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Freitag Abend, der Wetterbericht sagt ein Zwischenhoch voraus. wir beschließen ein kombinierte Cabrio- und Wandertour. Samstag früh, wir fahren von Ettenheim auf der A5 bis Müllheim, im Kofferraum mit Picknick bepackte Rucksäcke. Ab Badenweiler wird´s gemütlich. Hier beginnt die Nebenstrecke zum Hochblauen. Wir werden jetzt nur noch von Motorrädern überholt.   

Am Wanderparkplatz Egerten essen wir gemütlich ein Croissant in der Morgensonne. Hier ist ein guter Ausgangspunkt für Rundwanderungen oder eine Tour zum Blauengipfel oder für Skilanglauftouren im Winter, dann gibt es viele gespurte Loipen. Wir beschließen, hier demnächst mal ein Tour zu planen.

 

 

Z4 im kleinen Wiesental

Im kleinen Wiesental

Weiter gehts ins kleine Wiesental. Links schöne Lupinen, rechts tolle Ausblicke. der Tag wird vielversprechend. Wir kommen uns vor wie am Ende der Welt, am Wegesrand nur noch einsame verwunschene Höfe. In Zell im Wiesental beginnt die Zivilisation wieder, es geht ein kurzes Stück über die 317 und dann zweigen wir ab nach Todtmoos. Es wird touristischer. Am Sparkassenplatz, dem Ausgangspunkt unserer Wanderung, stehen alleine drei Hotels. Der Biergarten vom Hotel Maien, direkt neben unserem Parkplatz, ist bereits gut besucht und in der Fußgängerzone laufen die Vorbereitungen für das Anno Dazumal Fest auf vollen Touren. Also die Wanderschuhe an und los gehts.

 

Kapelle Todtmoos Stricker HöhePicknick unterm Jesuskreuz

Unsere geplante Tour geht zunächst zum Hochkopf. Der Weg über die Stricker Höhe ist zunächst unspektakulär. Es geht der gelben Raute folgend ein Stück durch Todtmoos, vorbei an blühendem Rotdorn. Bei einem Schwarzwaldhof teilt sich der Weg. Entweder zur Rabenschlucht oder zum Hochkopf. Wir wollen erst auf den Gipfel und laufen auf einem geteerten Wirtschaftsweg bergan. Das stört uns aber heute nicht. Es ist bereits mittags, es ist warm und wir haben Hunger. Eine Bank im Schatten muss her und wir finden ein heiliges Plätzchen. Mit Blick auf Todtmoos lassen wir es uns schmecken.

 

Aussichtsturm Hochkopf SchwarzwaldFeldbergblick vom Hochkopf

 

 

 

 

 

 

 

 

Auf dem Weg zum Hochkopf laufen wir ein Stück auf dem Westweg (rote Raute). Oben angekommen sind wir auf einer Höhe von 1263m. Es gibt einen Aussichtsturm, von dem man einen guten Rundumblick hat, Belchen, Schauinsland, Feldberg und ein schöner Blick auf Todtmoos, alles gut zu sehen.

Einziger Wermutstropfen: Man kann auch mit dem Auto hochfahren und so erleben wir oben eine Geburtstagsfeier. Die Alten und der Kuchen wurden mit dem Auto hochgebracht, der Rest kommt hinter uns zu Fuß, eine Blondine mit Leoprint-T-Shirt und weißen Flip-Flops ist froh, dass sie es geschafft hat, wir kommen uns im Wander-Outfit fast deplaziert vor und entfliehen nach einer kurzen Rast dem Zigarettenrauch. Schade – es hätte recht idyllisch sein können.

Der Weg führt uns jetzt auf schmalen Pfaden durch den Wald entlang der roten Raute zum Weißenbachsattel. Hier kehren wir ein und trinken im Hochkopfhaus ein leckeren Milchkaffee. Das Hochkopfhaus liegt direkt an der L151 Richtung Todtnau und wird von vielen Mottoradfahrern frequentiert. Wir haben den Eindruck, Biker gehören alle zur Generation 50+ und die jüngeren Leute scheinen sich heute anders fortzubewegen.

 

Hochkopfhaus SchwarzwaldKlettergarten Todtmoos

 

 

 

 

 

 

 

 

Gestärkt wandern wir weiter an der Hochkopfhütte und am Skilift vorbei und kommen zu eienm beeindruckenden Klettergarten. Die Nachmittagssonne kleidet die Wiesen jetzt in ein harmonisches, warmes Licht und wir erreichen über ein paar Pferdeweiden Todtmoos-Lehen. Hier steht eine 400 Jahre alte Weidbuche, unter der wir mit Blick auf idyllische alte Schwarzwaldhöfe in trauter Eintracht mit modernen Holzhäusern unsern Erdbeerkuchen verspeisen.

 

bei Todtmoos-Lehen400 Jahre alte Weidbuche Todtmoos LehenWiese bei Todtmoos LehenPferdeweide bei Todtmoos Lehen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Abstieg nach Todtmoos verläuft harmonisch in der Abendsonne, zunächst weiter über Wiesen, dann durchwandern wir dichten Wald, dunkel aber aufgeräumt, beobachten noch ein paar Eichhörnchen und nähern uns dem Ende der Wanderung, der Rabenschlucht.

 

Todtmoos Rabenschlucht WaldRabenschlucht Todtmoos

 

 

 

 

 

 

 

 

Am Wildbach machen wir uns frisch und erreichen gegen 19.00 Uhr wieder unser Auto.  Das Anno Dazumal Fest neigt sich bereits dem Ende, doch wir bekommen noch Äpfel, Honig und leckere geräucherte Würste. Dann ab in den Biergarten des Hotel Maien. Wir essen typisch badisch einen Wurstsalat und lauschen den Klängen der Partyband. Ein toller Tag geht zu Ende. Über Todtnau, Kirchzarten und Freiburg geht es zurück nach Hause. Wir ziehen die Outdoorjacken an und fahren offen mit Musik aus den Siebzigern.

Fazit:

Die Wanderung von Todtmoos über den Hochkopf und zurück über Todtmoos-Lehen und die Rabenschlucht ist eine schöne Rundtour für ein Zeitfenster von 4-5 Std. (incl. Pausen). Vom Hochkopfturm aus gibt es eine schöne Rundumsicht über den Südschwarzwald. Das Hochkopfhaus – übrigens auch innen sehr nett – ist eine prima Einkehrmöglichkeit. Die Rabenschlucht bietet ein optisches Kontrastprogramm zu den vielen sonnigen Wiesen. Auch zum Picknicken gibt es schöne Bänke mit Aussicht.

 

Wanderroute Todtmoos Hochkopf Rabenschlucht

 

 

Höhendifferenz der Wanderung Todtmoos Hochkopf Rabenschlucht

Höhendifferenz der Wanderung Todtmoos Hochkopf Rabenschlucht