihr natürlich den Link zum Buch und weiteren Marokko-Reiseführern.

Und wir bedanken uns auch

bei allen, die uns inspiriert haben,

bei Sabrina sowie Torsten und Gerda für ihre hilfreichen Tipps zu Marokko,

bei Stefan Erdmann für diesen wunderbaren Film über Island

und bei Konstantin und Bianca Klages für den Charme dieser einzigartigen Location und die gute Organisation.

Wir kommen gerne wieder. 

 

Lucky Ways – Tipps:*

Lucky-Ways Tipp Reiseführer Marokko

 

Marokko, Astrid Därr, Erika Därr, 13. Auflage 2016

Südmarokko mit Marrakesch und Agadir, Astrid Därr, Erika Därr 7. Auflage 2015.

City Trip Marrakesch, Astrid Därr, Reihe Reise Know How, 7. Auflage 2017

City Trip Tanger-Asilah-Tetuan, Astrid Därr, Reihe Reise Know How, 1. Auflage 2014

 

Lucky Ways Tipp – Abenteuerreisen

 

Irgendwann erwischt’s dich dann! , Klaus Därr, 1. Auflage 2015.

 

Warst du auch schon einmal auf einem Globetrottertreffen?

Was waren deine Erfahrungen und Erlebnisse?

Sei so nett und schreib es unten in den Kommentar.

 

Lebe dein Abenteuer nach deinem Geschmack!

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